Monatsarchiv Januar

  • Vom Mixer die Finger verdreht bekommen wie die Adern eines glänzenden Butterzopfes.

    Wir wollten es ja schon irgendwie glauben, als uns der zerzauste, alte Mann am Bahnhof erst um eine Lunte bat und dann vom Einstürzen des Bankenviertels um viertel drei erzählte.
    Manch einer hatte extra früher Schluss gemacht. Aber alles blieb standhaft. Morgen erstmal zur Rede stellen den Kerl.

    Die Meridiane wandern. Natürlich. Und nach zig Jahren merkst du, dass du schon auf der anderen Seite der Erde angekommen bist. Oder dein gegenüber.

  • 15:30 Uhr:

    Na mal gucken …

    Nicht wundern jetzt.

    Hoffentlich geht alles glatt.

    Es könnte zu kleineren Turbulenzen in den Passagierräumen kommen.

    18:00 Uhr:

    Ging alles soweit ganz gut. Ein paar kleinere Probleme mit Sayfa Sayac - PostReadCounter (de), dass sich aber durch die freundliche Hilfe von Frank Bueltge schnell lösen ließ. Auch spinnt die neue Version des TinyMCE (das ist dieser Klickbunti-Editor) ein wenig, aber nachdem ich es ein paar mal neu hochgeladen und letztendlich durch die Entwicklerversion ersetzt hatte, ging alles wie es sollte.

    Ich kann also somit sagen, dass alle Module/Plugins wie gewohnt funktionieren. Mit einer Ausnahme natürlich, falls schon jemand die hübsche Seite 999999 in der Navigationsleiste ganz unten bemerkt hat. Aber das wird auch noch irgendwie.

    Ansonsten, ja, viel Gewese, im Endeffekt ist doch nichts kaputt gegangen, keine unmenschliches änderungen mussten gemacht werden, aber - was mich wirklich ein bisschen stört - das Shuttle ist immer noch nicht dabei.

    Dann kann ja somit alles gewohnt weiterfließen. Danke für die Aufmerksamkeit.

    19:15 Uhr:

    Ach ja, veröffentlichen muss man immer noch.

    Nachtrag 20:30 Uhr:

    Dass die Datenbankverbindungen beim Laden der Seite von gut 70 auf 42 zurückgegangen sind finde ich sehr schön.

    21:45 Uhr:

    Für Pagebar gab es schon längst eine Aktualisierung, um mit Wordpress 2.1 klar zu kommen. Jetzt läuft es wirklich wieder vollends. Die XML-Exportfunktion aller Beiträge ist wirklich sehr gut. Auch die neue Version der Google-Sitemaps ist klasse. Sowieso eines der besten Module/Plugins überhaupt.

  • “Na Moritz, alles klar?”, fragte ich den Rothaarigen, der immer nur an den Wänden der Räume entlang ging und den sie immer wieder wegen des Vorfalls mit der Litfaßsäule aufzogen. Er war um Einiges älter als ich und das Einzige, worum er sich wirklich sorgte war sein Dreitagebart. Und trotzdem waren unsere Rollen verdreht. Es fühlte sich gerade deswegen so ungewohnt an, plötzlich Erwachsene zu bemuttern, die es gar nicht merken.

    “Nein, nein! Ich heiße jetzt anders!”, rief er aufgeregt und winkte aufgeregt mit seinen knochigen Fingern ab.

    “Wie denn?”, fragte ich und drückte ihm nebenbei einen Besen in die Hand. Er hatte sich vollauf begeistert für die Arbeit auf dem Bauernhof verpflichtet und verbrachte seither seine Vormittage damit, im Stall um die Buchten der Kühe zu achtern, wie es Daniel, der liebenswürdige Mongoloide immer nannte.

    “Nein, ich heiße jetzt Morritz.” Er bemühte sich, so amerikanisch wie die Typen zu klingen, die er aus der Malborowerbung kannte. “Weil meine Verwandten aus Amerika sind.”, erklärte er und wedelte mit seinen knochigen Fingern vor seinem Gesicht herum.

    “Ich dachte du kommst aus Itzehoe. Deine Eltern waren doch erst letztens hier!”, sagte ich und musste lachen.

    “Itzehoe, das kenn ich!”, bläkte Malte, der Zivi, vom anderen Ende der Buchte, “Ich sach dir, im Norden kriegst du viel häufiger Sackratten!” Irgendwann begann man die Schreierei, gepaart mit den vielen Sinnlosigkeiten, zu lieben. Oder man war bald wieder weg.

    “Ach, halt doch die Fresse.”, raunte das Malboroimitat Morritz und schlug mit der flachen Hand nach meinem Arm. Seit Tagen lief er nur noch im gelben Regenponcho umher, obwohl wir es Mitte Juli hatten. “Und der dumme Zivi auch!”

    “Schieb doch wenigstens mal die Mistkarre mal raus.”, bat ich und drückte ihn sachte in die Richtung der Tore.

    “Ja, man!”, brüllte er und zerrte mich bis an dieWand, von der aus er alleine weitergehen konnte.

    “Oder ich nehm dir deine Nase weg.”, rief ich.

    “Alter, Kacke! Nicht die Nase!”, schrie er und rannte wie gestochen nach draußen, “Ohne Nase sehe ich immer so verdammt scheisse aus. Und der Daniel nimmt die auch immer weg, der blöde Wichser der.”

  • Der gute Max hat ja schon festgestellt, dass Adhesive Wordpress 2.1 nicht so gern hat, obwohl es, zumindest habe ich das so in Erinnerung, in der Kompatibilitätsliste mit aufgeführt war.

    Komischerweise funktioniert hier Adhesive immer noch ohne Probleme. Hat die Liste also doch nicht gelogen.

    Nun, das ist schon nicht schön, aber mir fiel mittlerweile ein noch unschöneres Problemchen auf, das sogar so weit führte, dass mir eben mal kurz der Dialog mit Malboro-Morritz gelöscht wurde. Zum Glück gibt es ja ordentliche Sicherungen und Kopien der Texte, soweit also kein Problem.

    Warum es überhaupt dazu kam:

    Ich habe testweise einen Beitrag kommentiert, um zu sehen, ob die Kommentarfunktion noch läuft. Das klappte ganz gut. Auch das Löschen des Kommentars klappte reibungslos. Nur änderte sie die angezeigte Kommentarzahl des Beitrags nicht mehr, sie blieb also unverändert bei 1 stehen.

    Also habe ich mal die Administration durchforstet und kam beim Menüpunkt Kommentare an. Dort wurde auch mein Kommentar, von dem ich eigentlich überzeugt war, dass ich ihn gelöscht hatte, noch angezeigt. Dort auf Löschen zu klicken erwies sich aber leider als Fehler, denn nicht der Kommentar verschwand, sondern der ganze Beitrag.

    Wie gesagt, gut, dass man Rücklagen hat. Nun heißt es also warten auf eine Wordpress-Aktualisierung, die all die kleinen Ungereimtheiten - ich wette es gibt noch viele viele mehr - beseitigt. Man kann es nun einfach nicht perfekt machen. Was soll’s.

  • Die Zeit der Selbstfindung ist keine verschwendete, sondern eine, die man den meisten Anderen voraus hat. Vorallendingen wird die Feststellung, dass man auf dem für sich falschen Weg war, umso bitterer, je länger man ihn gegangen ist.

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling, Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz und Teil des Team Totale Zerstörung, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute:
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