The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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It’s the sense of touch.
Any real city,
you walk.
You know?
You brush by people,
they bump into you.
In L.A. nobody touches you.
We’re always behind this metal and glass.
It’s the sense of touch.
I think we miss that touch so much
that we crash into each other
just so we can feel something.Es ist seltsam, die Interpretation eines Filmes gleich zu Beginn von einer der Figuren erzählt zu bekommen. Man könnte meinen, nichts mehr über Crash von Paul Haggis sagen zu müssen. Nicht, weil der Film schlecht ist, nein, ganz im Gegenteil, weil der Film sich selbst zum abstractum erhebt und gekonnt mit dem Hauch von Ironie spielt, die eigenen Figuren über den Handlungsverlauf selbst reflektieren zu lassen. Crash, dem Episodenfilm aus dem Jahre 2004, wohnt eine noch stärkere Kraft inne, als sie Magnolia 1999 mit in die Kinos brachte.
Der Film beginnt mit seinem Ende, Detective Graham Waters und seine Kollegin Ria haben einen Autounfall genau an der Stelle gehabt, an der sie eigentlich zu Aufnahme eines Mordfalles gerufen worden sind. Graham stammelt leise die einleitenden Zeilen vor sich hin, aber seine Kollegin nimmt ihn gar nicht erst für voll. Es kommt zum Wortgefecht zwischen Ria und der anderen Beteiligten, einer asiatischen Frau, bei dem sich beide mit rassischten Bemerkungen gegenseitig beleidigen. Graham hingegen macht sich auf, sich in der Umgebung nach dem Mordopfer umzusehen.

Dann erfährt der Film seinen Bruch, der den Zuschauer um 36 Stunden in der Zeit zurück versetzt und die Geschichte von hinten aufzurollen versucht. Es wirddie Geschichte von 14, beziehungsweise 17 vollkommen unterschiedlichen Menschen erzählt, wie es zuerst scheint, aber es zeigt sich, dass alle in gewisser Weise etwas miteinander gemein haben und wie sich ihre Wege beiläufig oder impulsiv im Filmverlauf kreuzen.
Graham und Ria arbeiten an einem anderen Fall. Ein schwarzer Polizist, der under cover in der Drogenszene arbeitete, wurde von einem weissen, potentiell rassistischen Polizisten, der schon zwei Farbige erschossen hat, während der Fahrt im Auto erschossen. Alles deutet auf eine eben rassistische motivierte Tat hin, obwohl es heißt, die Tötung sei nur in Notwehr erfolgt. Dieser Verdacht scheint sich zu erhärten, als Ria und Graham später eine große Summe Geldes im Kofferraum des Autos des farbigen Polizisten finden.

Anthony und Peter verdingen sich Ihren Lebensunterhalt damit, Autos zu stehlen und sie an einen Hehler weiter zu verkaufen. Anthony ist die meiste Zeit damit beschäftigt, in jedem kleinen Detail seiner Umgebung einen Angriff auf alle Afroamerikaner zu sehen, während Peter dem weitaus gelassener gegenüber steht. Ersterer meint sogar, seine Aktivitäten dadurch rechtfertigen zu können, dass er niemals das Auto eines Farbigen stehlen würde.
Beide überfallen gemeinsam den Staatsanwalt Rick und dessen Frau Jean und stehlen deren Auto. Jean, die sich dadurch in ihrer zuerst noch unterschwellig existierenden, rassistischen Meinung bestätigt fühlt, wird vollkommen von ihrer Angst überwältigt und sieht seitdem in jedem Menschen anderer Hautfarbe einen potentiellen Betrüger oder Kriminellen. So auch in Daniel, dem Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes, der noch am selben Abend alle Schlösser im Haus von Rick und Jean auswechseln soll, bei dem sie aufgrund seiner Baggy Pants, den Tattoos und dem geschorenen Kopf hinterrücks die Befürchtung hegt, er könne nachgefertigte Schlüssel zu ihrem Haus an seine Knastkumpel verteilen.
Daniel jedoch ist in Wirklichkeit nur ein aufopferungsvoller Familienvater, der alles für seine Tochter tun würde, um sie vor der Gewalt und der Ungerechtigkeit in der Welt zu schützen. So zog er mit seiner Familie, nachdem in ihrem alten Haus eine Kugel durch das Fenster seiner Tochter geflogen war, in eine bessere Wohngegend und meldelte das Mädchen bei einer Privatschule an.
Rick, der Staatsanwalt, fürchtet aufgrund des Autodiebstahls nur um seine politische Karriere, inbesondere um die Gunst seiner Wähler anderer Abstammung.
Die beiden Polizisten John und Tom befinden sich auf Streife, als sie einen Wagen antreffen, der dem Auto des Staatsanwalts Rick ähnlich sieht, und halten ihn an. Tom, ist noch nicht lang bei der Polizei, John hingegen ein alter Hase. Aber es plagen ihn Sorgen um seinen Vater, bei dem fälschlicherweise anstelle von Prostatakrebs eine Blasenentzündung diagnostiziert wurde und dieser so nicht die Hilfe erhält, die er benötigt. Die Probleme bringen John so weit, dass er seine Wut mit rassistischen äußerungen an einer afroamerikanischen Versicherungsmitarbeiterin auslässt, die ihn daraufhin versichert, keine Hilfe für seinen Vater zu erhalten.

