The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Weisse Wände im Hintergrund. Ein weisshäutiger und ausgemergelter Mann in einem weissen Hemdchen betritt die Bühne, auf der nichts steht. Er starrt unversehends ins Publikum, atmet schwer, hustet, und beginnt. Er spricht so schnell, dass man es kaum versteht, wird aber mit jedem Satz langsamer, bis die letzten Worte in sekündlichem Abstand gesprochen werden.

    Nadelstreifenanzüge sind die Militäruniformen unserer Zeit. Ein Krieg, das ist nicht mehr etwas, das letztlich mehrere Horden Wilder unter sich ausmachen, vielmehr zu einem Ding geworden, das wenige Wilde sich gegenseitig über die Nachrichten und Zeitungen erklären. Sie lesen oder hören es, ein Anruf, Klick und ja, das war Krieg. Der von beiden Seiten unterschriebene Zettel wandert in die Akten. Reisen zum Einsatzort lassen sich von der Steuer absetzen.

    Was wir davon vorgegaukelt bekommen, wer weiß schon, ob es überhaupt stimmt. “Glaube nur das, was du siehst und nicht das, was du denkst.” sagt man. Nur weiß niemand mehr so recht, was er glauben soll und hält sich deshalb an sich selbst. Die Erde erwärmt sich, meinetwegen, aber die Gemüter erkalten. Es hat doch gar nichts mit der Umwelt zu tun, höchstens im Endeffekt. Die Sonaten sind simpler geworden, weil einmal jemand gesagt hat, dass die besten Kunstwerke jene sind, die das zeigen, was man ohnehin schon kennt, aber gerade deshalb sehen will. Ein langgezogener Ton auf der Bratsche, tosender Applaus. In den Magazinen steht, dass es “besser nicht zu machen” war.

    Die Welt es also schlecht. “Quatsch!” heißt es gleich, denn jemand sieht hinter diesem ganzen Wirrwar etwas Gutes. Evolution ist ein Prozess, den jedes Lebenwesen gestaltet. Und wenn das Gestalten sich auf das Halten der eigenen Fresse beläuft, oder auf das Duckmäuserdasein. Vielleicht stimmt es ja alles und wir haben seit Jahrhunderten die Weisheit der Yogis verschlafen. Menschen, die ihre Zeit damit verbringen, sich mit dem Leben zu marten, um zu leben zu lernen. Vielleicht aber darf ich nicht denken.

    Ein Glas ist etweder halb voll oder halb leer. Halb leer natürlich, das sagt die Logik. Ich freue mich auf den Tag, an dem ein Mathematiker das allgemein geliebte quod erat demonstrandum unter eine Formel setzen wird, die unsere Welt beschreibt. Ich hoffe nicht, dass es sie gibt. Sie würde ja nichts leichter machen. Aber komplex wäre sie nicht. Ein paar Konstanten, Habgier, Lust, Langeweile, zerstörte Schönheit und Verfall vielleicht. Nein.

    An diesem Tag werde ich mich zurücklehnen, bis dahin werde ich nicht einmal eine Lehne haben. Und wenn ich umfalle, dann ist das nötiger Abfall, wie ihn ein Mechaniker hat, der Werkstücke entgratet. Menschlicher Abfall zwar, aber was Mensch zu sein noch bedeutet, darüber streiten sich die Philosophen, während das eigentlich Objekt, um das es sich drehen sollte, ja auf der Strecke bleibt.

    Ab.

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