The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • [...] versammeln wir uns, liebe Freunde der Südsee und des Breitensports, um einmal mehr in die Archive zu gehen, zu stöbern und zu sehen, was sich dort so hervorzaubern lässt. Es ist nun schon etwas länger her, seit es die erste, überaus beliebte Auflage der Suchbegriffe, mit denen es wehr- und schuldlose Internetznutzer auf diese Seiten verschlägt, zu bewunder gab. Heute wollen wir also den Gong zu einer neuen Runde schlagen. Zur bodenlosen Verzweiflung vieler wird es gereichen, dass wir, aufgrund dessen, dass sich die Anzahl der Anfragen so rapide gesteigert hat, nur noch eine zuvor peinlichst ausgewählte Gruppe der tollsten, schönsten und überhaupt besten Suchbegriffe hier präsentieren können und werden. Und nun, schultert die Seele, lasst den Verstand baumeln, es geht los. Achja, Glückwunsch nachträglich.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Was wirklich rührselig am Menschen überhaupt ist: dass er das Allzumenschliche nicht los wird. Keine Maske, die er sich aufsetzt, hält ewig. Keine Meinung bleibt, höchstens eine Stimmung, diese zersplitternden Gewissheiten sind allein, was bleibt und anhaftet. Und man kann sie sehen.

  • Heute vor 11 Jahren starb einer der wohl stärksten und kritischsten Geister des vergangenen Jahrhunderts - Émil Cioran. Ihm zu Ehren dieser Eintrag heute.

    émil Cioran
    Nachher werden noch ein paar seiner besten Aphorismen hier aufgeschrieben sein, bis dahin nur dieser ganz besondere:

    Wer um seine Melancholie zittert, weil er Furcht hat, von ihr zu genesen, mit welcher Erleichterung wird der feststellen, dass seine Befürchtungen schlecht begründet sind, dass sie unheilbar ist!

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    Ich soll einen Text über den Schmerz schreiben. Ich weiß genau, was ich darüber zu sagen habe - aber warum sollte ich es sagen? Warum nicht im Stillen leiden wie die Tiere?

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    Der Mensch ist zweifelsohne ein außergewöhnliches Phänomen, aber kein Erfolg.

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    Um einen weder dummen noch verlogenen Trauerbrief zu schreiben, müsste man ein Genie sein.

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    Je älter ich werde, umso mehr gewöhne ich mich an die düsteren Realitäten (Selbstmord, Abscheu vor der Geburt etc.) ohne jeden Hintergedanken an Kummer oder Trostlosigkeit. Ich stelle mir das Irreparable ohne Traurigkeit vor. Ich stecke bis zum Hals in der objektiven, evidenten, unpersönlichen Trostlosigkeit. Tränen aus ewig trockenen Augen.

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    Man schreibt nur leidenschaftlich, echt, wenn man in die Enge getrieben ist. Der Geist arbeitet unter Druck. Unter gewöhnlichen Umständen liegt er still, er langweilt sich und langweilt die Anderen.

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    Es leuchtet ein, dass Gott eine Lösung war und dass man nie wieder eine ebenso befriedigende finden wird.

  • Ich habe die Differenz zwischen Cioran, dem Wesen, das man liest und Émil, dem, der lebte und es beherbergte, verstanden. Er hatte sich selbst gefunden. Es ist paradox, sein Glück im Unglück zu finden, aber es hat ihn nicht zahm gemacht, nur äußerlich lebendig zufrieden und schriftlich immer rasender. Doch, hat es ihn nicht auch das Lächeln und den Vollzug seiner Weltsicht gekostet?

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

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