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	<title>Neunzehnhundert.org :: Neue Introspektiven &#187; Allzumenschlich</title>
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	<description>The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.</description>
	<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 20:20:44 +0000</pubDate>
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		<title>Anleitung zum (Un-?)Gl&#252;cklichsein III</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 08:26:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Am Hauptbahnhof angeschaut werden,<br />
oder es zumindest st&#228;ndig glauben.</p>
<p>Unterwegs sein.</p>
<p>Keine Zeit haben.</p>
<p>Mit dem ICE gern durch Gohlis fahren,<br />
dabei die staunenden Blicke der Weiterfahrenden betrachten.</p>
<p>Die Zwickauer Stra&#223;e f&#252;r literarische Szenarien ungeeignet finden.</p>
<p>Immerzu die Sache mit der Mail-Adresse erkl&#228;ren m&#252;ssen.</p>
<p>Beim Public Viewing euphorische Menschen in den Kneipen viewen.</p>
<p>Das Plastikblumenarrangement vor der HGB nicht verstehen.</p>
<p>Angst vor Sushi haben.</p>
<p>Nach Hause laufen und die Quietschger&#228;usche aus Schlafzimmerfenstern z&#228;hlen.</p>
<p>Das Klemmbrett so sch&#246;n hoch halten.</p>
<p>In Franken Franken fotografieren.</p>
<p>Versuchen, Kaffee-Derivate in L&#252;tzschena zu trinken.</p>
<p>In St&#246;tteritz falsch abbiegen. Immer.</p>
<p>Die Fu&#223;g&#228;ngerunterf&#252;hrung bei &lt;schwedisches M&#246;belhaus&gt; meiden.</p>
<p>Blogger in s&#252;dvorst&#228;dtischen Videotheken sehen.</p>
<p>Die Stimmung an das Wetter koppeln.</p>
<p>Auf H&#228;userd&#228;chern bis zum Clara Park laufen,<br />
Schuhe verlieren.</p>
<p>Kennen contra Verstehen stellen.</p>
<p>Anger-Crottendorf sehen, weiterfahren.</p>
<p>Dasitzen.</p>
<p>Sorgen.</p>
<p>Durchhalten.</p>
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		<title>Dumme Gespr&#228;che im Zug</title>
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		<pubDate>Sun, 11 May 2008 14:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>&#8220;Mir is langweilig, immer nur Lusitzen und D&#246;sen.&#8221;<br />
&#8220;Mach doch irgendwas, Kreuzwortr&#228;tsel oder so.&#8221;<br />
&#8220;Hm, ich L&#246;&#223;nig so gern Kreuzwortr&#228;tsel.&#8221;<br />
&#8220;Aber ich Connewitz!&#8221;<em></em></p>
<p><em>Gebanntes Zuh&#246;ren und Gesten, die man nicht beschreiben m&#246;chte.</em></p>
<p>&#8220;Und, wie Wahren?&#8221;<br />
&#8220;Schleu&#223;ig, Reudnitz&#8230;&#8221;<br />
&#8220;Rehboch keen Schei&#223;! Kannst och nur M&#246;ckern.&#8221;<br />
&#8220;Ich Meusdorf och ne, warum. Weniger Stahmeln vielleicht, mach&#8217; Liebertwolkwitze, die Cleuden dich besser.&#8221;<br />
&#8220;Naja, ich M&#246;lkau grad, dass der ne so D&#246;litz.&#8221;<br />
&#8220;Aber was Gohlis &#8212;&#8221;<br />
&#8220;Wo Lindenau fahr&#8217;n wir eigentlich?&#8221;<br />
&#8220;Leipzig.&#8221;<br />
&#8220;Hm, Leutzsch mir ein.&#8221;</p>
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		<title>Wir w&#228;ren gern Helden</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 07:32:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Da stehen wir wieder. Da stehen wir wieder, schwenken Kippe und Cabernet, Joint und Jaèn Blanco.</p>
<p>Weil es gemacht werden muss.</p>
<p>Wo fr&#252;her billiger Schnaps war, ist heute billiger Wein. Wir h&#228;ngen uns in den H&#228;lsen, h&#228;ngen mal hier, mal dort, Hauptsache nicht an uns selbst und erz&#228;hlen davon, wie es ist, ausprobieren zu m&#252;ssen, seine Grenzen auszuloten und etwas erleben zu wollen.</p>
<p>Weil wir davon Ahnung haben.</p>
<p>Das wei&#223;e Rauschen in den Ohren verfliegt nicht l&#228;nger. Es bleibt. Und avanciert zum Unterton unseres gesamten Alltags. Auf dass es uns ewig daran erinnert, wie es ist, zu suchen vorzugeben und eigentlich gar nichts finden zu wollen.</p>
