The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Heute wird es nicht viele Einträge in den Blogs geben, denn es werden Themen für ganz besonders beschauliche Einträge gesammelt. Da trifft es sich gut, wenn am Vortag schon Beiträge zum allseits beliebten Thema Saufen in Hülle und Fülle existieren.

    Denn heute wird beharrlich auf das Fahrrad verzichtet, allenfalls wird es benutzt, um bis zur nächsten Kneipe an der Ecke zu kommen, um dort den vorangegangenen Teil des Jahres mit möglichst viel Alkohol zu ertränken. Hätte es doch wenigstens einen Stil, aber nein. Und ganz davon ab sind es längst nicht mehr ausschließlich die Männer, die sich in 24 Stunden an nichts der vorherigen 24 Stunden erinnern können. Beachtlich, denn man kann es ja auch aus einer anderen Perspektive sehen. Ohne Sinn zu leben ist eine Kunst, ohne Sinn zu handeln der Effekt. Doch die Philosophie beschränkt sich heute allenfalls auf Gespräche über den Promillegehalt des Stroh 80, des nicht vorhandenen Kirschlikörs, der deshalb vom Rum ersetzt werden muss. Devise Kampftrinken, es gibt also doch das perpetuum mobile, wenn auch in etwas geänderter Hinsicht. Man braucht nichts zu tun, dämlich gehandelt, sich dabei auch noch steigernd, wird immerzu.

    Längst sind nämlich auch die Frauen mit von der Partie. Das liegt an der gescheiterten Emanzipation, die zwar immer noch großspurig Emanzipation genannt wird, was aber auch nur daher rührt, das kaum eine der braungebrannten Pseudoemanzen weiß, was Emanzipation ist. Wenn der Kerl abwäscht und ich derweil ins Solarium gehe, genau. Doch es gab sie, allerdings nur so lang, bis das Unterwerfen wieder ein Chic wurde und sich dann wieder selbstständig gemacht hat.

    Ausgehend von dem, das ich irgendwann in den letzten Tagen schrieb, das die größte Verlockung gerade das ausübt, was jeder zu vermeiden sucht, der Alltag nämlich, ist es auch verständlich, warum die Gros der Bloglandschaft eine Wüste aus Trivilitäten ist. Es fängt aber immer gleich an, mit einem/einer, der/die auszieht, die Welt mit seinen/ihren geistigen Ergüssen zu bereichern. Enden tut es meist leider mit einem Arrangement, sei es nun indem man Schleichwerbung für Automobilhersteller macht, oder ganz der Füssballmanie folgend von einem Thema zu erzählen versucht, das einen in keiner Weise je berührt hat, je berühren wird. Da sind themenbezogene Blogs noch eine wahre Genugtuung. Wahrscheinlich zöge dieser Beitrag, sollte ihn wirklich jemand lesen, den Zorn der gesamten Guerilliajournalisten auf sich, den Zorn derer, die schon längst weit ab von alten Internetanarchismus und viel näher an die Meinungsmacher gekommen sind. Ganz nach dem Satz No one’s gonna love you forever. ist es aber egal. Wie dieser australische Professor so schön sagte, ohne Subjektivität, ohne Subversivität keine Kreativität, ich füge an, ohne Kreativität eingeklemmt zwischen blinkenden Neonröhren oder aufgehangen unter einem Glas dubioser Mixgetränkfehlschläge.

    Nichts gegen Onlinetagebücher, es gibt gute, weitaus mehr gegen Notizenvergleiche. Es stand auch im Beitrag über den Herrn Ramsey, Ich fahre Opel und bekomme Geld dafür., Nein, ich nicht. Wann kam der große Knick in der Szene? Wahrscheinlich, wie leider meist, mit der sich erhöhenden Popularität. Und schon bevor die ganzen Trittbrettblogger ihren ersten Eintrag über das gestrige Abendessen zusammengetippt hatten, war besiegelt, das es zwar ganz hübsch, aber sonst auch nichts sein würde.

    Es lohnt sich keine Verachtung der Verachtenden, auch nicht die Verachtung der Verachtung verachtenden, denn sie führt zu nichts, ebenso wenig aber auch die Toleranz. Man muss es bewerkstelligen, sich auf einer friedlichen Stufe zwischen respektvoller Akzeptanz und einem heimschen Niederschlagen, Besser-Machen, einzufinden, sonst hätte alles, wo ihm doch schon die Absurdität im Nacken hockt, nicht einmal mehr im Kleinen einen Zweck.

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