Kategorienarchiv Vielerorts
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Foto von *brilho-de-contadraussen war es kalt.
ich hasste hamburg,bzw hamburg hasste mich.
nie fühlte ich mich so alleine wie damals in hamburg.ich hatte eiskalte füsse und auf dem kopf ein elektrisches kribbeln.
alles an mir wirkte metallisch.
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Heute wurde das Unwort des Jahres in Köthen (Sachsen-Anhalt) bekannt gegeben. Grund der Abweichung von Frankfurt am Main ist der Geburtstag der wieder gegründeten Fruchtbringenden Gesellschaft, die schon vor 390 Jahren unter ihrem damaligen Oberhaupt, dem Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthens, entgegen der Verunstaltung der deutschen Sprache wirkte.
So richtig scheinen wir aber von eher politisch, bzw. wirtschaftlich angehauchten Begriffen nicht weg zu kommen. Spiegel Online schreibt, dass 2.247 Zuschriften und 1.130 Vorschläge bei der zuständigen Jury eingegangen sind. Beträchtlich, wenn jede Antwort anscheinend doppelt eingereicht worden ist.
«Freiwillige Ausreise»
heißt nun das neue Wort, eher die Wortgruppe, bei der man in Zukunft aufhorchen und wissend schmunzeln muss. Der Begriff scheint vielleicht harmlos, aber es ist schon nicht schlecht, was genau man unter ihm versteht:
Ist man beispielsweise aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen, droht einem hier die Abschiebung und möchte man auf keinen Fall zurück in sein Herkunftsland, so ist dieser Begriff ziemlich fehl am Platze. Genau auf diesen Fall gründet sich die Wahl des Wortes zum Unwort. Es ist zweifelhaft, wie freiwillig eine Ausreise noch ist, wenn man sowieso keine Wahl hat und nicht in Deutschland bleiben kann. Man räumt höchstens das Feld selbst, bevor es von Anderen geräumt wird.
Dennoch, um das klar zu machen, wird bei «Freiwilliger Ausreise» keine Einreisesperre nach Deutschland verhängt. Zudem kann man unter Umständen das Ausreiseland wählen, muss also nicht in die Heimat zurück. Bei einer Abschiebung hingegen geht es direkt nach Hause, mit Einreisesperre.
Es lohnt sich zusätzlich, mal den Blick nostalgisch über die vergangenen Unwörter, die natürlich immer noch solche sind, schweifen zu lassen:
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Auf NPR.org kann man sich ein wunderschönes Konzert von Emily Haines zu Gemüte führen, das sie am 10.01.2007 in Washington D.C. gab und das es übrigens auch direkt bei NPR als MP3 zum Herunterladen gibt.
Es lohnt sich ungemein, was die gute Frau, Mitglied bei Broken Social Scene und Metric (Grund genug, einmal reinzuhören), da auf ihrem Klavier zaubert. Ruhig und melancholisch, aber stimmlich kraft- und textlich stilvoll. Es ist tatsächlich die passende musikalische Untermalung zu dem, was sich da draußen abspielt.
Die Lieder, die sie singt, stammen allesamt aus ihrem Debut-Album als Solokünstlerin namens Knives Don’t Have Your Back, das im Spätsommer letzten Jahres erschien.
Emily Haines and the Soft Skeleton in Concert (via NPR)
Photo von sfllaw
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In Anlehnung an die überaus hübsche Idee des daily cioran hier auch wieder einmal ein Nachschlag:
In den Nächten, in denen man schlecht schläft, kommt ein Augenblick, wo man aufhört unruhig zu sein, wo man die Waffen streckt: eine Ruhe folgt darauf, unsichtbarer Sieg, höchster Lohn nach den Qualen, die ihm vorausgingen. Hinnehmen heißt um die Grenzen wissen. Nichts kommt einem aufgebenden Kämpfer gleich, nichts geht über die Ekstase der Kapitulation …
Cioran: Gevierteilt, Suhrkamp 1991, S. 119
Und ich kann mich nur anschließen: «preis für grössmögliche zitatfähigkeit auf den hundertdreissigerseiten eines werkes geht aaaaaaaaaaaaaaaaaan…..» (via ras)
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Vom 27. bis 30. Dezember letzten Jahres fand in Berlin die 23ste des alljährlichen Chaos Communication Congress statt, besser bekannt als 23c3.
Für alle, die nicht vorbeischauen konnten, gibt es wie in den vorangegangenen Jahren schon die erfreuliche Nachricht, dass nun einige Aufzeichnungen von Vorträgen im Internet über die Seite des 23c3 verfügbar sind.
Besonders erheiternd und erschütternd zugleich war natürlich wieder die so genannte Fnord News Show, bzw. der Fnord Jahresrückblick - eine Präsentation von besonders hübschen Fnords, über das Jahr lang gesammelt und zusammengestellt von Frank Rieger und Felix von Leitner, auch bekannt als Fefe.
Nachdem dem 22c3 durch Rop Gonggrijp und Frank Rieger der Untertitel “We lost the war” verpasst worden war, ging es in diesem Jahr zwar nicht unbedingt zuversichtlicher, unkritischer oder unernster, aber doch auch wieder mit einem Augenzwinkern zu. Es gab weiterhin Alltbekanntes und Geliebtes wie Hacker-Jeopardy plus wieder jede Menge interessante Vorträge, die von zutiefst Technischem bis hin zum Philosophischem reichen. Das Stöbern und Anschauen lohnt sich also.
CCC Events Blog
Seite des 22c3
Seite des 23c3
Liste mit Servern, die Aufzeichnungen der Vorträge zum Download anbieten













