Monatsarchiv Juli

  • [...] gaben ein paar aufrecht gehende, glatzköpfige Mitbürger mit ihren mitgebrachten Punicaflaschen dem Hipster dann den Rest. Wollten auch mal einen Grund haben.

  • [...] haben sie einen bebrillten, lesenden Hipster zusammengeschlagen. Hatte mit neongelb Anstreichungen in Nietzsches “Geburt der Tragödie” gemacht. Neue Welle von linksintellektueller Gewalt in Sicht.

  • Ingo ist ein auffallend ruhiger Schüler und ein größten-teils stiller Beobachter der Klassengemeinschaft. Auch wenn er sich nicht sehr viel am Geschehen und an Entscheidungen beteiligt, ist ein geschätztes und respektiertes Mitglied dieser. Manchmal jedoch überkommt es ihn und er legt es auf Konfrontationen um jeden Preis an, bei denen seine Mitschüler verbal und gedanklich aber größtenteils unterlegen sind, was Ingo oft eher den Status eines Besserwissers als eine Gönners einbringt. Trotzdem wird er durch seltene Einwürfe in diskussionen immer rehabilitiert. Nur im Kunstunterricht scheint er sich wirklich zu öffnen. Er muss versuchen, sein explosives Temperament auf größere Zeiträume zu verteilen, anstatt sie auf Momente zu konzentrieren. Ausdruck: sehr gut, Form: sehr gut, Betragen: gut.

    Ingo klappte die Zeugnismappe halb angewidert, halb zynisch zu und schob sie weit unten in sein Bücherregal. Dann schlüpfte er langsam in ein paar ausgetretene Adidasschuhe, nahm die nächste S-Bahn, rückte während der Fahrt mehrmals auf seinem Platz herum, stieg nach 13 Minuten wieder aus und schlürfte der Schule nahe dem Bahnhof entgegen.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Schätzungsweise Achtjähriger im Park zur Mutter:
    “Wenn ich groß bin, werde ich Johnny Depp, ehrlich.”

  • Kindern hat man immer erzählt, dass jede Träne, die wegen dem Leben und der Welt und den Menschen geweint wird, wie ein Schlag in Gottes Gesicht ist. Was ist mit der Zeit aus Gott geworden? Er liegt wahrscheinlich im Koma.

1 2 3 4 5 ... 9

WILLKOMMEN!

Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

Überall / Auftritte

letztens / neuste Einträge

damals / vor Jahren

begehrt / beliebteste Einträge

Ausgrabung / zufällige Einträge

Kondolenz / letzte Kommentare