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	<title>Neunzehnhundert.org :: Neue Introspektiven &#187; Gedanken</title>
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	<description>The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.</description>
	<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 20:20:44 +0000</pubDate>
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		<title>Anleitung zum (Un-?)Gl&#252;cklichsein II</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Apr 2008 15:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Unter den Kameras am Bahnhof &#252;ber innere Sicherheit debattieren.</p>
<p>Nachts chic Burger essen gehen.</p>
<p>Im Kino Nachos durch die Reihen reichen.</p>
<p>Von Barkeepern nach Texten gefragt werden,<br />
aber nur ein Blog nennen k&#246;nnen.</p>
<p>Mittags schnell mal zur Apotheke rennen.</p>
<p>Auf dem Augustusplatz Hochsprungwettbewerbe gewinnen.</p>
<p>R&#252;ckw&#228;rts auf einem Bein &#252;ber Pf&#252;tzen springen,<br />
dabei hinfallen und nass werden.</p>
<p>Vorm Morrisson&#8217;s nicht von Gesetzesh&#252;tern kontrolliert werden.</p>
<p>Auf dem Fockeberg Sonnenaufg&#228;nge anschauen.</p>
<p>In Sommerfeld Sommer und Felder suchen.</p>
<p>Nach Wahren fahren.</p>
<p>Und nach Knautkleeberg.</p>
<p>Beides skurril finden.</p>
<p>Die Buchmesse erst recht.</p>
<p>Und die Gieszer16 &#252;berhaupt nicht finden.</p>
<p>Verdunstenden Regen auf der Karli einatmen.</p>
<p>Sich dabei <em>Fr&#252;hling f&#252;hlen</em>.</p>
<p>Und die immer wiederkehrende Traurigkeit streicheln.</p>
<p>Nachts am Fenster Flugzeuge sehen,<br />
sie aber f&#252;r UFOs halten.</p>
<p>Wolken wegpusten, Sterne angucken.</p>
<p>Mit dem Fahrrad durch Stra&#223;enbahnschienen rutschen.</p>
<p>Da sein.</p>
<p>Da bleiben.</p>
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		<title>Anleitung zum (Un-?)Gl&#252;cklichsein</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 11:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Vorm LVB-Turm stehen,<br />
sich wundern, wo der LVB-Turm ist.</p>
<p>Schreiend durch den Bahnhof st&#252;rmen,<br />
bis der BGS erwacht.</p>
<p>Karl Liebsknechts Namen in der S&#252;dvorstadt z&#228;hlen.</p>
<p>In der Stra&#223;enbahn maskiert in die Kameras winken.</p>
<p>Im Connewitzer Eck K&#246;lsch bestellen.</p>
<p>Vergeblich nachts beim Araber Pommes verlangen.</p>
<p>Caféhaus-Ketten ignorieren.</p>
<p>Nach Gohlis fahren.</p>
<p>Und nach Eutritzsch.</p>
<p>Nach Mockau laufen.</p>
<p>Fragen, warum es Reudnitz hei&#223;t.</p>
<p>Sich im Marriot nach Promis erkundigen.</p>
<p>Oder einfach so mitwarten.</p>
<p>Auf der Angerbr&#252;cke h&#252;pfen.</p>
<p>Plagwitz nicht finden.</p>
<p>Am Sportforum B&#228;lle &#252;ber die Z&#228;une schie&#223;en.</p>
<p>Passanten im Zoo nach Knuts Gehege fragen.</p>
<p>In der Triangel eine Playstation verlangen.</p>
<p>Mittags vor der NaTo liegen.</p>
<p>In Schleu&#223;ig auf Nachtbusse warten,<br />
nicht einsteigen und nach Hause laufen.</p>
<p>Im K&#246;nig Heinz nach Mitgliedschaftsantr&#228;gen fragen.</p>
<p>Keinen bekommen.</p>
<p>Um 04:00 Uhr in die Ilse gehen.</p>
<p>Vor der eigenen Haust&#252;r im Gras schlafen.</p>
<p>2008 schon 2009 sein.</p>
<p>Oder 2010!</p>
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		<title>unterwegs sein</title>
		<link>http://www.neunzehnhundert.org/unterwegs-sein/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Feb 2008 20:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Wir sind durch die Stadt gestreift, haben uns in Erinnerung gerufen, wie es aussieht, wenn sie schl&#228;ft und niemand, wirklich niemand mehr ihre Stra&#223;en s&#228;umt. Mit &#246;ligem Tagewerksgeruch in der Nase und schwitzenden H&#228;nden, in Allerweltsgeruchsamkeit, gem&#228;&#223;igten Schrittes und gel&#228;uterten Atems. Hier und da ein Schatten vergilbter Menschen. Post-apokalyptisches Wandern, wenn man so will.</p>
<p>Und wir haben uns vorgestellt, es w&#228;re warm, um der K&#228;lte, die sich um unsere Waden wand, endlich wieder Herr zu werden. In wei&#223;en Segeltuchhemden den Wind auf der Haut zu sp&#252;ren, mit dunkelblauen Hosen und Kordeln, die zwischen den Fingern ratschen. Etwas, das einem schwer auf der Haut liegen sollte, aber von der durchstr&#246;menden Luft getragen wird. Lebendige Luftpolster zwischen den kleinen H&#228;rchen. Wie Liebe zum Anziehen.</p>
