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	<title>Neunzehnhundert :: Neue Introspektiven &#187; Philosophie</title>
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	<description>The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.</description>
	<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 16:04:27 +0000</pubDate>
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		<title>Kleinere Dilemmata</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Aug 2007 11:26:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<blockquote>Wenn nichts ist, <em>ist</em> nichts.</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Was ist in der Schachtel?&#8221;<br />
&#8220;Nichts.&#8221;<br />
&#8220;Her damit!&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>#</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Denk nicht so viel &#252;ber den Sinn des Lebens nach, mach dir lieber eine sch&#246;ne Linsensuppe!&#8221;</p></blockquote>
<p style="padding-top: 20px" align="right">Richard Raatzsch</p>
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		<title>Das Philosophische Radio - Émil Cioran</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 19:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.wdr5.de/sendungen/das_philosophische_radio.phtml" title="WDR 5: Das Philosophische Radio">Das Philosophische Radio</a> des WDR 5 behandelte am 01. Juni 2007 den bemerkenswerten Denker Émil Cioran und dessen Philosophie. Da ich ja schon einmal <a href="http://www.neunzehnhundert.org/wp-admin/owie%20inbesondere%20die%20Wirkung%20derselben" title="Nzh.org: H&#246;renswerte Radiosendungen">auf eine Sendung des SWR 2 mit diesem Thema hingewiesen habe</a>, m&#246;chte ich es auch diesmal nicht vers&#228;umen. Es lohnt sich, dem Ganzen mal ein Ohr zu schenken, da inbesondere ein Augenmerk auf der Wirkung von Ciorans Philosophie liegt. Die Sendung versucht, ein wenig Klarheit in die Vertracktheit und stellenweise fast Widerspr&#252;chlichkeit der in den Aphorismen dargestellten Sichtweise zu bringen und gelangt dabei nicht zuletzt zu einer positiven Deutung der dunkelsten aller philosophischen Gedanken.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.wdr5.de/sendungen/das_philosophische_radio/893661.phtml" title="WDR 5: Das Philosophische Radio">Internetseite zur Sendung </a></li>
<li><a href="http://gffstream-6.vo.llnwd.net/c1/m/1180970181/radio/philosophischesradio/wdr_5_das_philosophische_radio_20070601.mp3" title="WDR 5: Das Philosophische Radio: Émil Cioran">Sendung als mp3-Download</a></li>
</ul>
<p style="padding-top: 30px">Keinesfalls zu vergessen: via <a href="http://ras.twoday.net/stories/3804816/" title="ras: dc 2007-06-05 langeweile 9 1/2">ras</a></p>
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		<title>Warum wir eigentlich keine Probleme haben</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Oct 2006 20:52:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Anton_Wilson" title="Wikipedia: Robert Anton Wilson" target="_blank">Robert Anton Wilson</a> (<a href="http://www.neunzehnhundert.org/2006/10/03/306/" title="Nzh.org: Robert Anton Wilson ben&#246;tigt unsere Hilfe" target="_blank">1</a>, <a href="http://www.neunzehnhundert.org/2006/10/04/307/" title="Nzh.org: Neues von Robert Anton Wilson" target="_blank">2</a>, <a href="http://www.neunzehnhundert.org/2006/10/06/309/" title="Nzh.org: Robert Anton Wilson bedankt sich bei allen" target="_blank">3</a>) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Shea" title="Wikipedia: Robert Shea" target="_blank">Robert Shea</a> in ihrer Romantrilogie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Illuminatus!" title="Wikipedia: Illuminatus!" target="_blank">Illuminatus!</a> Hagbard Celine schufen, stampften sie den perfekten Guerillaterroristen aus dem Boden. Ein au&#223;ergew&#246;hnlich hoch begabter Mann, der gleichzeitig Jura und Schiffbau studierte, sein eigenes Uboot, die Leif Eriksson, konstruierte und seither gegen seinen ganz pers&#246;nlichen Krieg gegen die Illuminaten f&#252;hrte.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Ihm legte gerade Wilson sehr viel seiner Philosophie in den Mund. So beispielsweise lie&#223; er ihn einen besonderen Satz sagen, der mit seinen wenigen Worten selbst das zu beschreiben scheint, was wir jeden Tag in den Nachrichten sehen - es wird Politik gemacht, aber sie &#228;ndert nicht was, was sie eigentlich &#228;ndern wollte:</p>
<p><em>Effektive Kommunikation ist nur auf gleicher hierarchischer Basis m&#246;glich.</em></p>
<p>Bekannt geworden ist er jedoch in zwei verschiedenen Versionen. Einerseits als Verk&#252;rzung, <em>Kommunikation ist nur unter Gleichen m&#246;glich.</em>, andererseits als das Snafu-Prinzip. Snafu, ausgeschrieben <em>Situation normal, all fucked up.</em> lautend, erkl&#228;rt sehr anschaulich die gesamte Kommunikation innerhalb hierarchisch aufgebauter Strukturen.</p>
<p>Da solche Strukturen sich auf Angst, mindestens auf Respekt gr&#252;nden, wird jede Information von ganz unten bis ganz nach oben einen beschwerlichen Weg nehmen. Der kleine Angestellte &#252;bermittelt seinen Vorarbeitern m&#246;glichst gesch&#246;nte Nachrichten, welche wiederum ihren Vorgesetzten gesch&#246;nte gesch&#246;nte Mitteilungen machen. Auf diesem Wege kommt am Ende der Kette, beim letzten Glied immer eine befriedigende, erfreuliche Nachricht an.</p>
