Monatsarchiv September

  • Ständig informiert zu bleiben über das Tagesgeschehen, die neuen Toten, den stetigen Abbau und Verfall, sowie die kollabierte Ideenwelt vieler Herrschender, ist der neue, besonders bittere Masochismus dieser Epoche. Der Übergang von der Antike zum Mittelalter muss das Ansteigen der Zahl Wahnsinniger geradezu erzwungen haben.

    #

    Diese Politik sucht nicht länger nach Lösungen. Werbepolitik. Was zählt, ist blinder Aktionismus.

  • Manchen Abends möchte man einfach nur dasitzen und ihm zusehen.

    Wie es kommt.

    Wie es sich zu einem setzt.

    Wie es einen anstarrt.

    Wie es starrt.

    Und den ganzen Abend nur noch “Es starrt.” schreiben.

    Nicht verschwindet bis zum nächsten Morgen.

  • “Und ist dieses Erfinden, Literarisieren, um es mal nett zu sagen, für Euch vertretbar?”

    # Wenn Salvador Dalí die Welt gemalt hätte, wie er sie tagtäglich mit seinen eigenen Augen sah, so müsste er der bekannteste Schizophrene aller Zeiten gewesen sein.

    # Wenn wir uns immer darauf beschränken würden, nur das aufzuschreiben, was wir wirklich erlebt haben, nichts verdrehen, weglassen oder hervorheben würden, gäbe es vielleicht eine Menge guter und schlechter Tagebücher, aber kaum Literarisches.

    # Wenn Authentizität das entscheidende Kriterium zur Bewertung von Blogs wäre und Originalität sich dieser unterordnen müsste, wäre die ganze Sache sicher oft genug einfach viel langweiliger.

    (Erinnert mich an Toni Mahonis Fünf-Prozent-Klausel.)

  • Wenn es zuschlägt, dann richtig. Die Wirklichkeit macht niemals halbe Sachen. Wenn sie sich zeigt, dann von oben bis unten. Wenn sie schießt, dann nur volle Breitseiten.

    Urlaub. Urlaub von mir selbst. Ich packe meine Sachen und verschwinde. Ich muss so schnell gehen, dass ich mir selbst nicht folgen kann. Ich setze mich in die Bahn zum Hauptbahnhof, von wo aus ich weitersehen will, wohin es gehen soll.
    In meine Heimatstadt, entscheide ich unter den riesigen Anzeigetafeln. Bis dorthin reicht das Kleingeld. Bis zum Geldautomaten reicht der Elan nicht.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

1 2 3 4 5

WILLKOMMEN!

Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

Überall / Auftritte

letztens / neuste Einträge

damals / vor Jahren

begehrt / beliebteste Einträge

Ausgrabung / zufällige Einträge

Kondolenz / letzte Kommentare