Monatsarchiv Juli
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Ich nehme ein Buch zur Hand, das ich irgendwann einmal gelesen habe, blättere durch die Seite und hoffe, etwas Interessantes dabei zu finden. Es geht von hinten nach vorn und wieder zurück, mehrere Male. Dann fällt ein kleiner Zettel heraus, der Kassenbon, 14,95 �?�.
Wenn ich Thomas Bernhard lese, dann finde ich in seinen Werken keine Geldsummen, nur einen unbeschriebenen Zettel. Ein Leben, nichts weiter, ohne etwas Erfreuliches, das man von ihm sagen könnte. Vielleicht war es nicht wert, gelebt zu werden, aber was sonst hätte er mit ihm anfangen sollen?
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Ach, was bin ich heute subversiv. Und deshalb: Fuck, fuck, fuck, fuck!
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Der wahrscheinlich fruchtbarste, aber auch schwerste Weg der gegenseitigen Begegnung findet immer auf einer Stufe und vorallem schonungslos statt. Tragisch nur, dass man es nicht durchhält und das Leidenschaft beinahe ausschließlich in Extremen herrscht.
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[...] war gestern am späten Nachmittag noch Thema beim Sender 3sat. Und ich muss zugeben, nicht viel über ihn gewusst zu haben, außer, dass es ihn zumindest gab - zu Unrecht. Es lohnte wohl nicht, die Inhalte nachzuplappern, jedoch muss ich einen Satz besonders loben.
Ich kann ihn nicht widergeben, und wenn ich es versuchte, es würde nicht gelingen, also sage ich es möglichst mit eigenen Worten.
Gegen Ende der Reportage, als Pissaros gefundener Stil, in Punkten und kurzen Strichen zu malen, endgültig Thema geworden war, versuchte man den Themen seiner Werke auf den Grund zu gehen. In die Ferne blickende, oder gar träumende Menschen, die bei einander stehen und doch fern voneinander sind, frei von allem und endlich in der Lage, mit sich eins werden zu können, indem sie ganz einfach in stiller Konfrontation mit ihrer Existenz denken dahindämmern oder großartige Stadt- und Parkansichten, zeichnete er letztlich en masse.
Beeindruckend, nichts weiter.
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Kennst du das Verlangen, an dem teilzuhaben, was du ein paar Stunden zuvor ausgesperrt, vor dem du die Tür zugeknallt hast? Und weil du dich nicht traust, nur einmal durch das Schlüsselloch zu lunschen, stehst du gaffend in der Gardine. Sag, wie ist es, zu sehen, dass alles auch ohne dich weiter geht? Es ist schon komisch, denn just hast du noch gedacht, es würde eine Lücke hinterlassen, wenn du deinen Platz verließest. Und jetzt bist du schon so weit, nur noch aus reinem Trotz hier sitzen zu bleiben. Meinst, du hast etwas falsch verstanden, oder bist du doch im Recht? Nimmst dir ein Kissen und liegst schmollend halb aufgestützt im Fensterrahmen, das Fenster ist schon trüb.