<p>Allerdings geht dies nur so lang gut, wie von ganz unten aus jedes Problem noch beseitigt werden kann. Gelingt dies nicht mehr, so wird die Wut, welche von oben nach unten dringt, genauso potentiert werden, wie die zuvor &#252;bermittelten Fehlaussagen. Dass dies aufgrund von Angst geschah interessiert dann niemanden mehr, sodass ganz unten zuerst die K&#246;pfe rollen. Ein von oberster Ebene aus betrachtet stabiles Bauwerk hat ergo immer eine wackelige Basis, solang keine direkte Kommunikation zwischen jeder und jeder Ebene stattfindet.</p>
<p>Was jeder Staatsmann versucht, besser gesagt versuchen sollte, ist, ein stabiles und f&#252;r jeden freundliches System zu schaffen. Dazu gereicht es nicht, nett auf Hochglanzphotos zu l&#228;cheln oder einmal in der Amtszeit mit dem Benz durch kriselnde Gebiete zu tuckern.</p>
<p>Man sollte nicht au&#223;er Acht lassen, dess es weitere Faktoren gibt, die diese bestehende Situation verschlimmern. Der Pygmalioneffekt zum Beispiel gibt jeder Seite immer genau die Ergebnisse, die sie erwartet. Ein Staatsmann wird nicht zuletzt durch eine vom Volk bloss bel&#228;chelte &#8220;Du bist Deutschland!&#8221;-Kampagne und seinem, aufgrund vom Informationsdefizit an seinem Aktionsort hervorgerufene, eingeschr&#228;nkte Sicht, immer das zu sehen bekommen, was er zu sehen gewillt ist. Eine von &#8220;selffullfilling prophecies&#8221; ges&#228;hte, problemlose Virtualit&#228;t entsteht. Ebenso erreicht man nie das eigentliche Ziel, ein Gleichgewicht, sondern eine auf Unordnung basierende Pseudoordnung, solang man sich nicht klar dar&#252;ber wird.</p>
<p>Anschaulich pr&#228;sentierte dies Denis Howe <strong>*</strong> im <a href="http://foldoc.org" title="Free On-line Dictionary of Computing" target="_blank">Free On-line Dictionary of Computing</a>:</p>
<blockquote><p>Zu Beginn gab es den Plan. Dann kamen die Spezifikationen.<br />
Und der Plan war ohne Form. Und die Spezifikationen waren ung&#252;ltig.</p>
<p>Und Dunkelheit war auf den Gesichtern derer, die ihn umsetzen sollten. Und so gingen sie zu ihrem Anf&#252;hrer und sagten:<br />
&#8220;Das ist ein Topf voll Schei&#223;e, der stinkt wie die Kanalisation.&#8221;</p>
<p>Und der Anf&#252;hrer hatte Mitleid mit ihnen und sprach zum Projektleiter:<br />
&#8220;Es ist ein Topf voll mit Exkrementen, dessen Geruch niemand ertragen kann.</p>
<p>Und der Projektleiter sprach zu seinem Gruppenleiter:<br />
&#8220;Es ist ein Beh&#228;lter voll mit Exkrementen und es ist so stark, dass niemand es ertragen kann.&#8221;</p>
<p>Der Gruppenleiter eilte daraufhin zu seinem Abteilungsleiter und informierte ihn:<br />
&#8220;Es ist ein Gef&#228;&#223; voller D&#252;nger und niemand ertr&#228;gt seine St&#228;rke.&#8221;</p>
<p>Der Abteilungsleiter brachte diese Worte zu seinem Manager und sagte:<br />
&#8220;Es beinhaltet jenes, welches das Wachstum der Pflanzen f&#246;rdert und es ist sehr streng.&#8221;</p>
<p>Und so kam es, dass der Manager sich freute und die gute Nachricht seinem Vizepr&#228;sidenten &#252;berbrachte:<br />
&#8220;Es f&#246;rdert Wachstum und ist sehr m&#228;chtig.&#8221;</p>
<p>Der Vizepr&#228;sident eilte zum Pr&#228;sidenten und rief freudig aus:<br />
&#8220;Dieses m&#228;chtige neue Softwareprodukt wird das Wachstum der Firma f&#246;rdern.&#8221;</p>
<p>Und der Pr&#228;sident betrachtete das Produkt und befand es f&#252;r sehr gut.<br />
Und schon war die Kacke am Dampfen.</p></blockquote>
<p>Und wer diesem kurzen Artikel nun zustimmt, der liest ihn gleich noch einmal. Denn die eigentliche Essenz ist und bleibt, niemandem zu trauen, schon gar nicht einem selbst, kritisch zu sein allem gegen&#252;ber, das einem zugetragen wird oder das man sich aneignet. Es musst nicht alles wahr sein, es kann auch nichts wahr sein. Nur uns obliegt nicht dar&#252;ber zu urteilen, wenn wir uns nicht einmal vor uns selbst zufriedenstellend rechtfertigen k&#246;nnen.</p>
<p><strong>*</strong> The S.N.A.F.U.-Principle: Copyright 1993 by Denis Howe, ver&#246;ffentlicht unter der <a href="http://www.gnu.org/licenses/fdl.txt" title="GNU Federal Document License" target="_blank">GNU Federal Document License</a></p>
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		<title>Und ich habe gelacht</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Sep 2006 08:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ich freue mich, dass ich mich diesem heutigen Ereignis anschlie&#223;en kann, das in der Geschichte als gr&#246;&#223;te Demonstration f&#252;r Freiheit in der Geschichte unserer Nation vermerkt werden wird.  Im letzten Jahrhundert schrieb ein ber&#252;hmter Amerikaner, in dessen symbolischen Schatten wir heute stehen, die Freiheitsproklamation. Er pr&#228;gte das neue Mantra der Welt.</p>
<p><!--more--></p>
<p><a title="Wikipedia: Martin Luther King" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther_King"><img width="193" height="251" align="right" style="padding: 10px" title="Martin Luther King" alt="Martin Luther King" src="/img/martin_luther_king.jpg" /></a>Es sollte hei&#223;en: <strong><em>Turn on. Tune in. Drop out.</em></strong> und als heller Leitstern der Hoffnung zu Millionen von Gesellschaftsabh&#228;ngigen sprechen, die in den Flammen der vernichtenden Ungerechtigkeit versengt wurden. Es kam als ein freudiger Tagesanbruch am Ende der langen Nacht ihrer Gefangenschaft.</p>
