Monatsarchiv April

  • (erweitert um ein gutes Ende)

    Es ist überall der gleiche Trott, in Leipzig, Berlin, ganz Deutschland, der Welt und wahrscheinlich überall. Verbrechen, Leid, Terror, Kinderarbeit, Volkswagen und CDU.
    Aber als ob das nicht reichen würde, geht es jedes Jahr aufs Neue wieder los, alles wiederholt sich und bringt das ewig gleiche Schema von grün behangenen Bäumen, bunten Blüten, morgens eher, abends länger hell … es wird Frühling.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Unter den Kameras am Bahnhof über innere Sicherheit debattieren.

    Nachts chic Burger essen gehen.

    Im Kino Nachos durch die Reihen reichen.

    Von Barkeepern nach Texten gefragt werden,
    aber nur ein Blog nennen können.

    Mittags schnell mal zur Apotheke rennen.

    Auf dem Augustusplatz Hochsprungwettbewerbe gewinnen.

    Rückwärts auf einem Bein über Pfützen springen,
    dabei hinfallen und nass werden.

    Vorm Morrisson’s nicht von Gesetzeshütern kontrolliert werden.

    Auf dem Fockeberg Sonnenaufgänge anschauen.

    In Sommerfeld Sommer und Felder suchen.

    Nach Wahren fahren.

    Und nach Knautkleeberg.

    Beides skurril finden.

    Die Buchmesse erst recht.

    Und die Gieszer16 überhaupt nicht finden.

    Verdunstenden Regen auf der Karli einatmen.

    Sich dabei Frühling fühlen.

    Und die immer wiederkehrende Traurigkeit streicheln.

    Nachts am Fenster Flugzeuge sehen,
    sie aber für UFOs halten.

    Wolken wegpusten, Sterne angucken.

    Mit dem Fahrrad durch Straßenbahnschienen rutschen.

    Da sein.

    Da bleiben.

  • Zwischen all der Ruhelosigkeit immer ein Wunsch nach Ruhe.
    Im Unsteten immer ein wohlig warmes Gefühl ob des Stetigen.
    Dem Chic des Ausgefallen das Spießbürgerliche entgegen setzen.
    Und beides brauchen.

  • anfänger
    anfänger
    anfänger
    sagen sie
    immerzu
    wenn du zweifelst

    diese globalisierte welt
    mit prioritätspisse
    mit berufsblödsinn
    mit mobilitätsmist
    mit corporatekacke
    mit skillsscheiße
    mit abilityarschlecken
    und glücksgegnern

    und die stadt verliert
    eine ihrer säulen
    die tage werden spröde oder
    nur ich

    und falsch steigt die Sonne
    in den himmel
    während es dunkel bleibt
    in mir

    und wie sollte man tun
    wenn alles wegbricht
    als sich einzulassen oder
    einfach abzuwarten

    und wie nicht ängstlich sein
    wenn es so gut ist
    dass es wie geträumt ist
    nur echt

    und du kommst zurück
    wie der frühling
    hast ihn im gepäck oder
    er dich

    ja
    ja
    ja
    es drauf ankommen lassen
    trotz angst
    gerade deshalb

  • Nun, gestern war es dann auch so weit: das zweijährige Bestehen von Neunzehnhundert.org war gekommen und eigentlich so unbedeutend, dass ich es gleich einmal verpasst habe. Nichtsdestotrotz fand ich es dann aber doch erwähnenswert.

    Danke an dieser Stelle an alle Leser, Bots und Kommentierenden. Ich wünsche weiterhin viel Spaß hier.

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WILLKOMMEN!

Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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