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  • Nun ist also auch der zweite Auftritt der Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, den es gleich unter erschwerten Bedinungen zu überstehen galt, geschafft. Da Julius Fischer und André Kudernatsch leider ausfielen, blieben nur noch wir anderen Fünf übrig, den Abend entsprechend zu gestalten. Das Horns war wieder gut gefüllt. Vielleicht darf man ja schon unken, dass sich die Lesebühne etablieren mag. Jedenfalls verspricht es das Gästebuch, das ich nun auch einmal durchgesehen habe.

    Im Laufe des Programms erzählte Christoph Graebel die Lebensgeschichte der guten Ute Metter, ich las einen Text, inwiefern mir zu viel Freizeit schadet, Michael Schweßinger las aus dem Schicksal eines Schwerbehindertenzählers in der Leipziger Straßenbahn, Hauke von Grimm dachte über Zeit und Flashmobs nach und Kurt Mondaugen beschloss die erste Runde mit der ersten Hälfte seiner Entstehungsgeschichte unserer Lesebühne.

    Nach der Pause ging es weiter mit dem zweiten Teil von Kurt Mondaugens Lesebühnengeschichte, danach trug Christoph ein Gedicht über eine Kneipenliaison vor, ich erzählte von Halle (Saale) und den sich bietenden Möglichkeiten, diese Stadt zu hassen, Michael Schweßinger las eine seiner schönen Lindenau-Geschichten und Hauke von Grimm beendete den Abend im Stehen.

    Die nächste und damit letzte Runde der Lesebühne Schkeuditzer Kreuz vor der Sommerpause kann man am 27. Juni ab 21:00 Uhr, natürlich im Horns Erben, erleben. Dann sogar wieder in voller Besetzung. Wie beim letzten Mal sichert zeitiges Erscheinen einen kuscheligen Sitzplatz. Danke fürs Kommen.

    Die Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, das sind André Kudernatsch, Julius Fischer, Christoph Graebel, Hauke von Grimm, Michael Schweßinger, Kurt Mondaugen und meine Wenigkeit.

    Bis dahin kann man zwei von uns, Julius Fischer und mich, am 25. Mai noch beim LivelyriX Poetry Slam im Kassablanca in Jena auf der Bühne stehen sehen, dort dann als Team Totale Zerstörung.

  • Françios Duc de La Rochefoucauld hat einmal gesagt: “Wer sich viel mit dem Kleinen abgibt, wird unfähig für Großes.”

    Ich glaube das.

    Nicht kleckern, sondern klotzen muss man. Den meisten Leuten ist es extravagant genug, sich lustige Buttons ans Revert zu stecken und ein Erasmus-Jahr lang zwischen den Beinen möglichst vieler Frauen mit möglichst abgefahrenen Intimfrisuren zu verbringen.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Am Abgrund der eigenen Empfindsamkeit scheint jede Handlung, möge sie auch noch so klein sein, allzu überladen mit Bedeutsamkeit. Jede Bewegung, jeder Blick, jedes Wort trifft. Was also tun, wenn es einen übermannt, als es nur zuzulassen, in der Hoffnung, es möge so schnellstmöglich wieder abfließen? Wahrscheinlich ist dies das Los, das man hat, als Sklave der eigenen Empfindung.

  • “Mir is langweilig, immer nur Lusitzen und Dösen.”
    “Mach doch irgendwas, Kreuzworträtsel oder so.”
    “Hm, ich Lößnig so gern Kreuzworträtsel.”
    “Aber ich Connewitz!”

    Gebanntes Zuhören und Gesten, die man nicht beschreiben möchte.

    “Und, wie Wahren?”
    “Schleußig, Reudnitz…”
    “Rehboch keen Scheiß! Kannst och nur Möckern.”
    “Ich Meusdorf och ne, warum. Weniger Stahmeln vielleicht, mach’ Liebertwolkwitze, die Cleuden dich besser.”
    “Naja, ich Mölkau grad, dass der ne so Dölitz.”
    “Aber was Gohlis —”
    “Wo Lindenau fahr’n wir eigentlich?”
    “Leipzig.”
    “Hm, Leutzsch mir ein.”

  • Das war also unser erster gemeinsamer Auftritt im Horns Erben als Lesebühne Schkeuditzer Kreuz. Nachdem man uns in Radio, Zeitung und auf Flyern schon groß angekündigt hatte, war der herbeigesehnte Termin endlich da und wir durften für einen Abend lang das immer wieder schöne Horns Erben besetzen.

    Vielleicht mag es daran gelegen haben, dass ich vor Aufregung ständig auf die Toilette rannte oder mich krampfhaft an einer Zigarette festklammerte, aber für mich sah es immer so aus, als würde fast niemand den Weg zu uns gefunden und sich stattdessen lieber bei A Silver Mt. Zion im UT Connewitz niedergelassen haben. Erfreulicherweise durfte ich dann aber feststellen, dass das Haus gefüllt, die Leute frohen Mutes und die Mikros funktionstüchtig waren.

    Demenstprechend lasen wir dann auch, so wie zum Beispiel Kuder seine Wurstgedichte oder Kurt eine neue Gedichte um ihn und seine Therapeutin Lou Salomé. Als kleines Highlight sangen wir dann auch unseren bis zum Erbrechen geprobten Schkeuditzer-Kreuz-Song.Wir hatten jedenfalls viel Spaß und wie mir Julius nach einem Blick ins hochfrequentierte Gästebuch versicherte, schien es auch den Zuschauern gefallen zu haben.

    Die nächste Runde der Lesebühne Schkeuditzer Kreuz kann man am 23. Mai ab 21:00 Uhr, natürlich im Horns Erben, erleben. Wie beim letzten Mal sichert zeitiges Erscheinen einen kuscheligen Sitzplatz. Danke fürs Kommen.

    Die Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, das sind André Kudernatsch, Julius Fischer, Christoph Graebel, Hauke von Grimm, Michael Schweßinger, Kurt Mondaugen und meine Wenigkeit.

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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