<p>Aber gut vierzig Jahre sp&#228;ter ist der Mensch immer noch nicht frei. vierzig Jahre sp&#228;ter ist das Leben des Menschen leider immer noch von den Handfesseln der Einkommenstrennung und den Ketten der Blutlinien eingeschr&#228;nkt. vierzig Jahre sp&#228;ter lebt der Mensch immer noch auf einer einsamen Insel der geistigen Armut in der Mitte eines weiten, weiten Ozeans des Wissens, das ihm zu erlangen verwehrt wird. vierzig Jahre sp&#228;ter vegetiert der Mensch immer noch an den R&#228;ndern der globalisierten Gesellschaft dahin und befindet sich im Exil in seinem Wirklichkeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>ICH HABE EINEN TRAUM!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dass auf dem Marktplatz jeder Stadt ein gro&#223;es Schild aufgestellt werden wird, dass die Funktionsweise der alten Welt entlarvt:</p>
<blockquote><p><strong>#</strong> The concept of individuals with choice and identity seemed total folly, the ultimate nightmare-not just of authoritarian bureaucrats, but of common-sense liberals. Chaos must be controlled!</p>
<p><strong>#</strong> The standard way to tame and domesticate the impossible complexity that surrounds us is to invent a few <em>tooth-fairy</em> Gods, the more infantile the better, and to lay down a few childish rules: Honour your father and your mother, etc. The rules are simple and logical. You passively obey. You pray. You sacrifice. You work. You believe.</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>ICH HABE EINEN TRAUM!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und dieser heisst:</p>
<p><a title="Wikipedia: Timothy Leary" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Leary"><img width="247" height="266" align="right" style="padding: 10px" title="Timothy Leary" alt="Timothy Leary" src="/img/timothy_leary.jpg" /></a></p>
<blockquote><p><strong>#</strong> Thou shalt not alter the consciousness of thy fellow men.</p>
<p><strong>#</strong> Thou shalt not prevent thy fellow man from altering his or her own consciousness.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lass daher die Glocken der Freiheit in den einstmaligen Kirchen l&#228;uten. Lass die Glocken der Freiheit l&#228;uten in den m&#228;chtigen Kathedralen. Lass die Glocken der Freiheit in den abgelegensten Orten l&#228;uten. Lass die Glocken sogar in den W&#252;sten l&#228;uten. Von jedem Berghang lass die Glocken der Freiheit l&#228;uten.</p>
<p>Wenn dies geschieht, und wenn wir erlauben, dass die Glocken der Freiheit l&#228;uten und wenn wir sie von jedem Dorf und jedem Weiler, von jedem Staat und jeder Stadt l&#228;uten lassen, werden wir diesen Tag schneller erleben, wenn alle Kinder unserer selbst, Menschen, H&#228;nde halten k&#246;nnen und die Morgen von nun an mit einem L&#228;cheln beginnen k&#246;nnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>#</strong> <a title="Wikipedia: Martin Luther King" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther_King">Martin Luther King</a>: <a title="Martin Luther King: Ich habe einen Traum" target="_blank" href="http://usa.usembassy.de/etexts/soc/traum.htm">Ich habe einen Traum</a> (Ansprache w&#228;hrend des Marsches auf Washington f&#252;r Arbeitspl&#228;tze und Freiheit am 28. August 1963)</p>
<p><strong>#</strong> <a title="Wikipedia: Timothy Leary" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Leary">Timothy Leary</a>: <a title="Amazon.com: Timothy Leary: Chaos &#038; Cyber Culture" target="_blank" href="http://www.amazon.com/Chaos-Cyber-Culture-Timothy-Leary/dp/0914171771/sr=8-1/qid=1158395992/ref=pd_bbs_1/102-1785088-4004960?ie=UTF8&#038;s=books">Chaos &#038; Cyber Culture</a></p>
<p><strong>#</strong> M&#228;schapp: <a title="Neunzehnhundert.org" target="_blank" href="http://www.neunzehnhundert.org">Wir</a></p>
]]></description>
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		<item>
		<title>Don&#8217;t do music, you won&#8217;t be a musician!Don&#8217;t do art, you won&#8217;t be an artist!</title>
		<link>http://www.neunzehnhundert.org/dont-do-music-you-wont-be-a-musiciandont-do-art-you-wont-be-an-artist/</link>
		<comments>http://www.neunzehnhundert.org/dont-do-music-you-wont-be-a-musiciandont-do-art-you-wont-be-an-artist/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Aug 2006 11:55:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

		<category><![CDATA[Bildung]]></category>

		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

		<category><![CDATA[TED]]></category>
<category>Bildung</category><category>Kunst</category><category>TED</category>
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		<description><![CDATA[<p><img src="http://www.neunzehnhundert.org/img/sir_ken_robinson.jpg" alt="Sir Ken Robinson" style="border: 0px; padding: 10px;" align="left" /><a href="http://www.ted.com" target="_blank" title="Internetpr&#228;senz TED"> <strong>TED</strong></a> (Technology Entertainment Design), so der Name einer Konferenz, die jedes Jahr in Kalifornien abgehalten wird. Das Themenfeld ist nicht nur auf den ausgeschriebenen Konferenznamen beschr&#228;nkt, sondern umfasst alles Neuartige und Herausragende, weshalb man ohne Scham sagen kann, dass f&#252;r ein paar Tage viele gro&#223;artige Denker aus der ganzen Welt zusammen kommen.</p>
<p><a href="http://www.spreeblick.com" target="_blank" title="Spreeblick.com">Johnny Haeusler</a> wies schon vor ein paar Wochen auf den sehr guten <a href="http://www.ted.com/tedtalks/tedtalksplayer.cfm?key=ken_robinson&#038;flashEnabled=1" title="TEDTalks: Sir Ken Robinson: Creativity in Education" target="_blank">Vortrag von Sir Ken Robinson</a> hin. Ich habe ihn erst jetzt gesehen, will aber trotzdem unbedingt noch einmal nachtr&#228;glich auf ihn aufmerksam machen.</p>
