The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Wie lang soll ein Kopf denn so etwas überhaupt aushalten können? Das Klopfen, das Drehen und die immer währenden Versuche, sich die Klarheit zu verschaffen, die man zu brauchen meint? Ständig unter Spannung zu sein, als hinge er fest eingekeilt in einem Schraubstock. Immer am Puls der Zeit, mit jedem Schlag ein Stück weiter nach vorn. Agieren, agieren! Und niemals Halt machen, nie stehen bleiben, verschnaufen oder sich einfach einmal umsehen. All das von dem Gefühl begleitet, die zwölf Aufgaben des Herakles längst überboten zu haben.

    Man will sich auch zurücklehnen können. Sich anlehnen dürfen, die Augen schließen und alles über die inneren Wasserfälle ins gedankliche Nirgendwo entlassen. Nichts mehr mit irgendetwas zu tun haben. Oder nur noch etwas haben, dass sich lohnt. Für ein paar Minuten. Vielleicht für ein paar Monate. Aber trotzdem wie ein farbenblinder Stier jedem flatternden Tuch hinterher hetzend. Es wird sich wieder nicht lohnen.

    Denn vielleicht ist das auch die ganze Kunst. Aufzustehen, loszugehen, etwas zu machen. Sich zurückzulehnen, das frisch aufgelegte Parfum zu spüren, wie es die eigenen Nüstern umweht und keinerlei Unruhe mehr über sich selbst kommen zu lassen. Den ganzen vielen Helfern von nun an zu entbehren. Der sekündlichen genugtuenden Freiheit. Den Kopfketten, dem Kettenkarussell im Kopf. Wie es genau dann ist. Sich selbst zuzusehen. Und weder Furcht noch Eifer zu verspüren. Sondern bloße Zufriedenheit.

    Das Leben im Konjunktiv wäre ein großartiges.

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