Monatsarchiv Februar

  • Wenn du denkst, schlimmer geht’s nicht mehr, kommt von irgendwo Herr Schäuble her.

  • Wir sehen uns gezwungen, das momenthaft Gute oder gar das Irrationale an uns zu binden, um etwas so Komplexem wie Glück überhaupt nahe kommen zu können. Denn, geben wir uns erst einmal der Launigkeit des Tages hin, ist alles nur allzu schnell überschattet von der oft so bitter schmeckenden, schwammigen Wirklichkeit.

  • Crash

    It’s the sense of touch.
    Any real city,
    you walk.
    You know?
    You brush by people,
    they bump into you.
    In L.A. nobody touches you.
    We’re always behind this metal and glass.
    It’s the sense of touch.
    I think we miss that touch so much
    that we crash into each other
    just so we can feel something.

    Es ist seltsam, die Interpretation eines Filmes gleich zu Beginn von einer der Figuren erzählt zu bekommen. Man könnte meinen, nichts mehr über Crash von Paul Haggis sagen zu müssen. Nicht, weil der Film schlecht ist, nein, ganz im Gegenteil, weil der Film sich selbst zum abstractum erhebt und gekonnt mit dem Hauch von Ironie spielt, die eigenen Figuren über den Handlungsverlauf selbst reflektieren zu lassen. Crash, dem Episodenfilm aus dem Jahre 2004, wohnt eine noch stärkere Kraft inne, als sie Magnolia 1999 mit in die Kinos brachte.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Eigentlich dürfte man sich nicht von blinden, matt geschliffenen Tagen aufsaugen lassen, ohne auf die Beschwerlichkeit der folgenden Stunden gefasst zu sein. Das Hinaufsteigen der kalten Sonnenstrahlen kommt immer gleichsam mit deren Verschwinden. Und zurück muss man fallen.

    Was uns in den Städten hält, ist die beruhigende Gewissheit, immer vor Augen haben zu können, doch nicht allein zu verfallen. Aufs Land zieht uns nur die Säure dieser Gewissheit, fast schon die Hoffnung, es möge nicht so sein.

  • Flickr: Thomas Hawk: Photoblogger
    Foto von Thomas Hawk

    Im Sport: Überleben heißt Wachsamkeit.

    Im Film: «[...] inability to cope with the forces in the world that he perceives to be threatening [...]» (Lillian Thurman in Donnie Darko)

    In der Philosophie: Misstrauen gegenüber der eigenen Wahrnehmung ob der Nicht-Feststellbarkeit von Realität.

    In der Musik: «[...] I watch from the other side. [...]» (Powderfinger: My Kind Of Scene)

    In der Malerei: «Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes. (Salvador Dalí)

    In der Literatur: Das ist ja höchst kafkaesk!

    In der Politik: Sicherheit.

    Im Idealismus: Freiheit.

    In der Psychologie: Paranoia.

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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