<p>Es werden uns nicht gerade rosige Aussichten gezeigt, die aber nur eintreten werden, wenn wir unser Bildungswesen nicht neu &#252;berdenken und auch &#228;ndern.</p>
<p>Download: <a href="http://ted.streamguys.net/ted_robinson_k_2006.zip" target="_blank" title="Sir Ken Robinson bei Ted Talks">Sir Ken Robinson bei TED Talks</a></p>
<p>Download <a href="http://www.ted.com/tedtalks/index.cfm?flashEnabled=1" target="_blank" alt="weitere Mitschnitte der TEDTalks">weitere Mitschnitte der TEDTalks</a></p>
<p>Gefunden bei: <a href="http://www.spreeblick.com/2006/07/28/if-youre-not-prepared-to-be-wrong-youll-never-come-up-with-anything-original/" target="_blank" alt="Spreeblick: Ken Robinson: Creativity in Education">Spreeblick</a></p>
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		<title>F. P. Ramsey: Es gibt wirlich nichts zu diskutieren</title>
		<link>http://www.neunzehnhundert.org/f-p-ramsey-es-gibt-wirlich-nichts-zu-diskutieren/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 May 2006 18:11:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://neunzehnhundert.org/2006/05/20/100/</guid>
		<description><![CDATA[<p>Es ist wieder einmal an der Zeit, einen guten Text zu diskutieren. Und zwar dreht es sich dabei diesmal um <i>Es gibt wirklich nichts zu diskutieren</i> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Plumpton_Ramsey" target="_blank">Frank Plumpton Ramsey</a>. Nach 26 Jahren war das Leben dieses 1903 geborenen, bemerkenswerten Mannes schon zu Ende. Und dennoch hat er es in seiner kurzen Zeit geschafft, bahnbrechende Aufs&#228;tze zu Mathematik, Logik und eben auch Philosophie zu ver&#246;ffentlichen. <i>Es gibt wirklich nichts zu diskutieren</i> ist eigentlich kein Text, sondern ein Vortrag, den Ramsey 1925 vor einer Diskussionsgruppe, den <i>Aposteln</i>, in Cambridge gehalten hat. Posthum erschienen ist er jedoch als Text. Es w&#228;re noch hinzuzuf&#252;gen, dass Ramsey diesen Vortrag, wahrscheinlich in einem Anflug von Ironie, als <i>Epilogue</i> in seinen <i>Philosophical Papers</i> hat drucken lassen.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Worum geht es also? Ramsey geht davon aus, das es kein Selbstverschulden ist, das er kein Thema f&#252;r den Vortrag finden konnte und es demnach einen Grund geben muss, weshalb er einfach keines fand. Daf&#252;r zieht er die Typentheorie nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Betrand_Russell" target="_blank">Bertrand Russell</a> zu Rate. &#252;ber die Mathematik kann er also bestimmen (er wird sich auf die neuere Version von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Russellsche_Antinomie" target="_blank">Russells Typentheorie</a> beziehen), das es kein Thema erster Ordnung f&#252;r die Anwesenden gab, das sie h&#228;tten diskutieren k&#246;nnen.</p>
<p>Das mag sich alles f&#252;rchterlich anh&#246;ren, wenn es denn pl&#246;tzlich wirklich nichts mehr zu diskutieren g&#228;be. Aber f&#252;r alle, die den Satz so verstanden haben, schickt Ramsey sogleich die Entwarnung hinterher. Es gab Themen, die man diskutieren (im Kreis der Anwesenden) h&#228;tte diskutieren k&#246;nnen, nur gibt es sie jetzt nicht mehr. Denn dabei st&#252;tzt er sich auf die Erkenntnis, das es au&#223;erhalb aller Naturwissenschaften nichts zu <i>wissen</i>, allenfalls zu <i>meinen</i> oder zu <i>f&#252;hlen</i> gibt. Naturwissenschaftlich bedarft jedenfalls muss das Publikum nicht gewesen sein, denn diese M&#246;glichkeit eines Themenbereiches macht Ramsey zunichte, ebenso wie Geschichte, Politik, Psychologie, Philosophie und &#228;sthetik.</p>
<p>Zum Beispiel, so hei&#223;t es, l&#228;sst sich Naturwissenschaft, Geschichte oder Politik ausschlie&#223;lich noch in Expertenkreisen diskutieren. Denn zur Diskussion bedarf eines umf&#228;nglichen Wissens &#252;ber ein Thema. Und wenn man &#252;ber dieses nicht verf&#252;gt, so ist man nur Lernender, der allenfalls gebannt den Experten lauschen und lernen, nicht aber dar&#252;ber hinaus agieren kann.</p>
<p>Bei der Philosophie ist es nicht anders. Nur l&#228;sst sie sich in zwei Bereiche einteilen: Popul&#228;rphilosophie und alle Philosophie um die Logik. Doch, es gibt nicht einmal dort etwas zu bereden, wenn Philosophie, nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wittgenstein" target="_blank">Wittgenstein</a>, kein Thema, sondern eine T&#228;tigkeit ist, die einem die intellektuellen Kopfschmerzen lindern soll. In der popul&#228;ren Philosophie ist es noch schlimmer, wenn man Verh&#228;ltnisse zwischen Mensch und Natur oder A und B be&#228;ugt. Ohne eine naturwissenschaftliche Basis ist es kaum m&#246;glich, so Ramsey, hierin tiefer einzudringen. Somit scheitert das Vorhaben immer.</p>
<p>Um das zu untermauern, was bisher noch wackelig erscheint, kommt Ramsey auf Russells Vortrag <i>What I Believe</i> zu sprechen. In ihm besch&#228;ftigte sich Russell mit seinen Ansichten zu Natur- und Werphilosophie. Da sich Russel bei seiner Naturphilosophie auf seine Mengenlehre und gefestigte physikalische, physiologische und mathematische Erkenntnisse st&#252;tzt, w&#228;re es unm&#246;glich f&#252;r eine Gruppe von Menschen, dar&#252;ber hinauszugehen, wenn sie nichts von den einzelnen Bereichen verst&#252;nden. Diskutieren k&#246;nnten sie dann nur die Punktualisierung und Gewichtung seiner Argumente, &#228;u&#223;erlichkeiten eben, keine Mengen erster Ordnung.
