The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Wenn ich die Möglichkeit hätte, mir von einem meiner Verwandten irgendeinen Wunsch erfüllen zu lassen, so würde ich mir vielleicht einen kleinen Neffen wünschen. Er müsste ganz klein sein und mir bis zur Hüfte reichen, mit kurzen, braunen Haaren und einem Gesicht, das von den Beschwerlichkeiten des Lebens noch keinerlei Notiz genommen hat.
Man muss sich nur einmal vorstellen, was für einen Spaß man mit diesem kleinen, völlig unbeleckten Kerl haben könnte. Wenn er erst einmal Vertrauen gefasst hätte, könnte man ihm so unendlich viel beibringen und ihm die Welt so zeigen, wie man selbst sie sieht. Ihm das Verständnis erleichtern und sich gleichzeitig seiner kindlichen Befreitheit bedienen, endlich wieder einmal ein paar ausgefallene Dinge zu tun.
Es gäbe da Vieles. Und ich glaube, ich würde unter Anderem Folgendes mit ihm tun:
# Ich würde ihm einen kleinen, schwarzen Anzug kaufen. Mit schwarzem Schlips und schwarzer Brille. So würden wir gemeinsam durch die Stadt ziehen, mit nach hinten gegeelten Haaren.
# Ich würde ihn Mr. Green nennen.
# Ich würde ihn grün anmalen und mich rot.
# Ich würde ihm einen Martini aus Lycheesaft machen, ganz einfach weil es besonders edel aussieht, wenn ein Vierjähriger im schwarzem Anzug Martinis trinkt.
# Wir würden gemeinsam Death Metal hören und uns nachmittags gegenseitig mit Corpse Painting verzieren, um die erzchristlichen Nachbarn zu erschrecken.
# Ich würde ihm einen Frack kaufen, einen Zylinder und einen Gehstock und ihn in diesem Aufzug zur Schule schicken.
# Ich würde ihn zum zehnten Mitglied des Wu-Tang Clans machen.
# Ich würde ihm beibringen, anständig die Nächte durchzumachen, wie es sich für Vorschüler gehört.
# Wenn er vier Jahre alt werden würde, bekäme er ein schönes T-Shirt geschenkt mit der Aufschrift: Everything you like I liked five years ago!
# Ich würde mit ihm eine Geheimsprache vereinbaren, die sich zum größten Teil aus russischen Schimpfwörtern zusammensetzt.
# Ich würde ihm zeigen, wie man Flüche auf Italienisch improvisiert.
# Wir würden gemeinsam in der U-Bahn einen Sirtaki tanzen und dabei laut Kalinka singen.
# Ich würde uns jeweils ein Kaktuskostüm aus Pappmaschee kaufen mich mit ihm als Fahrkartenkontrolleur in der S-Bahn ausgeben.
# Er würde mich nicht Onkel, sondern ausschließlich Großvisier des Universums bis in die Unendlichkeit nennen dürfen.
# Ich würde ihn Kleinvisier des Universums bis 16 nennen.
# Wir würden gemeinsam wortlos den Saal verlassen, wenn bei Warten auf Godot die Zeile „Komm, wir gehen.“ fiele.
# Ich würde ihn den ganzen Vormittag bei 9Live anrufen lassen.
# Wir würden mein Weihnachtsgeld in Telefonnummern von Outbound-Call-Centern investieren und deren Mitarbeiter mit sinnlosen Cold-Calls penetrieren.
# Gemeinsam würden wir in den Ferien Drohbriefe an die Macher der Teletubbies schreiben.
# Wir würden tagelang nur Kauderwelsch miteinander reden. Und uns trotzdem verstehen.
# Vor dem Einschlafen würde ich ihm erklären, was ein orginaler Vagasmus ist.
# Und wenn er einmal wieder nach Hause zu meiner Cousine müsste, würde ich ihm zum Abschied ein Schlagzeug schenken, auf dem er dann zu Hause üben könnte.
So verlockend die Vorstellung auch ist, es gibt ein schier unüberbrückbares Problem bei der Sache:
Der kleine, pausbäckige Neffe fehlt. Und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern lassen.












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