<p>Weil wir nicht wissen, was das &#252;berhaupt sein sollte.</p>
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		<title>Zuverl&#228;ssigkeiten</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 17:15:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Man sagt, dass man eine warme, geruhsame Nacht &#252;ber seine Sorgen gie&#223;en soll, um die Schlieren der Hin- und Hergerissenheit abzuwaschen und am n&#228;chsten Morgen ein klareres Bild vor Augen zu haben.<br />
Man sagt, das sei das ganze Geheimnis. Das ganze Rezept. Wie Hausmannskost. Einfach, aber gut.</p>
<p>Isso – Ich schrei sonst, sagen sie.</p>
<p>Aber niemand erkl&#228;rt einem, was zu tun ist, wenn die Schwierigkeit wie ein getreuer Freund die Nacht auf der Bettkante verbracht hat. Wenn sie einem den Kopf gestreichelt und dabei gel&#228;chelt hat. Nicht verschwunden ist. Ausgeharrt hat wie am Sterbebett eines Verwandten. Den Morgen herbei gefleht hat. Wenn die neblige Nacht ihr Versprechen gehalten und den Tag hat tr&#252;be werden lassen. Wenn sich die Sonne eingesperrt hinter den grauen Wolken findet. Wenn alles nur noch dunkel ist. Ist oder einfach geblieben ist. Wenn man sich fragen muss, ob dieser dicke Schleier nicht einfach dazugeh&#246;rt. Oder er so alt ist, dass beides g&#228;nzlich schon miteinander verwachsen ist.</p>
<p>Denn es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass man sich der Welt n&#228;her f&#252;hlt, wenn man, wie sie, in hellen Scherben durch die Stra&#223;en schl&#252;rft. Immer und immer wieder. Es &#228;ndert sich nichts, wenn einem der Gram nachh&#228;ngt wie der eigene Schatten.</p>
<p>Es geht von selbst. Schmerzhaft. Aber zuverl&#228;ssig.</p>
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		<title>Die Essenz der Nacht</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jan 2008 23:59:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<blockquote>There is just one night every night, you have the right to decide about your own biography. Lie to the people, tell them what you want them to believe and disappear as an unknown stranger just before daybreak.</p></blockquote>
<p style="text-align: right">B. H. (, der Gro&#223;artige)</p>
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		<title>03:08</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jan 2008 10:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Hier bin ich ma&#223;los,<br />
hier darf ich’s sein!</p>
<p>Durch Stroboskopdschungel,<br />
Schwei&#223;, Nebel, Lichtkl&#252;ngel,<br />
wildwachsend Stimmgestr&#252;pp<br />
und Bass.<br />
Bass Bass Bass Bass Bass.<br />
und Bass.</p>
<p>Wer braucht schon Schlaf?<br />
Wer braucht schon Schlaf?<br />
Wer braucht schon Schlaf?</p>
<p>Durch Stroboskopdschungel<br />
treib mich,<br />
mich davon.</p>
<p>Nebel schwanger schwei&#223;gebadet<br />
Licht zerfetzt kalt tot<br />
Stimmen l&#228;ngst verstummt,<br />
aber Bass.<br />
Bass Bass Bass Bass Bass.<br />
und Bass.</p>
<p>Komm und sei mit mir heut nacht<br />
verloren –</p>
<p>zu zweit</p>
<p>in der Stra&#223;enbahn<br />
ein bisschen heilsame Einsamkeit tanken.</p>
]]></description>
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		<title>Fernsehen macht wahnsinnig, Internet auch</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jan 2008 17:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Ich habe meinen Fernseher aus dem Fenster geworfen,<br />
aus dem f&#252;nften Stock, auf dem Asphalt geborsten und<br />
die berstende Brachialit&#228;t war der Knaller,<br />
die gesplitterte Fresse von Aiman Abdallah.</p>
<p>Weg von Love Shack, weg von Love, Sex, und Love Dreck,<br />
weg von Big Brother, von Talk Shows: “Bin 14, warum bin ich schwanger?”,<br />
weg von Gerichtsshows, von Super Nanny: “Was ist blo&#223; mit meinem Kind los?”<br />
weg von Giga, MTViva, weg von Neun Live Quiz-Titten-Fieber,<br />