</p>
<p>Die dazugeh&#246;rige Wertphilosophie beruhte darauf, was der Mensch wolle und wie er es nach M&#246;glichkeit bek&#228;me. Doch das hatte nichts mehr mit Philosophie zu tun gehabt, als Russell dies zu beantworten versuchte, denn das Thema war psychologischer Natur. Nat&#252;rlich lie&#223;e sich &#252;ber Wertsystem ganz vortrefflich streiten, jedoch nie &#252;ber Absolutes, denn Ramsey meint, dass mit dem Verwurf der Theologie und der Existenz Gottes jegliche Objektivit&#228;t aller Werte verloren gegangen ist.</p>
<p>Bei der Psychologie ist nicht viel anders. Es geht entweder um Introspektion und darauf basierender Verallgemeinerung oder um blo&#223;es Vergleichen von Gem&#252;tszust&#228;nden/Stimmungen. Denn wenn Person A sagt, dass sie das Gem&#228;lde sch&#246;n findet und B sagt, dass es h&#228;sslich ist, dann haben sie zwar kommuniziert, nicht aber mehr getan, als bloss ihre Meinungen verglichen. Die &#228;sthetik ist nach Ramsey nicht anders gestrickt. Ein Kunstwerk vermittelt, so sagt er, keine Argumente, sondern Gef&#252;hle. Und &#252;ber Gef&#252;hle lie&#223;e sich nun einmal nicht diskutieren.</p>
<p>Aus diesem Ganzen folgert Ramsey, das es f&#252;r die Gruppe der Anwesenden wirklich nichts zu diskutieren gibt. Ursache daf&#252;r ist der Fortschritt, der einerseits verkompliziert und andererseits gleich komplett asusl&#246;scht. Entweder ist das, wor&#252;ber fr&#252;her jeder diskutieren konnte, zu schwierig geworden, oder einfach l&#228;cherlich.</p>
<p>Was also wollte Ramsey sagen? Was gibt es hierzu noch zu sagen? An manchen Stellen macht er sich ganz sch&#246;n einfach, zum Beispiel wenn er den Fortschritt in seiner Wichtigkeit zu begrenzen versucht und die Gef&#252;hle an oberste Stelle r&#252;ckt - und dies mit wissenschaftlicher Akribie zu belegen versucht. Andererseits hat er geschickt verkn&#252;pft, was in der Realit&#228;t nicht zusammen h&#228;lt und dadurch auch auf philosophischer Basis verst&#228;ndlich gemacht, das es f&#252;r Laien aller Gebiete reichlich wenig, resp. gar keine Diskussionsthemen gibt. Doch er ist die Realit&#228;t zu simpel angegangen. Der Fakt, das es aufhaltend sein sollte, ein Thema anzugehen, von dem man nichts versteht, schreibt noch lange nicht vor, das dem so ist. Vorallendingen, wann wei&#223; man, wo man sich beteiligen kann und wo nicht, besonders dann, wenn viele Entdeckungen aus reiner Neugierde resultierten, f&#252;r die aus Ausgangspunkt nur bedingt wissenschaftliche Kenntnis vorhanden sein musste. Auch nimmt er es mit der &#228;sthetik ein wenig zu leicht. H&#228;tte man <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Nietzsche" target="_blank">Nietzsche</a> in puncto &#228;sthetik gesagt, das sie allenfalls ein Gef&#252;hl ist und nicht auch bestimmten Ma&#223;gaben und Regeln folgt, wahrscheinlich h&#228;tte er sich die Haare ausgerissen. Mit der Aussage aber, das die Objektivit&#228;t der Welt entglitten ist, hat er allerdings genau den Nerv seiner Zeit und der folgenden Epochen getroffen, das muss man ihm unbedingt zu Gute halten.</p>
<p>Auch ist sein Schlu&#223;wort ein besonders sch&#246;nes. Er spricht von seiner perspektivischen Weltsicht, die somit nicht ma&#223;stabsgetreu ist. Das Nichtsvorhandensein von Demut gegen&#252;ber der Unendlichkeit des Alls wird bei ihm durch die Gr&#246;&#223;e der Menschheit im Vordergrund seiner Sicht ersetzt. Selbst die Gewissheit, das irgendwann alles zu Ende ist, bringt ihn nicht davon ab zu sagen, das die Gegenwart wertvoll ist, denn rationalisiert ist diese Gewissheit zwar real, aber nicht sonderlich im Moment sp&#252;rbar. Auch wenn er sich damit selbst ein Bein stellt, den Emotivismus preist und eigentlich selbiges f&#252;r die Akribie tun wollte, bleibt sein letzter Absatz sch&#246;n. Er geht ja sogar selbst darauf ein. Jeder mag ihn verachten, es kann ihm egal sein, wenn eine Tatsache per se nicht gut oder schlecht, sondern als gut oder schlecht gef&#252;hlt wird. Ganz ab vom Thema aber sollte es, so Ramsey, einen genau deshalb nicht bedr&#252;cken, wenn es nichts zu diskutieren gibt.</p>
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		<title>H&#246;renswerte Radiosendungen</title>
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		<pubDate>Sun, 07 May 2006 11:05:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>In Bezug auf das heute angef&#252;hrte <a href="http://neunzehnhundert.org/?p=72" target="_blank">Bush-Gespr&#228;ch</a> m&#246;chte ich endlich einmal ein paar h&#246;renswerte Radiosendungen nennen, unter anderen <a href="http://neunzehnhundert.org/?p=30" target="_blank">solche</a>, die ich bereits ein paar mal <a href="http://neunzehnhundert.org/?p=18" target="_blank">erw&#228;hnt habe</a>. </p>
<p>Da w&#228;re zum Ersten die Episode <i>Das Bullshit-Prinzip - Mit hei&#223;er Luft zum Erfolg</i> aus der Sendung <a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2" target="_blank">Der Tag</a> vom <a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2" target="_blank">hr2</a>. Es geht hier um Mist, Humbug, wie wir im Deutschen dazu sagen w&#252;rden, also bekannterma&#223;en um Bullshit, einen der wenigen Anglizismen, die ich, aufgrund ihrer schlechten &#252;bersetzbarkeit, sogar gelten lassen w&#252;rde. Was das hei&#223;en soll? Nunja, niemand schaut Talk-Shows, wenn man ihn danach fragt, aber jeder kennt die eine oder andere Anekdote aus solcher Sendung. Nat&#252;rlich sind die Anderen die Dummen, man selbst schaut nur zu, um sich &#252;ber jene zu stellen, die sich dort die Bl&#246;&#223;e geben, offensichtlich nicht die hellsten K&#246;pfe zu sein. Weiterhin beinhaltet die Episode einen &#228;u&#223;erst lustigen Wegweiser, wie man erfolglich <i>bullshittet</i> und sich m&#246;glichst oberfl&#228;chlich und unverst&#228;ndlich zu jedem Thema &#228;u&#223;ern kann. EIne sehr empfehlenswerte Sendung ist <a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2" target="_blank">Der Tag</a> &#252;berhaupt.</p>
