The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Für C. J.
Mein Hals rastete dreimal knacksend ein, ehe sich der schwarze Rand von meinen Augen löste und auf die Bettwäsche tropfte. Ich hatte mich langsam und vorsichtig nach hinten aufgesetzt, damit du weiter schlafen konntest. Die halbe Nacht haben wir davon erzählt, wie es sich anfühlt, nicht einschlafen zu können und dabei sicher fünfundvierzig mal vereitelt einzuschlafen, als wir das Gähnen unterdrückten. Die Sehnsucht war unser Thema, Sehnsucht nach Ruhe, Sehnsucht nach bunten und grauen Träumen, Sehnsucht nach blutrot violetten Sonnenuntergängen.
Du sagtest, die Welt drehe sich nur so sehr, wie man sie sich drehen lässt. Das Galileiische Problem, erst zu sehen und dann die Augen zugedrückt zu bekommen, bestehe immer dann, wenn man allein mit dem Fahrrad auf einer Autobahn fährt. Jetzt sah dein Gesicht wie das Fell eines Leoparden aus. Viele kleine Punkte Mondlicht ratterten mit leisem Knistern durch die Jalousie und hieben fest in deine Wangen. Aber davon bekamst du nichts mit.
Das Klischee brachte uns die Zeitung auf den Balkon. Tote, Tote, Wetter, Politik. Wie sah die erste Zeitung aus? War sie noch der Versuch, Geschichten in den Tag zu treiben, die auf kleinen Pferden reitend jeden Morgen ihre Hand nach der Bevölkerung ausstreckten und sagten: “Komm, komm und lass die Welt.”? Mond und Sonnenaufgang reichten sich die Hände und traten den Schichtwechsel an. Noch ein paar Tage, dann wird der Tag gekürzt. Dass ich Angst vor dem Winter habe, verschweige ich. Ein paar Schulkinder sieht man schon in ihren Betten hocken und benommen gewiss werdend, dass noch keine Ferien sind. “Manchmal nehme ich einfach so meinen Schulranzen und träume davon, nichts von alledem zu wissen.” Du schlugst weit aus und zerbrachst auch fast ein paar kleine Bäume dort am Horizont. “Aber ich kann wünschen so lang ich will, diese seichte überblendungsmelodie kommt nie.”
Jedesmal, wenn du die weisse Starre hinter meinen Augen sitzen sehen könntest, kram ich eine neue Zigarette hervor. Vom Waldrand bläst ein dicker, durchsichtiger Nebel aus Schwüle, trocknendem Laub und Schweiss zu uns. Ob es anders, leichter wäre, wenn wir nicht mehr ruhen würden?
Wir haben noch eine Weile den jungen Eltern zugesehen, die ihre noch jüngeren Kinder zum Kindergarten oder in die Grundschule begleiteten. Du fragtest irgendwann, ob die Philosophen Recht behalten und der Abstand zwischen Natur und Mensch unüberwindlich sein würde. Ob man zu sehen immer nur dann in der Lage ist, wenn man tief unten ist und den Kopf nach oben recken muss. Und ob es war ist, dass weise nur der ist, den niemand verstehen kann. Aber ich gab keine Antwort. Ich nahm vielmehr noch eine Zigarette und schloss die Schotten. Dass ein Tag enden kann, noch ehe er begonnen hat, dass kann ich schwören, mehr auch nicht.












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