The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Natürlich darf die Besprechung dieses Filmes nicht fehlen, auch wenn ich auf die des eigentlichen Filmes verzichten oder sie höchstens tangieren möchte. Die wie der Titel verspricht, soll es hier um den Director’s Cut des Filmes Donnie Darko gehen. Dieser konnte zum damaligen Erscheinen im Jahre 2001 aus finanziellen Gründen nicht veröffentlicht werden, doch nachdem sich der Film zu einem der mäßig vielen Geheimtipps gemausert hat, durfte nun vor einiger Zeit die Fassung auf den Markt, die der Regisseur am liebsten heraus gebracht hätte. Sie unterscheidet sich zur Urfassung in zwei großen Punkten. Einerseits ist die neuere Fassung länger, da einige Szenen hinzugekommen sind, die vorher nur auf der Bonus-DVD der metallverpackten Version zu sehen waren oder gänzlich neu veröffentlicht sind. Andererseits liegt bei dieser Version eine geänderte, musikalische Inszenierung vor. Hier und da wurden alte oder neue Szenen überhaupt oder mit anderer Musik unterlegt, beispielsweise und wohl am auffälligsten, die Titelmelodie. Auch sind manchmal andere Versionen verschiedener Szenen zu sehen, was man einzig und allein dann merkt, wenn man die erste Version so oft gesehen hat, dass man eine andere Punktualisierung der Aussprache sofort bemerkt.

    Nachdem Donnie von Frank, einem six foot tall bunny rabbit aus dem Schlaf geholt und auf die Straße gelockt wird, erklärt diese ihm das bevorstehende Ende der Welt. Als Donnie am nächsten Morgen auf einem Golfplatz aufwacht, weiß er noch nicht, dass zur selben Zeit eine Flugzeugturbine in sein Zimmer eingeschlagen ist und ihn mit Sicherheit getroffen hätte, wäre er in seinem Zimmer geblieben. 28 days, 6 hours, 12 minutes, 42 seconds bis zum Ende der Welt, war Franks Botschaft gewesen. Der Hase leitet Donnie zu einigen Kapriolen an, so lässt er ihn die Schule fluten und schiebt ihn mit Fragen und Anweisungen wie Pay close attention, you could miss something. oder Do you believe in time travel? immer weiter seiner Bestimmung entgegen. All dies wird unter einer paranoiden Schizophrenie verbucht, die man Donnie anhängt und wegen der er immer wieder Zeit bei der Psychologin Dr. Thurman verbringt. Der Junge nimmt in seinem Leben die Position eines Sonderlings ein, wird dadurch aber ausschließlich für Gretchen interessant, deren Freund er wird und die seinen Ruhepol, aber gleichzeitig auch eine Art Behinderung für den Fortlauf von Donnies Bemühungen darstellt. In der neuen Szene Poetry day erzählt Donnie seinen Mitschülern von Frank und seiner Verbindung mit diesem. Doch die Geschichte wird nur mit Gelächter quittiert. Nur seine Lehrerin scheint Interesse an ihr zu haben. Donnie erkundigt sich später noch bei ihrem Mann, seinem Science-Lehrer nach Zeitreisen und erhält Auskunft und das Buch der mysteriösen Grandma Death, alias Roberta Sparrow, welches genau die Erfahrungen auflistet und beschreibt, die Donnie durchlebt.

    Je näher die Zeit an das Grenzdatum heran rückt, desto komplizierter wird die Geschichte. Gen Ende, das ich nicht erklären werde, wird einem auch der Ausgangspunkt der gesamten Handlung aufgezeigt, doch umso aufregender wird sie auch. Ganz allgemein ist es nicht aufrichtig, hier noch weiter auf auf die Handlung einzugehen, denn man würde nur viel zu viel verraten und somit niemandem einen Gefallen tun, wenn man noch mehr enthüllte.

    Alles im allem stehe ich dem Film aber ein wenig zwiegespalten gegenüber. Dieser Film ist so reich an Assoziations- und Interpretationsmöglichkeiten, dass man selbst beim mehrmaligen Schauen der Urfassung immer neue Sichten hinzu gewinnen konnte. Aber zum Einen ist es bei dieser neuen Version verstärkt. Durch neue Szenen oder andere Höhepunktsetzung entsteht manchmal eine weitaus dichtere Atmosphäre. Beispielsweise imponiert die mir Szene im Kino viel mehr als zuerst, da jetzt öfter die verzerrte Stimme Frank benutzt wurde, und da man einfach schon im Vorfeld viel mehr über das Verhältnis Donnie-Frank erfahren hat. Zum Andereren jedoch wird beinahe zu viel Interpretation vorgelegt, sodass es passieren könnte, wenn andere Auslegungen fehlen zum Beispiel, dass man den Film, nachdem er zu Ende ist, mit einem müden Aha-Effekt beiseite legt, was er aber bei weitem nicht verdient hat. Die Seiten des Buches The Philosophy Of Time Travel waren zwar auch schon auf der Bonus-DVD der Urversion, aber da sie jetzt in den Film eingebunden sind, eröffnen sie nicht mehr nur den wirklich Interessierten einige besondere Kapitel der Bedeutung des Filmes, sondern jedem. Dadurch entsteht an manchen Stellen der Eindruck, als suchte der Regisseur nach einer Lösung, die Zuschauer vom eigenständigen Denken zu befreien, indem er ihnen einfach das Gros der Interpretation vorgekocht serviert.

    Perfekt wäre in meinen Augen eine dritte Version des Films, in der zuallererst die alte Filmmusik wieder enthalten wäre, bis auf die der Kinoszene. Dann müssten solche wunderbaren Szenen wie die neu hinzugekommenen Szenen mit dem Lehrerpaar, insbesondere die der Lehrerin im Speziellen, sowie das Gespräch Donnies mit seinem Vater im Garten, in einer letzten Veröffentlichung vorhanden sein. Aber damit wäre es auch schon getan, denn viel mehr benötigt der Film nicht, um zu seinem ursprünglichen Zauber zurückzukehren, der zwar selbst in der neuen Version nicht verloren ging, aber immerhin etwas weniger aufwühlend war.

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