<p>Downloadlink: <a href="http://podcast.hr2.de/derTag/das_bullshit-prinzip_mit_heier_luft_zum_erfolg.mp3">hr2 Der Tag - Das Bullshit-Prinzip</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine ebenso empfehlenswerte Sendung ist <a href="http://www.swr.de/swr2/wissen/index.html" target="_blank">SWR2 Wissen</a>. Ganz besonders hervorheben m&#246;chte ich eine sehr gelungene Episode &#252;ber den aus Rum&#228;nien stammenden, jedoch sp&#228;ter in Frankreich lebenden Philosophen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emile_Cioran" target="_blank">Emile M. Cioran</a> namens <a href="http://www.swr.de/swr2/sendungen/wissen-aula/archiv/2006/01/27/index.html" target="_blank">Prometheus und Adler</a>. F&#252;r alle Leser dieses Mannes wird die Sendung ein Genu&#223; sein, vorallem wenn man vorher Cioran h&#246;chstens franz&#246;sisch, aber nie deutsch hat sprechen geh&#246;rt. Anbei gibt es auf der Seite des SWR2 das Manuskript zum Download, welches immer gut zum kurzen &#252;berfliegen oder gleich zum Mitlesen geeignet ist. Die Sendung vollf&#252;hrt einen groben Streifzug durch Ciorans Leben, Denken und gibt auch &#228;u&#223;erungen von Freunden und Anh&#228;ngern wider.</p>
<p>Downloadlink: <a href="http://mp3.swr.de/swr2/wissen/podcast/swr2_wissen_-_prometheus_und_adler_.6444m.mp3">SWR2 Wissen - Prometheus und Adler</a><br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="http://db.swr.de/upload/manuskriptdienst/wissen/wi1020021649.rtf">Manuskript zur Sendung</a></p>
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		<title>F&#252;r die Lethargie</title>
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		<pubDate>Tue, 02 May 2006 19:31:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><i>Ich mu&#223; dem Geist einfach den Vorrang lassen. Aber trotzdem ist es der Wille zur Tat, der den Geist aus seiner Lethargie aufr&#252;ttelt. Dieser Wille, sage ich, ist &#252;berall entscheidend. Ihn m&#252;ssen wir besonders pflegen, ihn immer einsetzen. Es gibt nichts, was er nicht erreichte.</i></p>
<p>So schrieb Cicero &#252;ber die Lethargie des Geistes, genauer noch &#252;ber den Willen, der n&#246;tig ist, um dessen Lethargie zu &#252;berwinden. Dabei verga&#223; der gute Cicero im &#252;berschwall des Wetterns gegen sie doch glatt die positiven Z&#252;ge ihrer. Ja, gerade ich spreche von positiven Z&#252;gen, und dann auch von denen der Lethargie.</p>
<p>Dabei ist die Lethargie, die Lustlosigkeit, der &#252;berdru&#223; doch genau das, was der Mensch braucht, um sich selbst unterbewusst zu kontrollieren. Ich m&#246;chte behaupten, dass kein Mensch f&#228;hig ist, ununterbrochen t&#228;tig zu sein, wie es beispielsweise Nietzsche von seinem &#252;bermenschen forderte. Sp&#228;testens das nietzscheanische Kind, die Neuordnung, der Weise, w&#252;rde bald lethargisch oder wenigstens verbohrt werden, wenn er keine J&#252;nger f&#228;nde, wenn nicht schon das Kamel in seiner tragenden Rolle (Achtung, Wortspiel!) verhaarte.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Ganz pers&#246;nlich, hoffentlich mag sich hierin jemand widerfinden: Kann man unabl&#228;ssig t&#228;tig sein? Der Drang dazu besteht, keine Frage, aber ist es noch ein Drang, wenn man diesem nur allzu leicht nachgeben kann? Ist es ein Drang, wenn ihn durch kleine, ausweichende T&#228;tigkeiten beseitigt und ihn aufschiebt, wenn man sich dadurch selbst bel&#252;gt, um den Schein einer kurz w&#228;hrenden Selbstzufriedenheit zu erzeugen? Ich denke nein. Dann m&#252;sste man also sagen, dass der Drang, eigentlich impliziert der Ausdruck es ja, schubweise kommt und existiert, w&#228;re er kontinuierlich, so w&#228;re es kein Drang, wenn er sich nicht stetig steigerte usw. usf.</p>
<p>Und selbst wenn der Drang immer da w&#228;re, manch einer mag das von sich behaupten, meinetwegen, dann muss man sich doch eingestehen, dass es einfach nicht geht, immer das Beste von sich zu geben, denn dann w&#228;re auch diese Bezeichnung Humbug und alle Steigerungsformen w&#228;ren dahin. Es resultiert dann wohl in Frust, ich kann diesbez&#252;glich nur aus der Introspektive heraus sprechen, doch da genau setzt die Lethargie an. Denn bewahrt sie nicht vor den noch blamableren Phrasen, die der Frust hervor bringt?</p>
<p>Man muss wohl zwischen mehreren Stufen der Lethargie unterscheiden. Auch, wenn mir jeder K&#252;nstler jetzt gern ein Messer in den R&#252;cken rammen w&#252;rde, m&#246;chte ich sagen, dass keine aller Formen der Lethargie eine andere bedingt oder beeinflusst. So ist es f&#252;r mich nicht selbstverst&#228;ndlich, wenn man im Leben per se nichts auf die Reihe bekommt, aber daf&#252;r unabl&#228;ssig \textit{f&#252;r sich} in was f&#252;r einer Weise auch immer t&#228;tig ist.</p>