<p>Aber umso n&#228;her der Zug diesem Ort kam, desto mehr stieg unser Mitleid f&#252;r ihn. Er tat uns nicht wirklich leid, aber er wirkte so heimisch, als w&#252;rde er einen nicht wieder gehen lassen, h&#228;tte er erst einmal zugegriffen.</p>
<p>Wir dachten, dass man hier etwas verpassen k&#246;nnte. Wollten bleiben. Oder wir l&#228;ngst etwas verpasst hatten. Wollten weg. Kamen uns aber nicht fremd vor. Nicht fremder als sonst irgendwo. Nicht willkommener. Nicht unwillkommener. Nur ein nahtloser &#220;bergang, der trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, irgendwie reizend war. Und blieben. Um ein andermal vielleicht wieder zu gehen.</p>
]]></description>
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		<title>.</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jan 2008 22:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
<category>Gedanken</category><category>Liebe</category>
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		<description><![CDATA[<p>«Komm, lass uns rausgehen, aus der Stadt heraus stapfen und in den Feldern Kornkreise ziehen!»</p>
<p>#</p>
<p>«Ich bin selten genial, aber wenn, dann richtig!»</p>
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		<title>It&#8217;s hunting you</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Dec 2007 23:11:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es herrscht Ausnahmezustand. Nicht weit entfernt b&#246;llern sich die Ersten ins Delirium. B&#246;llern sich die Finger ab. Finger, die auf den Wegen liegen, mit gesplitterten N&#228;geln und blutigen Abdr&#252;cken.</p>
<p>Trinken Bier und Schnaps, um das alte Jahr zu vergessen. Reden uns ein, vergessen zu k&#246;nnen, obgleich wir uns nur nicht erinnern. Bier und Schnaps. Trinken wir. Aber vergessen nicht.</p>
<p>Lassen uns treiben. Wir lassen uns treiben. Und suchen doch nur einen Halt. Denn jedes Bisschen Ab ist immer ein Dazu, uns perspektivieren zu wollen. Kleine Kinder, die immer auf das N&#228;chsth&#246;here schauen, mit gl&#228;nzenden Augen.</p>
<p>In unseren K&#246;pfen wie in den Stra&#223;en – Ausnahmezustand. Wir teeren die Stra&#223;en mit Blut. Wir bluten die Stra&#223;en. Wir verbluten. Und liegen auf den Stra&#223;en. Ausgehaucht und gl&#252;cklich, einmal eskaliert zu sein.</p>
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		<title>Nicht unter die R&#228;der kommen</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Dec 2007 15:33:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Kindskopf! Ausgelassenes Fett. Ist jemand da? Sicher nicht. An der Pforte der eigenen Wahrnehmung auf Einlass zu warten, erfordert ein hohes Ma&#223; an Geduld.</p>
<p>#</p>
<p>Am Horizont klebt der Morgen wie eine umgesto&#223;ene Tasse dampfenden Capuccinos. Braun und milchwei&#223; verhangen schiebt er sich empor, hievt sich gerade noch so hoch, dass es bis in den fr&#252;hen Nachmittag zu gen&#252;gend Licht reicht. Dabei ist es so kalt geworden, dass sich nicht einmal mehr die M&#252;digkeit aus den Gliedern der Leute traut. Kopf&#252;ber h&#228;ngt sie in den K&#246;rpern und freut sich, ihren Winterschlag genie&#223;en zu d&#252;rfen.</p>
<p>#</p>
<p>Rauchende Kindsk&#246;pfe, auf den Stra&#223;en verstreut, rauchend wie verbrauchte Munitionsh&#252;lsen. 2007 geh&#246;rte dem Rockbusiness. Wir ritten durch die K&#246;pfe, holten weit aus und hieben fest zu. Texte wie Bomben, wortene Langstreckenraketen aufs Gem&#252;t, unter Verssalven und Alliterationsartillerie. Wo wir waren, hinterlie&#223;en wir Spuren. Zinken, wir waren da!</p>
<p>#</p>
<p>We&#8217;re just two lost souls swimming in a fish bowl, year after year,  running over the same old ground. What have we found? The same old fears, wish you were here.</p>
<p>#</p>
<p>Was sagt es denn schon &#252;ber Realit&#228;t aus, wenn jeder Schritt falsch, jeder Atemzug gestellt und jedes Bild im Kopf k&#252;nstlich anmutet? Wahr ist es immer nur so weit, wie du es zul&#228;sst, wahr zu sein. Wahr ist l&#228;ngst nicht wahr, nicht wahr? Und nichts wird ein gutes Ende nehmen.</p>
]]></description>
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		</item>
		<item>
