Monatsarchiv September

  • Wieder
    da zu sein und da zu bleiben.

    Vorneweg,
    rauf runter,
    hoch und hoch hinaus.

    Mit dem
    Kopf gegen die Wand
    in sie hinein
    und wieder mit aller Kraft heraus.

    Alles zerfetzen
    und auf
    verbrannter Erde Paläste errichten.
    Darin leben,
    lieben,
    leben lieben lassen lenken.

    Kein kalter, dunkler Ort.

    Aufzusteigen, auferstehen.

    Bist du
    ganz unten
    schmeckt jede Stufe
    nach oben
    nur noch süßer.

    Zwischen Porzellanbeck‘saugen
    aufgerissen,
    verdreht vom schönen Taumel,
    blaublauer Wintermorgenrückkehr,
    weißen Zähnen,
    diesem Lächeln,
    deinem Haltmichhaltmichfestgesicht,
    all den bunten Glücksgedanken -
    es wird gut.
    Und es macht Spaß.

    Dich an meiner Hand zu spüren.

    Lebensballett.

    Anzukommen, endlich da zu sein.

  • Fabo, der sein Leben lang von Problem zu Problem stolpert, tut nach einem Streit mit seiner Freundin genau das, was sie ihm vorschlägt und springt aus dem Fenster seiner Wohnung. Er fällt, landet hart auf dem Auto der hübschen Tami und somit zugleich in seiner Erlösung. Denn als sich beide ineinander verlieben, scheint Fabos kaputtes Dasein endlich seine gesuchte Ordnung zu finden. Er schmiedet Pläne, will endlich alles richtig machen und die Kurve in ein gediegeneres Leben kriegen.

    In einer Nacht, da sich die beiden, deren Glück nicht größer sein könnte, in einem Steinbruch verloben, passiert dann das denkbar Schlimmste. Tami stürzt einen Abhang hinab und wird schwer verletzt. Nach einiger Zeit im Koma, erholt und aller Wunden entledigt, erwacht sie schließlich wieder. Nur hat sie alle Erinnungen der letzten 15 Jahre vollständig verloren und kann mit ihren früheren Freunden überhaupt nichts mehr anfangen.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Ich hätte zwar nicht gedacht, dass das Update so reibungslos funktioniert, aber lasse mich ja gern mal überraschen. Wordpress 2.3 läuft somit, wenn auch noch nicht vollständig und auch ein wenig gezügelt.

    Zum Einen ist ab heut Il Filosofos Plugin “Tinfoil Hat” im Einsatz, um ein paar Querelen zu verhindern, die sich Wordpress neuerdings selbst gönnt, nachzulesen beim Herrn Nachtwächter.

    Zum Anderen ist der nächste Schritt das Importieren der alten Tags. Also, anschnallen!

    Nachtrag I: Die wordpressinterne Tagfunktion werde ich vorerst außen vor lassen, da sie noch lange nicht an Funktionalität und Komfort des Plugins Simple Tagging heran reicht. Sonst sollte alles wie gewohnt funktionieren.

  • Sieht ziemlich unglaubwürdig aus, wenn man den fünfhundersten Beitrag gedanklich gar nicht registriert und dann versucht, nochmal darauf aufmerksam zu machen, oder?

    Warum dann trotzdem? Fünfhundertzwei ist größer.

  • Momente, dahinzugehen, wie das Abendrot. Godspeed You! Black Emperor. Das Reißen der Geigen an der Seelenruhe, die ohnehin schon seit jeher nur ein allzu dünner und fest gespannter Faden ist. Alles, was dieses Rasen beschreibt, das unendliche Treiben, sich davonzustehlen und nur das Beste zurückzulassen, währenddessen man vollkommen einfriert.

    Getrieben vom Schlagzeug, den immerfort vibrierenden Snare drums, so wie es eben auch immer weitergehen wird. Mit der perfekten Vorahnung und der marternden Gewissheit ob des Vergangenen, den immer gleichen Weg zu gehen. Ihn vielleicht nur nicht allein zu beschreiten und dem Ganzen so etwas Licht abringen zu können.

    Wie der Schrecken Einzug ins Gesicht seiner Freundin hielt, als er ihr heimlich steckte, des Öfteren beim Autofahren vom Verlangen gepackt zu werden.
    „Und jetzt die Kurve einfach mal nicht nehmen!“
    All die kleinen Schatten. Längst überkommen. Wie alle lachten.

    Mit durchgedrücktem Rückrat den Abend bestreiten wie eine Vogelscheuche, aufrecht und doch längst schon wieder gebeugt. Wenn der Tag mit einer Sekunde zu Ende ist. Ein Schuss durch die Nacht und um die Welt zu sein, von allen erhöhrt. Bis sich die Füße wohlig wärmen und alles eine neue Färbung erhält. Mit einem Mal vermisst man sie alle. Du bist wieder da.

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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