Monatsarchiv April

  • Das Gefühl des Fremd-Seins begleitet mich immerzu. Es lässt micht nicht los und verbündet sich mit dem Wechsel der Jahreszeiten zu einem absoluten Unverständnis gegenüber der proklamierten Leichtigkeit des Lebens. Hin und wider bleibe ich während meiner Spaziergänge stehen und frage mich, warum ich nicht träume.

    #

    Ob unsere Kultur untergeht oder nicht ist beinahe schon egal, denn verfängt es doch nur, wenn eine Geschichte mit im Spiel ist. Eine Geschichte, die wir längst nicht mehr haben, höchstens eine, die man uns zuschreibt und die wir adaptieren. Demnach ist sogar der Ausgangssatz dieser kurzen Besprechung eine Farce. Sieger bleibt am Ende nur der, der das Geschichtsbuch schreibt und dabei einfach ein bis zwei Jahrhunderte unterschlägt.

  • Als wir eines Nachts beisammen saßen
    war ich nicht dabei,
    Auf dem Rot in laubbetanzten Straßen
    ging nicht ich,
    Und als sie meine Lieder dann vergaßen,
    war ich außerirdisch, weit entfernt.

    #

    Die Tränen und Schreie eines Kindes zeigen am deutlichsten, wenn die Welt in den buntesten Scherben zertrümmert liegt.

  • Viele Theorien werden unter Voraussetzung einer Fixierung auf jene Theorie selbst errichtet. Auch wenn dies nicht weiter vollbringt, als einen lumpigen Versuch, seinen Kopf aus der Schlinge zu befreien, die man beim Deklarieren der Theorie selbst geknüpft hat, so ist es dennoch wenigstens wieder etwas, das man der Welt aufzwingen und vorwerfen kann.
    Was gäbe es Anderes über dieses Projekt und seine Verwirklicher zu sagen?

    #

    Could’ve moved mountains…

  • Zur Erinnerung:

    Pessimistisch sollte einen eigentlich nur stimmen, dass man seiner Menschlichkeit nicht zu entfliehen vermag, nicht einmal im Tode. Alles Andere erscheint gegenüber dieser Gewissheit belanglos.

    Wieviele Leute haben ernsthaft jemals einige Minuten damit zugebracht, zu ergründen, was den Pessimismus ausmacht? Pessimisten hängt der schlechte Ruf nach, sie seien mürrisch, stur et cetera. All das mag nun stimmen oder nicht, spielt es doch aber eine untergeordnete Rolle. Aber sollte man nicht langsam darüber nachdenken, diesen Begriff etwas auszuweiten? Man müsste zu dem, was ich meine, nicht einmal vom pessimum abweichen.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Ich höre Radiohead: Exit Music (For A Film), schließe die Augen, laufe kreuz und quer - und bin frei.

    #

    In einigen Momenten spürt man, wie poetisch man seine Existenz zeitweise webt. Die schönste Elegie, für welche man nur keine Worte findet, da Worte hier nichts mehr beschreiben können, verzaubert manche Minute, macht sie kostbar.

1 2 3 ... 8

WILLKOMMEN!

Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

Überall / Auftritte

letztens / neuste Einträge

damals / vor Jahren

begehrt / beliebteste Einträge

Ausgrabung / zufällige Einträge

Kondolenz / letzte Kommentare