		<title>Aus dem Leben eines Buchtitelautors</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Nov 2007 21:48:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Ich habe eine Marktl&#252;cke entdeckt. Das sei ein guter Grundstein f&#252;r eine Firmenneugr&#252;ndung, s&#228;uselt so mancher &#214;konom.<br />
Ich habe entdeckt, dass sich die Kaufentscheidung f&#252;r oder gegen ein Buch schon mit dem Lesen des Titels derart beeinflussen l&#228;sst, als dass dieses &#252;ber Erfolg (=Kauf) oder Misserfolg (=Nicht-Kauf) zu entscheiden vermag.</p>
<p>Zum Illustration:</p>
<p><!--more--></p>
<p>1) Wie man es nicht macht:</p>
<blockquote>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Der Zauberberg&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Hamlet&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Holzf&#228;llen&#8221;</p>
<p>&#8220;Demian&#8221;</p></blockquote>
<p>Fazit: trist, langweilig, keinerlei Anregung der Phantasie des potentiellen Lesers</p>
<p style="padding-top: 40px">2) Wie man es richtig macht:</p>
<blockquote>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Eine Liebe zu dritt. Meine Liebe zu mir, zu meinem Seelenpartner und zu meinem Krebs.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Ja, ich lebe jetzt mein Leben!: Ich brauchte Krebs, um zu meinem ICH zur&#252;ckzufinden.&#8221;</p>
</blockquote>
<p>Fazit: So etwas springt ins Auge! So etwas kauft der kundige Leser!</p>
<p style="padding-top: 40px">Hier steige ich ins Gesch&#228;ft ein. Hier schaffe ich Abhilfe! Hier biete ich professionell hergerichtete Buchtitel!</p>
<p style="padding-bottom: 40px">Es folgt die erste Produktpalette meines jungen Unternehmens:</p>
<blockquote>
<p style="padding-bottom: 20px">Mein Krebs und ich. Zwei Asse trumpfen auf.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Syphillis-Sabine im Bananenland. Wie ich mir diverse Geschlechtskrankheiten im Urlaub holen musste, um zu begreifen, dass viele Lady-Boys buchst&#228;blich nicht so ganz sauber sind.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Ben Becker ist in Wirklichkeit Jesus. Die Wahrheit. Aufgeschrieben von Onkel Boris.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Schackeline! Komm von die Rejale wech, du Arsch! Moderne Erziehung in Zeiten gesellschaftlichen Abstiegs.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Wie konnte das eine Bier gestern nur 50 Euro kosten? Wege aus der Trunksucht.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Hand an sich legen. Fr&#252;her wollte ich immer eine Frau sein. Selbstverwirklichung in Zeiten eines sich privatisierenden Gesundheitssystems.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Schei&#223;e, ich dachte, ich k&#246;nnte fliegen. Fun und Folgen beim LSD-Gebrauch.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Warum kann ich durch W&#228;nde gehen? Das schwierige Eingest&#228;ndnis, in Wirklichkeit ein Geist zu sein.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Iiiih! Mutti, warum ist der so braun? Kinder v&#246;llig falsch erziehen. Eine Einf&#252;hrung.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Als ich damals mit dem Moped gegen diese Eiche knallte, &#228;nderte sich mein Leben. Und mein Gebiss. Zahnmedizin im ersten Semester.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;100 km Marathon und doch noch nicht am Ziel. Wie Krebs beim Meistern des Lebens hilft. Eine Abrechnung mit Gesunden!&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Wenn der Hals erstmal offen ist, kannst du viel mehr auf einmal rauchen. Ein Pl&#228;doyer f&#252;r Kehlkopfkrebs.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Fr&#252;her war ich in der APO, heute w&#228;hl‘ ich CDU. Was die Globalisierung einem abfordert. Aufgeschrieben von Joschka Fischer.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Hauptsache sie zitiert Adorno&#8230; Pl&#228;doyer f&#252;r Sex mit Frauen jeden Alters.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Wieso liegt hier eigentlich Stroh? Reduktionismus im B&#252;hnenbildnerbusiness heutiger Zeit.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Ich kriege immer erst posthum meine Lorbeeren&#8230; &#220;ber Wiedergeburt.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Vorlesung war kacke, Bock auf&#8217;n Bier? Was der Taxischein mit dem geisteswissenschaftlichen Studium zu tun hat.&#8221;</p>