<p>Ist dann nicht auch jeder Frieden lethargisch? Ich hatte die Stelle aus Francis Fukuyamas \textit{Das Ende des Menschen} zitiert, in der es um die Frage ging, was wohl aus Napoleons und Caesars Eroberungsdrang geworden w&#228;re, h&#228;tten sie irgendwie Prozac, Ritalin oder sonstige \textit{Hirnficker} in die H&#228;nde bekommen. Kriege resultieren aus Differenzen und Unzufriedenheit, jedoch sind das bei weitem nicht alle Ursachen, denn immer ist ein Krieg speziell und nicht verallgemeinerbar, allenfalls die Folgen und Anl&#228;sse &#228;hneln sich meist. Lethargie k&#246;nnte man wohl auch teils als Abwesenheit von Kreativit&#228;t bezeichnen. Wenn Kreativit&#228;t Subversivit&#228;t erfordert, aufr&#252;hrerisch per definitionem und auch aus Unzufriedenheit her r&#252;hren muss, dann hat sie wenigstens im letzten Punkt mit der Lethargie etwas gemeinsam. Nichtsdestotrotz aber unterscheiden sie sich in den anderen genannten Faktoren. Eine Freundin sagte mir einmal, dass bewegte Zeiten wohlm&#246;glich erst danach, in der Ruhe, als solche empfunden werden. Ich denke, man muss ihr diese Feststellung sehr zu Gute kommen lassen, denn Frieden w&#252;rde ich, sehr oberfl&#228;chlich gesagt, dann als Abwesenheit von Aufruhr und Unzufriedenheit bezeichnen. Mir ist selbst klar, dass mir die Oberfl&#228;chkeit und Verallgemeinerung hier bei einer tiefgehenderen Betrachtung das Genick brechen w&#252;rde, aber mir geht es nur kurz darum, eine Br&#252;cke zu schlagen, hin&#252;ber zu dem, dass, wenn wir diese Oberfl&#228;chlichkeit g&#252;tigerweise einmal gelten lie&#223;en, der Frieden lethargisch sein muss, um &#252;berhaupt existieren zu k&#246;nnen, demnach also die Lethargie gut zu hei&#223;en w&#228;re. Auch wenn dieses Gedankenspiel hinten und vorne L&#252;cken aufweist, so wollte ich doch nur kurz zeigen, dann Frieden auch als Abwesenheit eines Willens gedeutet werden kann, wenn man den Willen zum Erhalt desselben einmal au&#223;er Acht l&#228;sst.</p>
<p>Ist in diesem kurzen Schriebs ein wenig Selbstkritik sp&#252;rbar? Wahrscheinlich. Lethargie, o Lethargie, du hast mich wieder, doch diesmal wei&#223; ich dich zu sch&#228;tzen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bez&#252;glich des Pessimismus&#8217;</title>
		<link>http://www.neunzehnhundert.org/bezueglich-des-pessimismus/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Apr 2006 21:42:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://neunzehnhundert.org/?p=64</guid>
		<description><![CDATA[<p>Zur Erinnerung:</p>
<p>Pessimistisch sollte einen eigentlich nur stimmen, dass man seiner Menschlichkeit nicht zu entfliehen vermag, nicht einmal im Tode. Alles Andere erscheint gegen&#252;ber dieser Gewissheit belanglos.</p>
<p>Wieviele Leute haben ernsthaft jemals einige Minuten damit zugebracht,  zu ergr&#252;nden, was den Pessimismus ausmacht? Pessimisten h&#228;ngt der schlechte Ruf nach, sie seien m&#252;rrisch, stur et cetera. All das mag nun stimmen oder nicht, spielt es doch aber eine untergeordnete Rolle. Aber sollte man nicht langsam dar&#252;ber nachdenken, diesen Begriff etwas auszuweiten? Man m&#252;sste zu dem, was ich meine, nicht einmal vom <i>pessimum</i> abweichen.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Derzeit erleben Kultur- und Historienpessimismus eines Renaissance, Was in B&#252;chern wie <i>Kultur vor dem Kollaps?</i> von Morris Berman, <i>Das Ende der Geschichte</i> und <i>Das Ende des Menschen</i> von Francis Fukuyama beispielsweise angef&#252;hrt wird, ist die realistisch-empirische Beschreibung dessen, wovon Cioran, Schopenhauer und andere vor Jahrzehnten gesprochen haben.</p>
<p>Doch macht es den Pessimisten nicht zum &#252;belt&#228;ter, selbst wenn er dabei ein Schwarzseher bleibt. Vielmehr wird ihm die Weitsicht zuteil, mit der er treffend leicht das erkl&#228;rt, was er in seiner Zeit begonnen und nach seinem Tode nicht mehr enden sehen muss. Es n&#252;tzt nichts, zwischen Welt und Mensch zu verallgemeinern. Genausogut k&#246;nnte man, wenn diese Verallgemeinerung legitim w&#228;re, Misanthrop und Philanthroph vergleichen, die sich einzig in dem Punkte treffen, dass sie sich mit dem Menschen besch&#228;ftigen. Eben diese Besch&#228;ftigung geht dem normalen Verst&#228;ndnis &#252;ber den Pessimismus, wie auch jenem &#252;ber dem Optimismus, ab. Diese Gemeinsamkeit mag die einzige sein, die auch diese beiden Stereotypen haben, doch trotzdem ist sie eine schwerwiegende.In diesem Punkt, den man ja gro&#223;spurigerweise gern vernachl&#228;ssigt, liegt auch die Verifizierung der Weltanschauung f&#252;r sich. Wo Toleranz gepredigt wird, beisst man hier gew&#246;hnlich auf Granit, wobei sie in besonderem Ma&#223;e gerade hier angebracht w&#228;re.</p>
<p>Ich m&#246;chte gar noch einen Schritt weiter gehen und die Pessimisten unterteilen. Derweilen g&#228;be es meiner Meinung nach gute und schlechte Pessimisten. Schlechte Pessimisten w&#228;ren gleichzeitig auch besonders schlechte Misanthropen und Antrophobe, da sie in ihrer Selbstdefinition verharren, sich festfahren, bis sie schlie&#223;lich g&#228;nzlich unbeweglich sind. Die anderen unter ihnen sind die Skeptiker, die meinetwegen mit einer pessimistischen Grundhaltung hinterfragen, aber keinesfalls stur darauf beharren wollen.</p>
<p>Ebenso k&#246;nnte auch ein Optimist Skeptiker sein, jedoch ist diese Haltung meiner Meinung nach in heutiger Zeit etwas verblendet.Denn manchmal bekommt man das Gef&#252;hl, dass, wenn jemand krampfhaft versucht alles durch eine bunte Brille zu sehen, dieser sich nicht sonderlich von einem der schlechten Pessimisten unterscheidet.</p>
<p>Vielleicht jedoch habe ich die vollkommen falsche &#252;berschrift gew&#228;hlt. Denn vielmehr h&#228;tte dieser Beitrag <i>Bez&#252;glich des Skeptizismus&#8217;</i> hei&#223;en m&#252;ssen. Doch das ist nun zu sp&#228;t. Wer immerhin bis hierher gelesen hat, der wird es wissen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Expandierter Aphorismus oder Das Absurde</title>
		<link>http://www.neunzehnhundert.org/expandierter-aphorismus-oder-das-absurde/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Apr 2006 18:20:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Jener Aphorismus bez&#252;glich der Grundvoraussetzung zum Philosophieren ist weitaus ergiebiger, als ich dachte, da ich ihn vor mir weg schrieb. Aus diesem Grund, und aus einer pl&#246;tzlichen Laune heraus, sehe ich es als wert an, diesen Paragraphen noch einmal aufzurollen und etwas detailierten zu betrachten.</p>
