Monatsarchiv Mai
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Das Leben ist eine Aneinanderreihung von Niederlagen. Sie schmecken süß und ihr Gefühl reicht lang, mit jedem Regentropfen blähen sie sich auf. Und jeder Sonnenstrahl ist eine Lüge, über dem dunklen Asphalt thronen nur die Verlorenen.
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Ich habe schon im Voraus Gelächter dafür ernten dürfen, dass ich mir Gedanken darüber mache, welches Wetter, welche Tageszeit und was sonst noch alles herrschen müsste, um den perfekten Spaziergang hervor zu rufen. Dabei ist mir nicht einmal klar, was den perfekten Spaziergang ausmacht. Spontan fielen mir zwei Fälle ein, jeweils untereinander noch veränderlich. Einerseits könnte man schon abgeschossen losgehen und zufrieden zurück kehren. Andererseits ginge dies natürlich auch umgekehrt. Mindestens sechzehn Möglichkeiten, wobei noch nicht einmal der Brunnen der Zustände ausgeschöpft ist. Nichtsdestotrotz war auch Lob dabei, ganz egal, auch ohne würde ich alles in die Welt hinaus plärren, was ich für erachtenswert halte, doch mit Lob tue ich es so lächelnd!
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Bertrand Russells Wofür ich gelebt habe ist wahrlich die schönste Erklärung gleichzeitig für das Leben und für die Melancholie. Sie basiert auf einer Liebe, dem Erkenntnisdrang und Mitleid. Seine Exzessivität und Ausdauer konnte nur einem Mathematiker zu Gute kommen. Daneben Heines Fragen zu halten zeigt den innerlichen Akt, den Russell vollbracht und durchstanden hat.
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“Hast du das gehört” sagt X und keucht ein Lachen, “Integrieren kann er!” Ein paar Kubikzentimeter Luft pressen sich aus seiner Luftlöhre und vermehren das Keuchen. “Und? ist das so ungewöhnlich?” frage ich und entlade die Spannung aus Xs gequälter Beherrschung. Sein Augenlid beginnt zu zucken und kleine, blonde Schweissperlen zittertn im Takt seiner Halsschlagadern eine geblähte Symphony auf Ecstasy. Während seine Finger versuchen sich in die Oberschenkel zu graben wippt sein Bein auf und ab, dazu beginnt er mit den Fingern das Fest der Schweissperlen überall an seinem Körper auf der Tastatur zu begleiten.
Aber ich lege noch ein paar mehre Scheite ins Feuer: “Integrieren ist doch ganz spaßig und so voller Regeln, dass man es kaum falsch machen kann, beachtet beachtet man sie.”. Ich zucke die Schultern und breche eine Reiswaffel in zwei Teile. Das größere Stück reiche ich X, während große Brocken an meinem Hemd festklammern und gegen die Schwerkraft kämpfen. Derweilen hat jemand die Sonne verletzt, ein Schwall von blutgetränktem Licht erwärmt meinen Arm, macht ihn feucht. Ein ausblutender Tag. “Jetzt hör mir mal gut zu, mein Herr” X hat wieder zu wettern angehoben, doch stockt kurz, um sich noch einmal mit genügend Atemluft zu bewaffnen. “Der Kerl kommt von was weiß ich für einer Realschule und will mir erklären, er könne dies und das? Soll ich mich etwa von so einem belehren lassen? Der hat ja nicht mal was vorzuweisen! Nichts!” und sein Gesicht verzieht sich wieder zu einer antiken Kriegermaske. “Was kann er denn dafür, dass wir unsere Zeit für ein Abitur vergeudet haben?”
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Christliche Trinität, christologische Lehre der Gleichzeitigkeit von Menschlich- und Göttlichkeit, kurz - chistlich-religiöse Desinformation.
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Ist es schlecht, sich fremd zu sein? Wo sind die Wogen, die brechenden Wellen, wenn kein Lüftchen den Rücken des ruhenden Meeres streift? Wenn niemand sich selbst durchschauen kann, dann sind sich zwei Menschen gegenüber immer fremd. Und es ist so schön, wenn sie trotzdem einander hängen.











