Monatsarchiv November

  • [...] denn schöner beginnen, als im Halbdunkeln schon eine milchige Masse, versetzt mit Brocken von Weissbrot ein, zwei Meter weit vor Füße gekotzt zu bekommen.

  • Wir waren besonders früh aufgestanden und hatten die Kneipenbesitzer noch vor dem morgendlichen Schließen erwischt. Coffee to go oder wie das heißt kannte man damals noch nicht. Ich musste ziemlich viel löhnen dafür, dass wir die Tassen mitnehmen und uns rechtzeitig in Richtung des Hafens aufmachen konnten.

    Der Hafen war der einzige Punkt in der kleinen Stadt, der schon längst in vollem Betrieb war. überall legten gerade die Fischerkähne ab und schaukelten ins Halbdunkel hinaus. Graubärtige Alte nebst ihren jungen Gehilfen schauten uns fragend an, als sie langsam ausliefen. Trotz der Bartstoppeln und dem rauen Tweetrock passten wir nicht recht hierher.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Wikipedia: Leo Tolstoi

    Er soll nicht vergessen werden, auch wenn sein Todestag schon ein paar Tage zurück liegt. Am 20.11.1910 starb Lew Nikolajewitsch Tolstoi, besser bekannt als Leo Tolstoi.
    In eine Zeit geboren, in der man vor öffentlicher Einteilung der Gesellschaft noch weniger zurückschreckte als heute, gab er der Welt eine Reihe großartiger, wenn auch sehr schwerer Romane und Geschichten. Ich wüsste nicht, womit man die Lücke füllen würde, die ein Entbehren der russischen Literatur mit sich brächte. Allein die Anstrengung, monumentale, historische Romane zu schreiben, scheint mittlerweile fast völlig ausgestorben. Was Tolstoi so besonders macht, ist seine zutiefst humanistische Ader, die ihn zuerst zu einer großen Hinwendung zu den untersten Schichten seines Land und in seinen späteren Jahre sogar soweit bringt, sich gegen sich selbst zu wenden.

    Wikipedia: Aldous Huxley

    Ebensowenig soll dieser Herr vergessen werden. Aldous Huxley, gestorben am 22.11.1963.
    Einer der klassischen Schriftsteller, die das Leben der Beat-Autoren schon in einer Generation zuvor vorgelebt haben. Einer der Menschen, die ihren Weg konsequent und früh gegangen sind. Wahrscheinlich am bekanntesten für seine Schöne neue Welt, jene Dystopie, die neben Orwells 1984 und Bradburys Fahrenheit 451 wohl zu den geschätztesten Dystopien gehört.

    Gleichsam ist er sicher für die Pforten der Wahrnehmung und andere Bücher, vorallendingen aber für seine Drogenexperimente weit zu wenig beachtet.
    Lassen wir es dabei bewenden und schwören uns, neben der Schönen neuen Welt auch immer das Eiland zu lesen.

  • Zuschauer. Wir sind Zuschauer, die wegschalten. Und mittendrin gibt es immer wieder Einige, die sich all das zunutze zu machen wissen. Aber wir sehen es nicht.

    Die uns gegebene Zeit steht leer vor uns. Und wir können sie füllen, wenn wir nur wollen. Wir können sie mit allem füllen, was wir wollen. Niemand kann uns etwas vorschreiben. Aber mit einer Hand streichen wir immer an dieser Mauer aus Sozialisation und gewohnter Norm entlang. Und jedes Mal, wenn wir glauben den Halt zu verlieren, an ein Ende zu kommen, war es nur der Gewohnheit gewordene Druck von außen, der langsam auch nach innen übergeht. Unser Leben, eine Suche nach der ruhebringenden Lücke.

    Morgen.

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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