Monatsarchiv November

  • 1. Etwas zum Nachdenken: Schäuble geht gar nicht.

    2. Da wir keine YouTube-Player einbinden wollen: Marc-Uwe Kling - Wer hat uns verraten?

    3. Danke für das ad-absurdum-Führen der Legislative. Ich zähle von nun an nur noch auf die Judikative.

  • Politik und Vertrauen: beide hinterlassen tiefe Schneisen
    wo immer sie wandern, worüber auch immer sie kreisen.

    Einzig die Politik hat das Bundesverfassungsgericht -
    ihr wieder auszutreiben, was sie fälschlich verbricht.

    Vertrauen hingegen soll endlich sein. Weit und breit
    ist nichts, was es stoppt. Und nur langsam heilt die Zeit.

     

    #

     

    “Bitte um Ihre Einsätze.”

    Klick, klack.

    “Nichts geht mehr.”

    Zwischen Nicht-Müssen, Nicht-Dürfen und Nicht-Wollen.

    Wenn die Kugeln einmal rollen
    ist alles verloren, oder gewonnen.

    Los, loslaufen. Vortwärts. Ohne Ziel. Nur vowärts. Und bloß nicht ankommen.

  • Mittwochs ist Bergfest.

    Das Gros der arbeitenden Bevölkerung hat mehr als die Hälfte der Werktage hinter sich. Was folgt, ist der Donnerstag. Und da denkt man die ganze Zeit über: «Na, dem Himmel sei dank, morgen ist endlich Freitag!». Der Freitag selbst, als der bekanntlich allerleichteste Tag, ist dann nur noch bloße Makulatur. Man übersteht ihn irgendwie, es fällt alles etwas leichter, man lässt den Chef vor sich hin brabbeln, schließlich steht das erlösende Wochenende vor der Tür.

    Ab Mittwoch, der größten Hürde des lohnarbeitenden Zyklus’ also, werden die Leute immer leichtsinnig!

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Mittwochs ist Bergfest.

    Mehr als die Hälfte der Arbeitswoche ist für den Großteil der Leute vorbei. Morgen ist schon Donnerstag. Und da denkt man den ganzen Tag: “Na, dem Himmel sei dank, morgen ist endlich Freitag!”. Der Freitag selbst, als der allerleichteste aller Tage, ist dann nur noch bloße Makulatur.

    Am Mittwoch also, da werden die Leute leichtsinnig.

    Rennen, ohne nach links oder rechts zu schauen über die Straße, weil drüben die hübsche Rothaarige winkt und werden fast von der Straßenbahn überrollt, die nur durch eine Notbremsung zum Stehen kommt. Drinnen fallen die Fahrgäste aufeinander. Ein junger Mann und eine nette Dame kommen sich näher. Bald steigen sie gemeinsam aus.

    Alte Leute frieren an der Haltestelle. Sie können es kaum abwarten, bis ihre Bahn einfährt. Darum strecken sie immerfort den Kopf nach vorn und starren in die entgegengesetzte Fahrtrichtung. Irgendwann kommt die Bahn tatsächlich. Und irgendwann müssen sich bis dahin auch die Halswirbel der alten Leute verschoben haben, die ihr Genick spannen. Sie knallen mit dem Kopf gegen die einfahrende Bahn, noch ehe sie ihren Hals wieder eingeränkt und den ungeduldigen Schädel weggezogen haben. Ein Krankenwagen kommt.

    Kleine Jungen outen sich bei der Heimfahrt von der Schule als No-Angels-Veteranen, Tokio-Hotel-Vertraute und seit kurzem auch Lafée-Anhänger. “Alter! Ich bin sogar drei Fans!” Die Freunde nicken anerkennend. Kleine Jungen, die so dick sind, dass man wirklich glauben könnte, sie seien drei in einem.

    Große Jungen outen sich bei der Heimfahrt von der Schule als Vollidioten. Reden, als würde ihnen die Krankenkasse keinen Besuch beim Logopäden finanzieren wollen. Ziehen sich an, als wären sie früher auch drei in einem gewesen. Fassen sich ständig in den Schritt und packen sich beim Aussteigen derart auf die Fresse, dass es wie Breakdance aussieht. Brechen tun sie sich jedoch nur den Oberschenkelhals.

    Komische Leute sitzen auf dem Deppeneinzelplatz direkt an der Tür. Weil es so langweilig ist und das Bier an diesem Morgen schon wieder so gut geschmeckt hat, klimpern sich aufgeregt mit den geleerten Überbleibseln und singen dazu lautstark “Das Mädchen von Seite 1″.

    Mittwochs trifft sich die ganze Faszination der Nachtbusse schon am Nachmittag in der Bahn.

  • Ich erinnere mich noch gut an diesen einen, mein Leben sondergleichen beeinflussenden, mein Bild von bemitleidenswerten Zuständen vollends revidierenden, tiefe Risse im ohnehin kargen Selbstbewusstsein zurück lassenden, tragischen Tag. Jener Tag, an dem mir der beblaumannte Hausmeister mit hämischen Grinsen im tief gefurchten Henkersgesicht die Schlüssel zu meinem Zimmer im Studentenwohnheim überreichte.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

1 2 3 4

WILLKOMMEN!

Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

Überall / Auftritte

letztens / neuste Einträge

damals / vor Jahren

begehrt / beliebteste Einträge

Ausgrabung / zufällige Einträge

Kondolenz / letzte Kommentare