Im angehaltenen Auto befinden sich Cameron und Christine, beides Farbige. Cameron ist Regisseur einer Fernsehsendung und versucht die Situation die ohnehin peinliche Situation - die beiden Polizisten konnten durch die Heckscheibe beobachten, wie Christine ihren Mann oral befriedigte - so glimpflich wie möglich hinter sich zu bringen. Christine aber stellt sich stur und bringt die Polizisten soweit, dass er droht, beide zu verhaften. Er belästigt sie in sexuelleer Hinsicht, indem er sie provokativ an betont intimen Stellen abtastet, woraufhin sein Kollege Tom denkt, dass John dies aus einer rassistischen Einstellung heraus getan hätte.
Christine ist zutiefst enttäuscht von ihrem Mann, da er sich nicht für sie eingesetzt hat und auch bei der Arbeit die ganze Zeit über nur nachgibt. Sie wirft ihm vor, kein Rückgrat zu haben, sondern ausschließlich vor allen Menschen umher zu kriechen.
Farhad, der persische Ladenbesitzer eckt immer wieder an, da er sich durch jede Kleinigkeit diskrimiert fühlt, was einerseits auf seine eigene Verbissenheit, andererseits aber auch auf seine bestehenden Probleme mit der Sprache zurückzuführen ist. Er besorgt zum Schutze seines Ladens und seiner Familie eine Pistole, kommt aber in Konflikt mit dem Verkäufer und wird so des Ladens verwiesen, weshalb seine Tochter Dorri den Kauf übernimmt.

Tom, der Streifenpolizist und Kollege von John, bittet hingegen seinen Vorgesetzten die Zuteilung eines neuen Kollegen, da er den Rassismus seines Kollegen nicht dulden will. Sein Captain aber bremst ihn schnell, da er auch seine eigene Position darin gefärdet sieht, immerhin arbeitet John schon lange unter seiner Hand. Er empfiehlt Tom, einen anderen Grund vorzuschieben, was dieser dann auch tut und fortan allein Streife fährt. John ist sichtlich enttäuscht vom Verhalten seines Ex-Kollegen und gibt ihm einen Rat mit auf den Weg, als sich ihre Wege trennen: You think you know who you are? You have no idea.
Von diesem Punkt an sind alle Gegebenheiten für das Zusammenlaufen der Handlungsstränge gegeben. Auffällig sind natürlich die in den Figuren schlummernden Vorurteile, mit denen sie Anderen begegnen. Dabei ist besonders zu bemerken, dass so gut wie alle davon auf einem Nicht-Auseinandersetzen mit dem jeweiligen Gegenüber beruhen. Haggis versucht zu zeigen, wie leicht auf diese Art und Weise erhebliche Missverständnisse entstehen können, die im zweiten Teil des Filmes imense Auswirkungen haben.
So kommt es zur Eskalation der Verhältnisse, bei der jede Person ihre eigene Einstellung überprüfen muss, nämlich dahingehend, ob sie überhaupt fundiert und inwieweit eine entsprechende Reaktion gerechtfertigt ist.

Es ist Haggis’ Transformation seiner zentralen These auf so viele verschieden anmutende Handlungen, die diesen Film so aus dem großen Topf aller Filme heraus stechen lässt, wie er jede Episode zentralisiert und die Figuren Stück um Stück zu eigenen Einsicht führt.
Dabei stellt sich dem Zuschauer immer wieder die Frage, ob sich diese oder jene Auswirkung hätte verhindern, wenigstens mildern lassen können, hätte man versucht miteinander auf einer Ebene zu kommunizieren, hätte man sich die Mühe gemacht, von den vorherrschenden Urteilen einmal ab zu lassen und sich neu zu orientieren.

Der Film kommt mit einer wunderbaren Intensität daher, wenn hier auch das einzige Manko desselben zu finden ist. In manchen Szenen vermisst man ein wenig mehr Ausarbeitung. Manchmal lässt Haggis die Handlung derart dramatisch und lang ansteigen, dass man von letztendlich doch eher kurzen Ausgang ein wenig enttäuscht zurück bleibt. Dort, wo sich bei Magnolia der Plot stellenweise in die Länge zog, ist Crash oft zu kurzatmig.
Nichtsdestotrotz aber ist die Summe all dieser Momente, denn wie gesagt dreht sich alles um das zentrale Problem des Rassismus, der Kommunikation und dem Verhalten von Menschen in Bezug auf ihre Schwierigkeiten, eine großartige Leistungen. Regisseur Haggis lässt, bis auf eine Ausnahme, alle Stränge seines Seils im Guten enden.
Hier soll eher der letztendliche Ausgang für den Zuschauer im Mittelpunkt stehen. Es mutet fast wie eine Warnung an, es ging noch einmal (fast) alles gut aus, sodass man mit dem Gedanken zurück bleibt, wie es in Wirklichkeit ausgegangen wäre. Viele Leute haben kritisiert, der Film sei unwirklich und schwer nachvollziehbar, dabei lassen sie völlig außer Acht, ob er das überhaupt muss. Die endgültige Identifikation mit dem Thema und die Gedanken darüber, hinterlässt er in jedem Fall bei allen.
Crash
USA 2004
Regie: Paul Haggis
Drehbuch: Paul Haggis, Robert Moresco
Kamera: Jim Michael Muron
Mit: Sandra Bullock, Don Cheadle, Matt Dillon, Jennifer Esposito, William Fichtner, Brendan Fraser, Terrence Howard, Chris Bridges, Thandie Newton, Ryan Phillippe, Larenz Tate, Tony Danza, Keith David, Shaun Toub, Michael Pena, Loretta Devine
Lions Gate Films, 115 Minuten













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