Kategorienarchiv Aphorismen
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Die Flüchtigkeit der Themen. Die Härte der Themen. Die Brachialität derselben.
Dass die meisten ihren Zauber bereits bei der Beschäftigung mit ihnen verlieren, ist zwar ein leicht zu erkennendes Qualitätsmerkmal, aber nichtsdestotrotz weit mehr Splitterbombe, alles zerfetzend und zersetzend, was man sich mühselig bereitgelegt, was drei Blicke in einen Opal bedeuten, sobald man es erst einmal angefasst.
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Sich oder das, was man zu sein glaubt, wiederzuerkennen zwischen all jenen, die man die ganze Zeit über ist, zwischen denen man wechselt, die sich überlagern, angreifen, zerstören und viel zu oft vor allem widersprechen. All dies kann wahrscheinlich erst dann möglich werden, hat man sich auf ein vorherrschendes Selbstbild geeinigt. Aber eben dann gäbe es die gesamte Fragestellung nicht länger. Ein unbefriedigender Zirkel, wenn der das Gelöst-Sein eines Problems gleichzeitig in der eigenen Lösung begründet liegt. Insbesondere dann, wenn das Problem schwerwiegend ist.
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“Glück und Ahnungslosigkeit, denkt Schilf, sind Synonyme, liebe Physikerfrau.”
Juli Zeh - SchilfSchon bald, nach der ersten Erhellung, schält sich die Ernüchterung wie eine junge Knospe aus den Starren des Sozialen, zuverlässig und auf ihre Weise anmutig. Wir aber sind gestraft, einander zunehmend uninteressant zu werden, wenn wir es nicht vermögen, uns einige Mysterien zu bewahren.
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Was bedeutet Leben? Wenigstens einerseits, sich über sich selbst zu wundern und hoffentlich irgendwann aufzuhören, festgefahrene Vorstellungen von Zukünftigem zu haben. Sie schmerzen nur.
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Die Niedergeschlagenheit mag lähmend und erdrückend sein, aber vor allem ist sie verlässlich, ganz im Gegensatz zum Glück. So muss derjenige, der den Rat, jeden Moment bewusst auszukosten, in die Welt gesetzt hat, ein von Grund auf trauriger Mensch gewesen sein.











