The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Bin ich der Einzige, der es nicht versteht? Heute trällerte es überall durch Radio, Fernsehen und Printmedien. Der wohl größte Schlag gegen Raubkopierer ist gelungen. 130 Hausdurchsuchungen, um die 3500 Nutzer müssen sich mit Ermittlungen gegen sie plagen.

    Im Fernsehen ist es am schönsten, dort wird von Vorzeigeaktionen gesprochen, und so weiter, und so fort. Das Urheberrecht in allen Ehren, kein Zweifel an der Illegalität solcher Aktivitäten, aber haben wir keine anderen Probleme? Natürlich muss irgendwo angesetzt werden, aber es kommt mir so wahnwitzig vor, wie dauerhaft sich das Raubkopiererthema seit Jahren in den Medien hält, während nur alle paar Wochen oder Monate die halbtot getretenen Ausländer, bzw. nicht Deutschstämmigen einen Platz auf den Titelseiten bekommen. Von den Bildungsproblemen oder unserer aufkeimenden Oligarchie einmal ganz zu schweigen. Muss einem Staat erst die Industrie im Nacken sitzen, ehe sie etwas bewegt? Irgendwie scheint es fast so. Warum läuft gerade dort ein Verfahren so erfolgreich ab?

    Alles wird angepackt, kaum etwas zu Ende gebracht und noch weniger dabei erfolgreich durchgezogen. Dann liest man soetwas und bekommt eine Konsequenz der deutschen Justiz zu spüren, die man so nicht kennt. Woran liegt es? Liege ich falsch mit dieser Beobachtung, oder stimmt hier wirklich etwas nicht?

KOMMENTARE / 2 MEINUNGEN

1

da kann man nur eines sage:
da sitzt eine riesen Lobby im Hintergrund, welche mächtig genug ist, die Politik beeinflussen zu können…aber es gibt Hoffnung:

1. werden die Bosse irgendwann einsehen, das es keine bessere Abwehr gegen illegale Downloads gibt, als ein vernünftiges Angebot zu machen, und da ist iTunesMS schon gut dabei.

2. werden die immer 3 Schritte hinter der neusten Technik hinher sein, Kopierschutz, alle sinnlos, wenn ich will zieh ich einfach über den LineOut AUsgang alles ab . fertig.
zB selbst für neue HD Screens mit Perepherieerkennung bzw Authorisation-> es gibt schon genügend möglichkeiten die zu umgehen (Zwischenadapter. welche sich als aut. Device ausgeben…)

und 3

die Leute die da erwischt wurden sind ja schon im Großen und Ganzen HeavyUser…und wer sich 100te FIlme illegeal zieht, na ja sorry, der hat eben einfach mal sagen wir 100x 20 Euro für ne DVD geklaut,
Man kann sich das ja auch so vorstellen:
jemand Klaut aus einem Warenhaus 100 DVD's…da würde auch keiner sagen:”aaach ist doch nicht so wild”
Ein gewisses Fehlerhaftes Unrechtsbewusstsein gibt es auf beiden Seiten. Denn mir meine Privatkopie zu verbieten ist nachwievor eine bodenflose Frechheit.

Aber es ist ein heißes THema…darüber könnte ich mich stunden auslassen….

24. Mai 2006, Danz
2

Guten Tag,
ich sehe das beim Punkt 1 etwas anders. Wenn ich sehe, wie der Staat vor der Industrie in die Knie geht (ohne Frage, er muss auch ihr entgegen kommen, aber nicht ihr auf Kosten seiner Bürger dienen), dann könnte es auch anders laufen. Ich rede von davon, dass es ebenso möglich wäre, dass der Staat einfach seine Gesetze so weit verschärft, bis es niemandem mehr möglich ist, sich gegen noch so vernünftige Angebote zu wehren. Denn der Downloadakt ist nichts Anderes als Rebellion gegen die Preise. Doch denke wir einmal anders und lassen den Staat gemeinsam mit der Industrie die Nutzer so unter Druck setzen, dass sie gar keine andere Wahl mehr haben. Lückenlose überwachung, dahin tendieren wir ja, wäre das, was ich meine.

Punkt 2 ist korrekt, dem stimme ich zu. Dasselbe bei Punkt 3. Interessant wäre zu wissen, wie es so mit dem Ladendiebstahl gehandhabt wird, inwieweit es dort in den letzten Jahren strenger geworden ist.

Was dem ganzen Pamphlet natürlich widerspricht und deinem Punkt 1 zustimmt, ist der teilweise Erfolg von freier Software. Denn solang die Software wirklich gut ist, wird auch der Großteil bereit sein, dafür einen moderaten Preis zu zahlen. Aber dennoch hat die Internetanarchie hier vor langer Zeit die herkömmklichen Verkaufsstragien, gerade bei Film und Musik, überholt. Diesen Rückstand aufzuholen ist schwer, aber mit den Supressionen, die man dafür heute erlebt, wird es nicht gerade leichter. Trotzreaktionen auf beiden Seiten, was her müsste, wäre ein Sinneswandel. Wer weiß, ob wir es dahin noch schaffen.

24. Mai 2006, Aluka

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