Kategorienarchiv Aphorismen

  • Wenn einem eine Woche wie ein Jahr vorkommt und jeder Kilometer wie eine Reise zum Mond, so muss ein Monat bereits ein Leben sein. Ein Monat, aber in Voraussicht auf ein ganzes Jahr zerbröselt jede Hoffnung zu schmerzlich schwärzlichem Staub.

  • Philosophie beim gegenseitigen Durchdringen von Leben und dem Gefühl des freien Falls. Religion in der eigenen Genügsamkeit.

  • Leben als Freizeitpark. Was haben die Fahrgeschäfte genützt, wenn sie einen innerlich nie auf diese Höhe heben konnten, aus denen ihre Wagen in die Tiefe rasen?

  • Leben als Strichliste. Wie schmerzlich wird jemand, der an Punkt angelangt ist , der ausweglos scheint, feststellen müssen, dass Gesehenes wenig Gewicht gegenüber Erfahrenem hat, dass ein Foto sich gut in einem Rahmen macht, aber ohne dazugehörige Erfahrung schlicht bedrucktes Papier ist.

  • Das Fortschreiten Anderer zu begreifen, ist fast zwangsläufig unmöglich für jene, die immerfort dieselben bleiben.

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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