weg von Medical Detectivs, von RTL 2, CSI-Brei<br />
und ROFL TV, dem 20:15 Uhr-GAU.</p>
<p>Fehlt nur der Computer, aber gut arbeiten tut er<br />
ja drum m&#252;sste ich vielmehr das Internet t&#246;ten,<br />
recht w&#228;r’s, super wenn’s die da oben verb&#246;ten,<br />
denn es lenkt ab, hei&#223;t die Strippe gepackt und<br />
herausgerissen aus des Steckplatzes Nabel.<br />
Doch schei&#223;e, Wireless LAN hat keine Kabel.</p>
]]></description>
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		<title>Dich selbst schachmatt setzen</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Dec 2007 22:57:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Wenn du den Tag bereits am Morgen<br />
wieder einmal zu Grabe tr&#228;gst.</p>
<p>Wenn du vorm Spiegel stehst und<br />
dich selbst nicht darin erkennst.</p>
<p>Du dir dein bestes Versuchsobjekt<br />
bist ach so kl&#228;glich zuverl&#228;ssig.</p>
<p>Und du das mit dem „Schlag zu!“<br />
auch v&#246;llig und todernst meintest.</p>
<p>Du f&#228;llst. Entscheidungen. Und.<br />
F&#228;llst. Allzu willentlich.</p>
<p>Dich auch nichts davon abhielte.<br />
Gar nichts</p>
<p>Ist jede Nacht ein kleiner Tod –<br />
warm und losgelassen.</p>
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		<title>Nachdenkliches III</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Dec 2007 11:29:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p><em>«Ein Stuhl hat immer vier Beine! Mit dreien ist es ein Hocker.»</em></p>
<p><em>«Und mit zwei Beinen?»</em></p>
<p><em>«Keine Ahnung… Ein Unstuhl?»</em></p>
]]></description>
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		</item>
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		<title>trying to get up that great big hill of hope</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Nov 2007 11:56:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<blockquote> When I&#8217;m at the pearly gates<br />
This&#8217;ll be on my videotape<br />
<em>Radiohead - Videotape</em></p></blockquote>
<p>Morgens liefern sich nur noch die v&#246;llig Zerschossenen kleinere Gepl&#228;nkel mit ihren Beck&#8217;s-Flaschen, w&#228;hrend sie es l&#228;ngst aufgegeben haben, nicht ausgen&#252;chtert zu versuchen, nach Hause zu gelangen. Vor den Eing&#228;ngen des Hauptbahnhfs postieren sich erste Polizeistaffeln. Gepanzerte Frauen und M&#228;nner, die noch schnell ein Br&#246;tchen beim B&#228;cker ordern, bevor es losgeht. Hier und dort Anweisungen, wo der Kn&#252;ppel besonders weh tut.</p>
<p>Wir sind weit weg. Dort am Ufer. Und den Wiesen. Doch, nat&#252;rlich! Man kann sich Radiohead f&#252;hlen.</p>
<p>Ein junger Kerl galoppiert geradezu grazil durch den Gang, als das es schon fast heldenhaft wirkt, wie er sich zu dieser fortgeschrittenen Stunde &#252;berhaupt noch unter Kontrolle zu haben scheint. Aber weit gefehlt. Je n&#228;her er mir kommt, desto mehr erkenne ich das Elend.  Ach herrjeh. Einer der schlimmen Sorte auch noch. Und man kommt nicht umhin, sich schlecht zu f&#252;hlen, bei seinem Anblick. Irgendwann steht er schlie&#223;lich vor mir. Mit einem W&#228;schekorb voller Bibeln in der Hand. Voll auf Christus! Schei&#223;e, denk ich. Dass es mit der Jugend heute doch derart bergab geht. Wir hatten doch fr&#252;her auch Probleme&#8230; Aber w&#228;ren wir je so weit gegangen? Damals hatten wir sie noch auf die herk&#246;mmliche Weise zu vertreiben gesucht. Mit Alkohol und anderen Drogen. Aber das reicht denen heute ja nicht mehr&#8230; Stattdessen ziehen sich einen Psalm nach dem anderen rein, bilden Bibelkreise, beten alsbald schon in der &#214;ffentlichkeit und zerren immerfort Unbeteiligte hinab in den Sumpf der Sucht nach S&#252;hnung.</p>
<p>Nein, wir kommen nicht zur&#252;ck. Macht doch, was ihr wollt. Wir bleiben einfach weiter Radiohead.</p>
]]></description>
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