The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Wikipedia: Leo Tolstoi

    Er soll nicht vergessen werden, auch wenn sein Todestag schon ein paar Tage zurück liegt. Am 20.11.1910 starb Lew Nikolajewitsch Tolstoi, besser bekannt als Leo Tolstoi.
    In eine Zeit geboren, in der man vor öffentlicher Einteilung der Gesellschaft noch weniger zurückschreckte als heute, gab er der Welt eine Reihe großartiger, wenn auch sehr schwerer Romane und Geschichten. Ich wüsste nicht, womit man die Lücke füllen würde, die ein Entbehren der russischen Literatur mit sich brächte. Allein die Anstrengung, monumentale, historische Romane zu schreiben, scheint mittlerweile fast völlig ausgestorben. Was Tolstoi so besonders macht, ist seine zutiefst humanistische Ader, die ihn zuerst zu einer großen Hinwendung zu den untersten Schichten seines Land und in seinen späteren Jahre sogar soweit bringt, sich gegen sich selbst zu wenden.

    Wikipedia: Aldous Huxley

    Ebensowenig soll dieser Herr vergessen werden. Aldous Huxley, gestorben am 22.11.1963.
    Einer der klassischen Schriftsteller, die das Leben der Beat-Autoren schon in einer Generation zuvor vorgelebt haben. Einer der Menschen, die ihren Weg konsequent und früh gegangen sind. Wahrscheinlich am bekanntesten für seine Schöne neue Welt, jene Dystopie, die neben Orwells 1984 und Bradburys Fahrenheit 451 wohl zu den geschätztesten Dystopien gehört.

    Gleichsam ist er sicher für die Pforten der Wahrnehmung und andere Bücher, vorallendingen aber für seine Drogenexperimente weit zu wenig beachtet.
    Lassen wir es dabei bewenden und schwören uns, neben der Schönen neuen Welt auch immer das Eiland zu lesen.

KOMMENTARE / 2 MEINUNGEN

1

Niemand vergisst sie. Jeder von ihnen ist weltbekannt und populär.
Ja, jetzt ist aber andere Zeit und “Generation Next wählt Pepsi”. Die neue Generation hat andere Vorränge, andere Interesssen. Aber einige Sachen sind auf ewige Zeiten. Obwohl alles ist vergänglich.

29. November 2006, Igelborste
2

Eben. Schön die Schlinge zugezogen. Ich weiß nicht, ob es überhaupt ein wirkliches “ewig” gibt. Höchstens diese gebräuchliche Form, die aber nur meint, dass man kein Ende sieht, nicht, dass es kein Ende gibt. Nehmen wir doch nur einmal an, dass es keine Menschen mehr gäbe. Wer könnte sich da noch an irgendetwas erinnern (mal alle Außerirdischenspekulationen aus dem Spiel gelassen)?

Mein “Vergessen” bezog sich allerdings mehr auf mich selbst, da ich es sonst immer so gehandhabt habe, das Tribut direkt am Todestag zu zollen und nicht erst im Nachhinein.

29. November 2006, Jocelyn

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