<p>Zur Erinnerung, es ging um folgende Aussage: &#8220;Philosophie zu betreiben ist, frei nach der wunderbaren Formulierung Thomas Nagels, nur dann m&#246;glich, wenn man den Schritt beiseite getan und also alles, auch sich selbst, im Blick hat. Ohne dies ist keine halbwegs gute &#252;berlegung oder Diskussion m&#246;glich, da sie irgendwann zwangsl&#228;ufig in Polemik gegen sich selbst oder andere endet.&#8221;</p>
<p><!--more--></p>
<p>Zur Tat: WIe schon gesagt, worum es mir ging, sind die Grundvoraussetzungen f&#252;r eine philosophische Denkweise oder Diskussion. Thomas Nagel erkl&#228;rte in seinem Aufsatz &#8220;The View From Nowhere&#8221;, und ebenso in &#8220;The Absurd&#8221;, dass man, wenn man &#252;ber Abstraktes oder Existentielles nachdenkt, es zwar im abstrakten Sinne, aber doch nie so abstrakt tut, als das man neue Wirklichkeiten konstruieren k&#246;nnte, die sich in jedem (nicht nur denkbaren, das w&#228;re beengend) Punkt von unserer Vorstellung unterschieden (man kann es mit unserer Sprache kaum ausdr&#252;cken), denn dazu m&#252;ssten wir uns von allem trennen, was wir haben und nutzen k&#246;nnen und somit h&#228;tten wir dann auch nichts mehr, mit dem wir diese neue Wirklichkeit bauen k&#246;nnten (toller Satz). Unser Zweifel l&#228;uft meist mit dem Leben einher, was unsere Existenz- oder allgemeine Angst immer so verdammt schwerwiegen aussehen l&#228;sst. So vertrauen wir blindlings auf den Boden unter unseren F&#252;&#223;en, wenn wir laufen, k&#246;nnen ihn aber nicht durch selbiges beseitigen, wenn wir ihn hinterfragen. Darum schlie&#223;en wir bei dieser Art des Zweifelns einfach bestimmte M&#246;glichkeiten aus, beispielsweise jene, dass der Boden eben doch nicht da ist. Zum Alltag, bzw. zum Leben, kehren wir ja so oder so zur&#252;ck, entweder zutiefst betr&#252;bt, gelassen wie vorher oder mit einem Quantum an Selbstironie, denn so richtig sicher kann ein wahrer Skeptizist eben doch nicht sein, wenn er einen Fu&#223; vor den anderen setzt. Wenn man es sich &#252;berlegt, dann sind solche Fragen ein ziemlich hei&#223;es Pflaster. Nagel beschreibt selbst in einem Zitat die Meinung David Humes, der irgendwann w&#228;hrend der Besch&#228;ftigung mit solchen Fragen in eine &#8220;philosophische Melancholie&#8221; gefallen ist und diese nur mit einer Runde Trick-Track unter Freunden vertreiben konnte, ehe er sich erneut seiner Arbeit zuwenden wollte, also ihren Sinn nicht schon von Beginn an negierte.</p>
<p>D&iacute;e zweite Art des Zweifelns, und auch die eigentlich weitaus interessantere, von der ich eigentlich ausschlie&#223;lich schreiben wollte, ist die &#8220;View From Nowhere&#8221;, der &#8220;Blick von Nirgendwo her&#8221;. Mit dieser Wortgruppe beschreibt er ein Ph&#228;nomen, mit der sich alles, wirklich absolut alles ad absurdum f&#252;hren l&#228;sst. Um die &#8220;View From Nowhere&#8221; einzunehmen, viele werden es intuitiv so machen, muss man innerlich &#8220;einen Schritt beseite treten&#8221;, sich also von sich selbst, der Welt und allem distanzieren, um so von weit her eine Art &#252;berblick &#252;ber die Dinge zu haben. Wie im Flugzeug oder Hubschrauber sieht von weitem alles sehr klein und unbedeutend aus. Auch all unsere Probleme, unsere Freundschaften, unsere Leidenschaften, sehen aus dieser Perspektive kein bisschen bedeutend aus. Man k&#246;nnte nur von einem ideelen Wert sprechen, aber diesen k&#246;nnen wir nicht heran ziehen, da wir uns ja von uns selbst distanzieren wollten. Sprich: es sieht l&#228;cherlich aus, womit wir uns besch&#228;ftigen und noch l&#228;cherlicher scheint das zu sein, wor&#252;ber wir uns Gedanken machen. Ein kleines Tier hingegen, das sich wohlm&#246;glich nie fragen kann, warum es gerade dieses oder jenes macht und dies auf einer Metaebene t&#228;te, wie es der Mensch tut, ist f&#252;r uns aus genau diesem Grund nie absurd. Wie pamphletisieren, was f&#252;r ein sch&#246;nes Leben die Tiere dich haben, oder all jene, die nie auf die Frage nach einem Sinn hinter all diesem Ramsch aus Existenz, Fleisch und K&#246;rpers&#228;ften fragen.</p>
<p>Genau diese Sichtweise ist Voraussetzung f&#252;r jedes Bisschen Philosophie. Wenn wir uns nicht von den Lasten unserer Meinungen befreien k&#246;nnten, w&#228;ren wir allen Angriffen von Theorien hilflos ausgeliefert. Aber von weitem sieht auch jeder Erkl&#228;rungsversuch wieder harmlos aus. Es sind wohl schon viele Freundschaften zwischen Denkern zerbrochen, weil einer des anderen Theorien zu ernst genommen hat. Warum das so ist r&#252;hrt einfach daher, dass einer der beiden zu sehr mit Urteilen behaftet gewesen sein muss, sodass er von allem ersch&#252;ttert war, was an Fragen auf ihn traf.</p>
<p>Aber was redet man, sollte man sich selbst und seine Gedanken nicht einmal mehr ernst nehmen d&#252;rfen? Zu einer Metaebene gibt es immerhin noch eine Metaebene, uns zu dieser eine. Wir kommen zu einer Art Von-Neumannscher Katastrophe, die uns nicht mehr los l&#228;sst, bis wir einfach entnervt aufgeben und uns an einem Punkt eben doch ernst nehmen. Das ist fatal, denn nur so kann die &#8220;philosophische Melancholie&#8221; eines David Humes erst entstehen. Um der Katastrophe der Unendlichkeit zu entgehen m&#252;sste man schon das in die Praxis umsetzen k&#246;nnen, was in den &#246;stlichen Religionen prophezeit wird: die Knechtung eines transzendeten, zweifelnden Bewusstseins durch ein &#252;bermenschliches Bewusstsein, welches wiederum erst aus einem menschlichen entstehen soll (wie das gehen soll, kann ich mir leider nicht erkl&#228;ren). Denn Absurdit&#228;t entsteht immer auf der Basis eines so beschr&#228;nkten Unterfangenes wie das eines Menschenlebens.</p>
<p>Ich bin vom Thema abgewichen, aber das war mir, im Nachhinein betrachtet, auch ganz lieb so.</p>
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