Kategorienarchiv Rezensionen

  • Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders

    Im achtzehnten Jahrhundert lebte in Frankreich ein Mann, der zu den genialsten und abscheulichsten Gestalten dieser an genialen und abscheulichen Gestalten nicht armen Epoche gehörte. Seine Geschichte soll hier erzählt werden. Er hieß Jean-Baptiste Grenouille, und wenn sein Name im Gegensatz zu den Namen anderer genialer Scheusale, wie etwa de Sades, Saint-Justs, Fouchés, Bonapartes usw., heute in Vergessenheit geraten ist, so sicher nicht deshalb, weil Grenouille diesen berühmteren Finstermännern an Selbstüberhebung, Menschenverachtung, Immoralität, kurz an Gottlosigkeit nachgestanden hätte, sondern weil sich sein Genie und sein einziger Ehrgeiz auf ein Gebiet beschränkte, welches in der Geschichte keine Spuren hinterläßt: auf das flüchtige Reich der Gerüche.

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  • [...] war gestern am späten Nachmittag noch Thema beim Sender 3sat. Und ich muss zugeben, nicht viel über ihn gewusst zu haben, außer, dass es ihn zumindest gab - zu Unrecht. Es lohnte wohl nicht, die Inhalte nachzuplappern, jedoch muss ich einen Satz besonders loben.

    Ich kann ihn nicht widergeben, und wenn ich es versuchte, es würde nicht gelingen, also sage ich es möglichst mit eigenen Worten.

    Gegen Ende der Reportage, als Pissaros gefundener Stil, in Punkten und kurzen Strichen zu malen, endgültig Thema geworden war, versuchte man den Themen seiner Werke auf den Grund zu gehen. In die Ferne blickende, oder gar träumende Menschen, die bei einander stehen und doch fern voneinander sind, frei von allem und endlich in der Lage, mit sich eins werden zu können, indem sie ganz einfach in stiller Konfrontation mit ihrer Existenz denken dahindämmern oder großartige Stadt- und Parkansichten, zeichnete er letztlich en masse.

    Beeindruckend, nichts weiter.

     

    Wikipedia: Camille Pissarro

  • Eine Gruppe von 12 heranwachsenden Jugendlichen, beinahe noch Kinder von 14 Jahren, die sich selbstbewusst Die Räuberbande nennt, hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Heimatstadt, das bayrische Würzburg, anzuzünden und anschließend nach Amerika zu fliehen, um dort die Abenteuer zu bestehen, in welchen sie während ihrer Karl-May-Lektüre schwelgen.

    Alles beginnt an einem abendlichen Sonntag nahe den Brückenheiligen und alles geht seinen gewohnten, chaotischen Gang. Zwischen gestohlenen Fischen, der Fortschritt der Technik in Form einer beleuchteten Kirchturmuhr, passiert rein gar nichts, das irgendwie bemerkenswert wäre.

    Mitten in dem täglichen Einerlei der Würzburger fristen die Räuber ihr Dasein. Allesamt sind kleine Lehrlinge in allen nur möglichen Betrieben. Sie haben sich nach Schillers Vorbild benannt, sprechen sich jedoch untereinander mit Namen von Figuren aus besagten Westernromanen an.

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  • Natürlich darf die Besprechung dieses Filmes nicht fehlen, auch wenn ich auf die des eigentlichen Filmes verzichten oder sie höchstens tangieren möchte. Die wie der Titel verspricht, soll es hier um den Director’s Cut des Filmes Donnie Darko gehen. Dieser konnte zum damaligen Erscheinen im Jahre 2001 aus finanziellen Gründen nicht veröffentlicht werden, doch nachdem sich der Film zu einem der mäßig vielen Geheimtipps gemausert hat, durfte nun vor einiger Zeit die Fassung auf den Markt, die der Regisseur am liebsten heraus gebracht hätte. Sie unterscheidet sich zur Urfassung in zwei großen Punkten. Einerseits ist die neuere Fassung länger, da einige Szenen hinzugekommen sind, die vorher nur auf der Bonus-DVD der metallverpackten Version zu sehen waren oder gänzlich neu veröffentlicht sind. Andererseits liegt bei dieser Version eine geänderte, musikalische Inszenierung vor. Hier und da wurden alte oder neue Szenen überhaupt oder mit anderer Musik unterlegt, beispielsweise und wohl am auffälligsten, die Titelmelodie. Auch sind manchmal andere Versionen verschiedener Szenen zu sehen, was man einzig und allein dann merkt, wenn man die erste Version so oft gesehen hat, dass man eine andere Punktualisierung der Aussprache sofort bemerkt.

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  • Wieder ein Film, der mir empfohlen wurde und der einen Platz in meinem Gedächtnis bekommen hat. Auch diesen Film habe ich von besagtem, sehr gutem Freund empfohlen bekommen, und die Empfehlung hat sich im Großen und Ganzen wieder einmal gelohnt.

    Den Film durchzieht die Verwirrung, man muss immer erst genau hinschauen, ehe man vermuten und feststellen kann, was die filmische Realität und was Traum ist, denn von Beginn an springt die Handlung ständig, was durch die vielen Fetzen von Erinnerungen des Hauptdarstellers nicht unbedingt leichter wird, die durch die ganzen Film verstreut worden sind.

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling, Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz und Teil des Team Totale Zerstörung, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute:
Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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