Monatsarchiv Oktober
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“Ich erwarte nichts mehr. Ich habe ein Leben gehabt. Nicht mehr und nicht weniger. Ich blicke zurück und sehe, dass ich nicht nur ein Leben hatte, sondern sogar gelebt habe. Ich finde, dass dies genau das ist, was ich von allem erwarten kann.”
Der alte Mann
* In Anlehnung an PostSecret: Sunday Secrets
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Was einem an verwertbaren Gedanken durch den Schlaf genommen wird ist unglaublich. Vorallendingen wie töricht man ist, zu glauben, man würde sie über die Nacht hinweg behalten können. Aber man muss dem Schlaf zu Gute halten, dass er seine Aufgabe bravourös erledigt. Er löscht aus, mit aller Kraft und ohne jede Rücksicht. So denken zu können, man wäre sicher um Einiges weiter.
Lösungsphilosophie: Manchmal habe ich das Gefühl, dass das einzige Ziel, der einzige Zweck vieler der so genannter Gegenwartsphilosophen darin besteht, sich Lösungen auszudenken für Probleme, die sie nicht einmal zu spüren gelernt haben. Sie schimpfen sich Kind von diesem und jenem, entbehren aber jeder Nachvollziehbarkeit, wenn es an ihre Wurzeln geht. Ausnutzend und retterisch, sich am eigenen Selbstverrat labend, den Vertrauensbruch gegenüber denen, die weniger Skeptiker waren, blind genießend. Und dafür gelobt werdend.
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Bitte zuerst mit Teil I beginnen.
Mein Döner schmeckte total beschissen.
»Der schmeckt doch beschissen.« stimmte T zu und warf einen Rest Fladenbrot auf die vor uns ausgebreitete Alufolie. Als wollte er mir nochmals vor Augen führen, dass er es ja gleich gesagt hatte. Aber ich ließ mir nichts anmerken. Natürlich war es keine gute Idee, um zehn Uhr morgens Döner holen zu gehen. Und natürlich wusste ich, dass ich lauwarmen, halb rohen, stumpf abgehackten Dreck zu essen bekommen würde. Dafür aber beruhigte es meinen Magen, der eine halbe Stunde zuvor noch die Römischen Elegien geknurrt hatte. Gut gegessen ist halt gewonnen, dachte ich. Man bekommt diesen ganzen Kram nicht mehr aus dem Kopf, wenn man ihn jahrelang vorgekaut bekommen hat. Essen hebt die Moral, ohne Schnitzel kein Scharmützel.
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Der Zeitplan für das Bauvorhaben direkt vor meiner Wohnungstür war sowieso im Eimer. Aber außer mich und ein paar genervten Nachbarn, deren Schwerhörigkeit noch nicht dahingehend ausreichte, zwei gleichzeitig ratternde Presslufthämmer überhören zu können, störte das in unserem Aufgang niemanden. Ausgerechnet an den Wochenenden versuchten die Bauarbeiter nun die bisher aufgeschobenen Arbeiten nachzuholen.
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Und am Montagmorgen diese stille übereinkunft, von der nur das kleine Lächeln und die roten Augen zeigten, noch vierundzwanzig Stunden zuvor ausgebrannt am Ende der eigenen kleinen Welt gelegen zu haben. Gelacht zu haben.
Dann, wenn sie immer “Ruhe!” schreien musste, obwohl niemand etwas gesagt hatte. Dein Fuss wippte im Takt. We’re strong enough to be sick of it!kursiver Textausschnit und überschrift aus Against me! - Jordan’s first choice












