Monatsarchiv September

  • [...] allein die Wortgruppe menschliches Versagen höre… Manchmal kommt es mir vor, als hätte man uns alle lieber bestehend aus Stahl und Kupferkabeln, denn aus Fleisch und Blut. Kalt und eigentlich ziemlich arm. Aber dafür wenigstens nicht solche Versager.

  • Egal, wann auch immer ich ein Geschichtsbuch in die Hand nehme und ein wenig darin blättere, so scheint es, als wäre das alles ganz weit weg. Früher einmal kannte ich unheimlich viele der griechischen und römischen Mythen. Diese Eisenbahnfahrt von Fürth nach Nürnberg war nichts großartig Anderes, trennten sie doch nur schätzungsweise dreihundert Seiten. Zu nichts hatte man einen Bezug. Man brachte die Dinge durcheinander und ließen Furien und Nymphen Schaffner spielen oder die Adler geradewegs ohne Halt nach Tartarus fahren. Offensichtlich waren an die Schreiberlinge dieser Sachtexte nicht gerade Poeten verloren gegangen, sodass man einfach nachhalf. Trotzdem musste sich jeder mit demselben Zeug befassen, den Weltkriegen, der Industrialisierung, verschiedenen Staatsformen und was weiß ich nicht noch. Man schrieb eine Abschlussarbeit, genug Vergangenheit, Blick in die Zukunft und so weiter.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders

    Im achtzehnten Jahrhundert lebte in Frankreich ein Mann, der zu den genialsten und abscheulichsten Gestalten dieser an genialen und abscheulichen Gestalten nicht armen Epoche gehörte. Seine Geschichte soll hier erzählt werden. Er hieß Jean-Baptiste Grenouille, und wenn sein Name im Gegensatz zu den Namen anderer genialer Scheusale, wie etwa de Sades, Saint-Justs, Fouchés, Bonapartes usw., heute in Vergessenheit geraten ist, so sicher nicht deshalb, weil Grenouille diesen berühmteren Finstermännern an Selbstüberhebung, Menschenverachtung, Immoralität, kurz an Gottlosigkeit nachgestanden hätte, sondern weil sich sein Genie und sein einziger Ehrgeiz auf ein Gebiet beschränkte, welches in der Geschichte keine Spuren hinterläßt: auf das flüchtige Reich der Gerüche.

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  • And our schools look like prisons
    And our prisons look like malls
    And downtown’s just a sick parade
    Where no-one cares at all

    A Silver Mt. Zion - horses in the sky

    Ich weiß nicht, wie es mit Ihnen steht. Aber ich kenne genügend Ecken in meiner Umgebung, die von den meisten Leuten entweder gänzlich gemieden oder besonders schnell passiert werden. Sie wahrscheinlich auch. Es sind entweder Orte, die aufgrund früherer Geschehnisse einen sonderbaren Ruf bekommen haben, oder solche, an denen man Menschen begegnen würde, mit denen man lieber nichts zu tun haben möchte.

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WILLKOMMEN!

Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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