The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Beim Herrn der Ringe heißt es, dass die Welt im Wandel ist. Sie verändert sich mit jedem Wimpernschlag. Und wenn es nur ein fallendes Blatt ist, dass man nicht beachtet. Gedankenfetzen, die geänderte Windrichtung oder die unbekannte Zahl an Geburten und Todesfällen in jeder Sekunde. Wir treiben mit. Kleine Kinder der Zeit, im offenen Meer der Wahrnehmung treibend, ohne je darin schwimmen gelernt zu haben. Um in den Geschichtsbüchern zu lesen, wie viele Revolutionen es gab, welche Politiker bedeutend sind und wohin die Weltpolitik einmal trieb. Wie erstaunt wir doch die Seite überfliegen.

    Die Junggebliebenen lachen mit den Kindern, die versuchen mit der Geschwindigkeit Schritt zu halten. Die Verwachsenen lächeln müde über beide und sie trennt ein ewig weites, ödes Tal aus gegenseitigem Unverständnis, eine Landschaft, die so tod ist, dass nicht einmal ein Rufen seinen Weg hindurch findet. So ein kleiner Verständigungsversuch. Deshalb hält man sich mit Rauchzeichen über Wasser, spricht aber doch verschiedene Sprachen.

    Die Natur zieht einen Strich unter die Rechnung. Abgehakt. Oder streicht alles durch, rutscht mit der Feder ab auf ihrem Buch und kleckst trotzig etwas Tinte auf die Erde. Den faux pas erleben wir Hand in Hand am Fenster, nachts auf den Straßen. Der Wind johlt durch die Straßen und verdreht sich an den Gaslaternen zum eigenen Strick. So gierig nimmt er alles mit, was irgendwie damit zusammenhängen könnte und hinterlässt eine breite Schneise durch den Park. Mit Statuen, die mitsamt ihren schützenden Holzbaracken in hundert Teile zersprengt auf dem immergrünen Rasen liegen bleiben und mit den langen Baumreihen der Alleen, aneinander geknickt wie ein brüchiger Haufen Dominosteine.

    Die zwei Brücken hat er nicht geschafft zu heben und den hübschen Tümpel dort am Pavillon.

    Du sagst, dass es keinen Ersatz für die Plätze gibt. Deshalb gibt es die Bücher, die davon erzählen, wie es einmal war - besser oder schlechter, aber auf jeden Fall ganz anders. Schon gegen Mitternacht schreien die Kettensägen durch die schlierige Dunkelheit. Der Wind greift mit unter den Mantel, ich breite die Arme aus, bereit, dich mit hinauf zu ziehen, wenn es los geht. Ich lache. Die Ordnung muss sein. Wir sind schon längst über der vorgegebenen Zeilenanzahl. Blätter lieber um. Zehn, zwölf Jahre weiter.

    Und wenn wir schon verloren sind, dann doch nicht ganz allein. Hoffen wir doch immer noch, dass jemand diese unsere Seite liest. Wir unterschreiben unten mit der Jahreszahl und legen einen der äste dazu. Vielleicht hätte er uns mitnehmen sollen. Ein bisschen hinaus aus der Glaskugel. Erlebnisse. Erlebnisse, an denen wir uns erfreuen, weil sie eben doch nicht alltäglich sind. Alle haben doch etwas davon.

    Komm, sagst du, es ist spät. Wir wollen nach Hause geben. Nein, ich hob an diesem Abend wieder nicht ab. Aber meine Flügel schimmern noch immer ein wenig vom Wachs und der Erinnerung an die abwechselnde Schwüle und Kälte.

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