<p style="padding-bottom: 20px">&#8220;Ich f&#252;hle mich &#252;berall als Fremdk&#246;rper. Lebensbeichten in Knochen gehauener Titann&#228;gel.&#8221;</p>
</blockquote>
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		<title>Lebensballett, Vertrauensroulette</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 20:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Politik und Vertrauen: beide hinterlassen tiefe Schneisen<br />
wo immer sie wandern, wor&#252;ber auch immer sie kreisen.</p>
<p>Einzig die Politik hat das Bundesverfassungsgericht -<br />
ihr wieder auszutreiben, was sie f&#228;lschlich verbricht.</p>
<p>Vertrauen hingegen soll endlich sein. Weit und breit<br />
ist nichts, was es stoppt. Und nur langsam heilt die Zeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>#</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8220;Bitte um Ihre Eins&#228;tze.&#8221;</p>
<p>Klick, klack.</p>
<p>&#8220;Nichts geht mehr.&#8221;</p>
<p>Zwischen Nicht-M&#252;ssen, Nicht-D&#252;rfen und Nicht-Wollen.</p>
<p>Wenn die Kugeln einmal rollen<br />
ist alles verloren, oder gewonnen.</p>
<p>Los, loslaufen. Vortw&#228;rts. Ohne Ziel. Nur vow&#228;rts. Und blo&#223; nicht ankommen.</p>
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		<title>Mittwochs</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Nov 2007 12:34:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Mittwochs ist Bergfest.</p>
<p>Mehr als die H&#228;lfte der Arbeitswoche ist f&#252;r den Gro&#223;teil der Leute vorbei. Morgen ist schon Donnerstag. Und da denkt man den ganzen Tag: &#8220;Na, dem Himmel sei dank, morgen ist endlich Freitag!&#8221;. Der Freitag selbst, als der allerleichteste aller Tage, ist dann nur noch blo&#223;e Makulatur.</p>
<p>Am Mittwoch also, da werden die Leute leichtsinnig.</p>
<p>Rennen, ohne nach links oder rechts zu schauen &#252;ber die Stra&#223;e, weil dr&#252;ben die h&#252;bsche Rothaarige winkt und werden fast von der Stra&#223;enbahn &#252;berrollt, die nur durch eine Notbremsung zum Stehen kommt. Drinnen fallen die Fahrg&#228;ste aufeinander. Ein junger Mann und eine nette Dame kommen sich n&#228;her. Bald steigen sie gemeinsam aus.</p>
<p>Alte Leute frieren an der Haltestelle. Sie k&#246;nnen es kaum abwarten, bis ihre Bahn einf&#228;hrt. Darum strecken sie immerfort den Kopf nach vorn und starren in die entgegengesetzte Fahrtrichtung. Irgendwann kommt die Bahn tats&#228;chlich. Und irgendwann m&#252;ssen sich bis dahin auch die Halswirbel der alten Leute verschoben haben, die ihr Genick spannen. Sie knallen mit dem Kopf gegen die einfahrende Bahn, noch ehe sie ihren Hals wieder einger&#228;nkt und den ungeduldigen Sch&#228;del weggezogen haben. Ein Krankenwagen kommt.</p>
<p>Kleine Jungen outen sich bei der Heimfahrt von der Schule als No-Angels-Veteranen, Tokio-Hotel-Vertraute und seit kurzem auch Lafée-Anh&#228;nger. &#8220;Alter! Ich bin sogar drei Fans!&#8221; Die Freunde nicken anerkennend. Kleine Jungen, die so dick sind, dass man wirklich glauben k&#246;nnte, sie seien drei in einem.</p>
<p>Gro&#223;e Jungen outen sich bei der Heimfahrt von der Schule als Vollidioten. Reden, als w&#252;rde ihnen die Krankenkasse keinen Besuch beim Logop&#228;den finanzieren wollen. Ziehen sich an, als w&#228;ren sie fr&#252;her auch drei in einem gewesen. Fassen sich st&#228;ndig in den Schritt und packen sich beim Aussteigen derart auf die Fresse, dass es wie Breakdance aussieht. Brechen tun sie sich jedoch nur den Oberschenkelhals.</p>
<p>Komische Leute sitzen auf dem Deppeneinzelplatz direkt an der T&#252;r. Weil es so langweilig ist und das Bier an diesem Morgen schon wieder so gut geschmeckt hat, klimpern sich aufgeregt mit den geleerten &#220;berbleibseln und singen dazu lautstark &#8220;Das M&#228;dchen von Seite 1&#8243;.</p>
<p>Mittwochs trifft sich die ganze Faszination der Nachtbusse schon am Nachmittag in der Bahn.</p>
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		<title>Helle Tage beginnen mit einem L&#228;cheln</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Nov 2007 08:29:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Entt&#228;uscht <em>heimkehren</em> zu den Tr&#228;umen. Sie warten. Sind warm.</p>
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