Monatsarchiv Oktober
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Aufhören, sich zu entschuldigen. Weit mehr Schuss durch die Stille sein. Einschneidend. Sein und Erlebnis. Mit jedem Meter vorwärts leichter gleiten. Nur eine Frage der Zeit. Irgendwann. Ziele erreichen. Beständig und nicht gehetzt.
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Auf dem Fahrrad ist die Welt so unwirklich. Oder gerade doch wirklich. Wenn man von der eigenen Irrationalität ab könnte, die zwischen Augen und Hirn brennende Barrikaden errichtet hat. Flammend wissenschaftstheoretische Fahnen schwingt.
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Kleine Jungen, als Atomreaktoren verkleidet. Mit Flaggen auf den Köpfen. Der Weg zurück. Geschichte ist heute. Beschießen sich mit Interkontinentalraketen. Peacekeeper. Motherfucker.
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Wie weit man abtreibt von alledem, was wirklich heißt, spielt gar keine große Rolle, so lang man immer wieder zurück findet, auf den vorgezeichneten Pfad. Den alle gehen. Der Eine ein bisschen dort hinüber, die Andere gar nicht. Aber ebenengleich.
Wenn man nicht wieder zurückfindet, oder es einen immer wieder hinwegreißt. Weit, weit hinaus. Ohne Licht und Schatten, nur weg. Wo nichts ist und niemand vorher war.
Wirklich, dann weiß man wirklich, wie unwirklich dieses wirklich in Wirklichkeit ist.
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“Nur Kaputte!”, sagten sie und man selbst sagte sich: “Ja, genau das ist es. Das wird es sein müssen. Denn mehr ist nicht da.” Guten-Abend-Sagen um halb fünf Uhr morgens. Sich wundern über das erwiderte Guten-Morgen.
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Ganz heimlich gesteht man sich die Transformation zu, wobei man sie gleichzeitig noch zu ignorieren versucht, nicht glauben will, längst auch schon ein Kaputter zu sein, der mit Farben bekleckert und zerfahrenen Haaren noch kurz vor Ladenschluss die letzten Einkäufe erledigen will. Der Versuch, Altes und Neues in Einklang zu bringen, endet wie ein Frontalaufprall mit diesem schönen Schockzustand. Weit ab.
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Mit einer Hand am Abzug des Lebens bleibt es anstrengend - jetzt rüberziehen! Und nur die erste Zigarette am Morgen, in der Kälte eines dunkel verhangenen Tages, wäscht in bauchigen Böhen all die Schleier von den Augen. Aufs Fensterbrett gelehnt verfällt das Jahr, die Furchen werden tiefer.
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Indoor-Kinderspielplätze mit 2 Euro Eintritt. Kaputte Kinder hangeln sich an Indoor-Stahlstangen über Indoor-Plastiksand. Verschluckbare Kleinteile, wohin man schaut. Kaputte Eltern lesen Super Illu nebenan auf Indoor-Plastkholzimitatbänken. Ökonomisch potentes Nicht-Weinen. Aber überall latentes Trauern.
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Aufhören, etwas zu versprechen. Die Leere im eigenen Schädel beschreiben:
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Neulich war es wieder einmal so weit. Wir saßen in einer Kneipe, tranken Bier und als die ersten drei Flascheninhalte bereits fröhlich in unseren Rümpfen randalierten, wurden die Diskussionen auch schon heftiger. Die Mathematiker bestehen auf ihrem q.e.d. und möchten am liebsten jeden Satz unter Zuhilfenahme der Logik untersuchen, für die Philosophen kann es nicht abstrakt und feuchtfröhlich genug sein und ja, wir PoWis werden mit Fragen gelöchert, wie zum Beispiel:
«Sag mal, der Präsident des Sudans, wie hieß der doch gleich?»
«Präsident des Sudans? Woher soll ich das wissen? Heiße ich Brockhaus oder Wikipedia? Bin ich zwischen Buchdeckeln eingeklemmt?»
«Du studierst doch PoWi, das musst du doch wissen!»Stopp. Halt. Ein für allemal. Jetzt. Aufgepasst:
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Vier Stunden Straßenbahn fahren, weil es draußen einfach zu kalt ist, dafür aber auf dem Boden eine Wiese und an der Decke ein blauer Himmel gemalt sind, die über den trüben Nachmittag hinweg täuschen. Beim Aussteigen dunkel.











