Autorenarchiv

  • Am Hauptbahnhof angeschaut werden,
    oder es zumindest ständig glauben.

    Unterwegs sein.

    Keine Zeit haben.

    Mit dem ICE gern durch Gohlis fahren,
    dabei die staunenden Blicke der Weiterfahrenden betrachten.

    Die Zwickauer Straße für literarische Szenarien ungeeignet finden.

    Immerzu die Sache mit der Mail-Adresse erklären müssen.

    Beim Public Viewing euphorische Menschen in den Kneipen viewen.

    Das Plastikblumenarrangement vor der HGB nicht verstehen.

    Angst vor Sushi haben.

    Nach Hause laufen und die Quietschgeräusche aus Schlafzimmerfenstern zählen.

    Das Klemmbrett so schön hoch halten.

    In Franken Franken fotografieren.

    Versuchen, Kaffee-Derivate in Lützschena zu trinken.

    In Stötteritz falsch abbiegen. Immer.

    Die Fußgängerunterführung bei <schwedisches Möbelhaus> meiden.

    Blogger in südvorstädtischen Videotheken sehen.

    Die Stimmung an das Wetter koppeln.

    Auf Häuserdächern bis zum Clara Park laufen,
    Schuhe verlieren.

    Kennen contra Verstehen stellen.

    Anger-Crottendorf sehen, weiterfahren.

    Dasitzen.

    Sorgen.

    Durchhalten.

  • Arte WebSlam Runde III

    Der Arte WebSlam geht in Runde III und diesmal bin auch ich dabei, darf mitmachen beim Dichterwettstreit im Internet, der allein über Videoaufnahmen von Auftritten oder eigenen Inszenierungen und den dazu abgegebenen Zuschauerstimmen läuft.

    Also: Fleißig abstimmen, ein neues T-Shirt käme mir sehr gelegen!

    Hier geht’s zum Arte WebSlam Runde III…

    Dankeschön!

  • Am letzten Freitag, den 27. Juni, war es wieder so weit und die Lesebühne Schkeuditzer Kreuz durfte das Horns Erben in Leipzig besetzen. Alle, bis auf Michael Schweßinger, der leider ausfiel, waren gekommen, auch reichlich Publikum, das diesmal sogar mit Platzknappheiten zu kämpfen hatte, was wiederum wahrscheinlich an unseren Sangeskünsten lag, die sich mittlerweile herumgesprochen zu haben scheinen.

    Während des Abends beschäftigte sich Hauke von Grimm mit Mördern und Mörderaspiranten, Herr Graebel las seine charmanten Gedichte (ja, er darf noch Frücht schreiben), Kudernatsch begeisterte unter Anderem mit einem Text über Liebschaften zwischen Grundschullehramts- und Geologiestudenten, Kurt Mondaugen blickte in die traurige Vergangenheit seiner Freundin Lou Salomé, Julius Fischer las seinen schönen Text über den 1. Mai und trat zusätzlich noch mit mir gemeinsam als Team Totale Zerstörung auf.

    Aber jetzt ist erst einmal Schluss. Pause bis zum 31. Oktober. Wir packen unsere Sachen und fahren ins Ferienlager oder wohin auch immer. Bald sind wir wieder da mit neuen Texten, hoffentlich auch wieder so viele Zuschauer. Bis dahin!

    Die Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, das sind André Kudernatsch, Julius Fischer, Christoph Graebel, Hauke von Grimm, Michael Schweßinger, Kurt Mondaugen und meine Wenigkeit.

  • Warum passiert hier so wenig? Weil ich fast gestorben wäre. Im Baggersee. Im ostfriesischen Leer. Aber der glorreiche Andy Strauss hat mich gerettet. Ein Dankesvideo.

    Edit (weil Einige tatsächlich fragen): Das mit dem Ertrinken ist natürlich Spaß. Ein Silbernes Rettungsschwimmerabzeichen hat Andy Strauß aber trotzdem. Und Julius Fischer mag ich eigentlich auch.

  • Es ist ein verfrühter Sommertag, der nur auf dem Kalender noch zum verspäteten Frühling gehört. In der Straßenbahn ist es heiß, die Fenster sind kreisrund beschlagen und schwer atmend überlege ich, welche der Mitfahrenden ohne Weiteres dazu fähig wären, jemandem sämtliche Knochen zu brechen und welche von ihnen es schaffen könnten, jemanden psychisch zerbrechen zu lassen.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

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WILLKOMMEN!

Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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