Monatsarchiv September
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schtzngrmm
schtzngrmmDie abgelaufenen Reifen des alten Escorts brummten wahnsinnig auf dem trockenem Boden. Ich trommelte mit meinen Fingern den Takt der Musik auf meinen Oberschenkeln nach und lehnte mit dem Kopf an der Scheibe. Immer in einiger Entfernung schimmerten kleine Pfützen auf der Straße. Du versuchtest sie zu erwischen, aber sie waren immer mindestens so schnell wie wir. Die ständige Beschleunigung drückte uns in die Sitze und dir die Mundwinkel nach außen. Hinzu gesellte sich ein euphorisches Lächeln, von dem ich nicht sagen konnte, ob es der Fliehkraft oder des Adrenalins Folge war.
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Erstaunlich, wie schnelllangsam die Zeit vergeht.
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Niemand sollte annehmen, zwangsläufig einen Grund zu existieren, mehr noch einen reservierten Platz im Leben zu haben. Alles, was diese Annahme hervorruft ist ein falsches Gefühl der Schuldigkeit gegenüber sich selbst, ein falscher Ernst.
WIe aber würde gelebt, wenn man dem Ganzen keinen geringeren Wert, jedoch weniger Ernst entgegen brächte? Vielleicht wären wir glücklicher, aber das nur bedingt. Sicher ist aber, dass unser Lebensgefühl umso stärker wäre, wenn wir also das täten, was wir wollen. Trauer wäre trauriger, aber das Wohlgefallen wäre auch näher an dem, was man gemeinhin so schwammig Glück nennt.
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Von jeher war ich fasziniert von dieser Stadt. Die Schornsteine der Fabriken schienen in der Nacht ihre Plätze zu tauschen und so jeden Tag an anderer Stelle aufzutauchen. Alles war einem stetigen Wandel unterworfen. Der Atem meiner postkapitalistischen Zeit schlug sich in dicken Rauchsäulen am Horizont in den Himmel. Sie verwanden sich inenander wurden von immer mehr aus den dicken Betonrohren nach außen gehusteten Teilchen in die Höhe gedrückt.
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Damals lebten wir fast wie in einem Dorf. Man kannte seine Nachbarn und die Nachbarn der Nachbarn, die ganze Straße, die zwei, drei Kreuzungen und sprach die Gemüdeverkäufer mit Du an. Ich hatte meine ganze Kindheit in einer konstanten Umgebung verbracht und kannte schon mit fünf Jahren jeden Riss in den Fassaden der alten Einfamilienhäuser. Wenn die Bäume langsam ihr Laub verloren und über den gesamten Boden der kleinen Wäldchen ein buntes Laken auslegten, spielten wir in den großen Blätterhaufen. Nur die Straßenschilder erzählten davon, dass unsere kleine Idylle eigentlich ein Teil einer Großstadt war.











