The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Da wir schon wieder bei bedeutenden Dichtern angelangt sind, ist es sicher auch nicht schlecht, den zu großem Unrecht von uns noch nicht genannten Charles Baudelaire ebenfalls hier aufzuführen, dessen Todestag jedoch schon am 31. August 1867 war.
Als einer der Wegbereiter der modernen Lyrik veröffentlichte Baudelaire Les Fleurs du Mal (Die Blumen des Bösen), einen mehrmals geänderten Gedichtband, der mit neuartigen, realistischen Gedichten aufwartete und großes, wenn auch teils nicht wünschenswertes Echo erregte.
Seine Gedichte thematisieren erstmalig auch die Großstadt und dessen Einwohner, sowie deren Hin- und Hergerissenheit zwischen Melancholie, Ennui und der Sehnsucht nach dem Guten und Tugendhaften in der Welt.
Zur Illustration wieder zwei wunderbare Werke:
Schwermut
Ich bin ein Fürst in Landen dumpf und kalt,
Bin reich und machtlos, jung und dennoch alt.
Ein Fürst, der seine Höflingsschar verachtet,
Die Tiere selbst voll überdruss betrachtet,
Der taub für jeder Freude Lockruf scheint,
Taub für sein Volk, das vor dem Schlosse weint.
Des Narren Lied voll toller Spukgedanken
Erheitert nicht den grausam kalten Kranken,
Zum Sarg wird ihm sein goldnes Ruhebett.
Die Damenschar umschmeichelt das Skelett,
Weil es ein Fürst, mit schamloser Gebärde,
Und jede hofft, dass ihr ein Lächeln werde.
Der Weise selbst, der Gold im Blei erkannt,
Hat die verderbten Säfte nicht gebannt.
Kein Bad in Blut, wie es die Römer boten
Den altersschwachen, zitternden Despoten,
Erneute Kraft in diesen Leichnam giesst,
Drin statt des Blutes grüne Lethe fliesst.Der Albatros
Oft kommt es vor, daß, um sich zu vergnügen,
Das Schiffsvolk einen Albatros ergreift,
Den großen Vogel, der in lässigen Flügen
Dem Schiffe folgt, das durch die Wogen streift.Doch, kaum gefangen in des Fahrzeugs Engen
Der stolze König in der Lüfte Reich,
Läßt traurig seine mächtigen Flügel hängen,
Die, ungeschickten, langen Rudern gleich,Nun matt und jämmerlich am Boden schleifen.
Wie ist der stolze Vogel nun so zahm!
Sie necken ihn mit ihren Tabakspfeifen,
Verspotten seinen Gang, der schwach und lahm.Der Dichter gleicht dem Wolkenfürsten droben,
Er lacht des Schützen hoch im Sturmeswehn;
Doch unten in des Volkes frechem Toben
Verhindern mächt’ge Flügel ihn am Gehn.













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