The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Ich sitze zurückgelehnt auf dem Beifahrersitz des kleinen Autos, einen Fuss gegen das Handschuhfach gestemmt. Frontalaufprall, Trägheit. Ich stelle mir vor, wie es wohl aussieht, wenn sich das Schienbein mitten durchs Gesicht bohrt.
    Extra morgens NIL gekauft, um mir selbst gegenüber besonders intellektuell zu wirken. Zurückgelehnt, den Kopf im Nacken und warmen Fahrtwind auf den Wangen, der mit jeder Minute dunkler wird. Ein Totempfahl der Überschwänglichkeit, Funken sprühend Fensterscheiben.

    Dass wir heute bloß nicht ankommen.

    Teufel werde ich tun und nach Wild Ausschau halten. Versuchen vielleicht, aber keinen Erfolg haben. Ich bin doch gar nicht da!
    Es ist so aberwitzig, dass ich aus dem Lachen gar nicht mehr heraus komme und dabei Zentimeter um Zentimeter in meinem eigenen Dunkel versinke. Zehn, zwanzig davon, wen kümmert es? Die Crux des Körpers ist doch, dass er wie parfümiertes Ziegenleder ist. Zäh jedenfalls. Und manchmal ein bisschen lieblich riecht.

    Aufstehen, drüber hinwegkommen.

    Die Lichter dort vorn sehen wie ein Jahrmarkt aus. Blau rotierend und gelb, blutrot. Wenn ich jetzt hier wäre, hätte ich Lust dazu, mit aller Kraft auf die Amaturen zu schlagen. Oder mich abzuschießen wie eine Feuerwerksrakete. Zu explodieren wie sie. In fünfzig Metern Höhe. Ob die sich freuen, wenn man sie zündet?
    Der Jahrmarkt. So echt, dass man fast Angst haben müsste, nicht direkt in irgendein beliebiges Festzelt zu brettern und 35 Hühnerschenkel knabbernde Männer mit befederten Hüten über den Jordan zu schicken.
    Ich bin der Cliffhanger.

    Oder auch nicht. Scheißegal!

    Einfach nur unterwegs sein.

    Vielleicht gar nicht ankommen.

    Kleine Metallfetzen auf der Straße. Reifenteile geborstenes Glas. Die Bullen, das Blau, die Lichter und das Gummi. Viermal überschlagen. Ein Mann mit zerrissener Nase und tränenden Augen am Straßenrand. Die Frau nebenan.
    „Der sicherste Platz im Auto ist mittig auf der Rückbank.“: Das Kind mit gebrochenen Armen und Beinen, verdreht wie die eines uralten Yogi. Bewusstlos und glücklich, den sichersten Platz gehabt zu haben.

    Komm, wir gehen. Weiter. Der Stolz, die Selbstachtung. Anzukommen.

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