Kategorienarchiv Gedanken
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Wir sind jung. Und halten es aus, jung zu sein. Wie lang halten wir es aus? Wie lang, bis es sich auf Arme, Beine, Rumpf und schließlich Kopf niederschlägt? Es läuft bereits wie durch ein Sieb. Immer schneller werdend. Wir schaufeln eifrig nach, um das Versiegen zu vergessen.
Mit einem Knall einschlagen. Brennend da sein. Explodieren und verschwinden.
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“Nur Kaputte!”, sagten sie und man selbst sagte sich: “Ja, genau das ist es. Das wird es sein müssen. Denn mehr ist nicht da.” Guten-Abend-Sagen um halb fünf Uhr morgens. Sich wundern über das erwiderte Guten-Morgen.
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Ganz heimlich gesteht man sich die Transformation zu, wobei man sie gleichzeitig noch zu ignorieren versucht, nicht glauben will, längst auch schon ein Kaputter zu sein, der mit Farben bekleckert und zerfahrenen Haaren noch kurz vor Ladenschluss die letzten Einkäufe erledigen will. Der Versuch, Altes und Neues in Einklang zu bringen, endet wie ein Frontalaufprall mit diesem schönen Schockzustand. Weit ab.
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Mit einer Hand am Abzug des Lebens bleibt es anstrengend - jetzt rüberziehen! Und nur die erste Zigarette am Morgen, in der Kälte eines dunkel verhangenen Tages, wäscht in bauchigen Böhen all die Schleier von den Augen. Aufs Fensterbrett gelehnt verfällt das Jahr, die Furchen werden tiefer.
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Indoor-Kinderspielplätze mit 2 Euro Eintritt. Kaputte Kinder hangeln sich an Indoor-Stahlstangen über Indoor-Plastiksand. Verschluckbare Kleinteile, wohin man schaut. Kaputte Eltern lesen Super Illu nebenan auf Indoor-Plastkholzimitatbänken. Ökonomisch potentes Nicht-Weinen. Aber überall latentes Trauern.
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Aufzusteigen. Auferstehen.
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Sollte ich mir Sorgen machen? Dass es ein Leben lang immerzu heute ist, kann durchaus frustrierend wirken, wenn man versucht, sich Zeitformen in den Kopf zu hämmern. Dass vor jedem heute ein gestern liegt, nur nicht vor dem ersten und hinter jedem ein morgen, außer hinter dem letzten. Nein, um mit Zeitformen zu spielen, lohnt es nicht, die Gefangenschaft in der Gegenwart gedanklich zu umkreisen.
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In einer neuen Wut, die Welt allein mit Hilfe ihres Charmes zu bekehren, lässt Angela Merkel mit dem Rest ihrer CDU-Gang einen Werbespot gegen Rechtsradikalismus und den internationalen Terror produzieren. Er zeigt, wie sich glatzköpfige Mitarbeiter wieder Haare wachsen lassen, tanzen und böse Islamisten sich ihrer Bärte entledigen und öffentlich zugeben, zum Christentum konvertieren zu wollen. Die passende Musik dazu liefert Xavier Naidoo mit seinem neuen Hit Ich war ein Hasser. So hatte es ja schon zur Fussball-WM fast funktioniert, warum nicht auch in der Politik?!











