The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

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    Die Freude über den Wochenanfang entleert sich mit einigen Bar gegen die Fensterscheibe und schlängelt sich in Fahrtrichtung dem Boden entgegen.

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    Ode an die Midlife Crisis / Dunkle Eingeständnisse zur zweiten Halbzeit

    Das Auto hat einen Motor, so schnell, wie das eigene Herz nie wieder schlagen wird.

    Jede Stelle der Summe auf dem Kontoauszug potenziert die das verkümmerte Selbstwertgefühl.

    Der Nadelstreifenanzug wird wöchentlich in der Reinigung gestärkt, um das fehlende Rückrat zu ersetzen.

    Und der kleine, rote Stern am Jackett erinnert immerzu daran, dass man es zu etwas gebracht hat.

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    An jeder Ampel schlägt es bis in den Rachen hinauf. Die Galle, das Gift und ein Haufen Chilli con Carne.

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    Sich nichts gefallen lassen, hat er gelernt. Denn nur mit Ellenbogen und dem Hang zum Arschloch schafft man es nach oben. Dorthin, wo man allein ist. Und auf dem Trittbrett dreht er sich hasserfüllt um: «The fucking ship is sinking!»

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    Wir könnten ewig so weitermachen. Was sollte man auch anderes tun, als das, was man seit jeher zu tun pflegt?

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    «Bis Morgen!», ruft er und rennt über den Regenbogen davon. Man hört es nur noch scheppern, als er über den Topf voller Gold stolpert. Und ein lautes «Scheiße!»

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    Staatlich subventionierte Drogensucht. Statt Faustan aus Versehen Viagra verschrieben. Alles geheilt.

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    «Sagen wir es so, Sie sind ein guter Mensch.»

  • Nichts Besonderes gibt es hier, das ist wahrlich die einzige, beruhigende Besonderheit heute.

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    Metaschreiben. Das beste aller Themen ist und bleibt das banalste. Allein der dreckige Kleinkrieg des Alltags macht aus, was die Menschen begeistert. Niemand kann sich ihm entziehen, insofern ist das Wort Alltag wunderbar passend. In der echten Literatur allein gibt es noch den Plot, der so gern zerrissen wird.

  • Ich komme jeden Tag an einer Tagesklinik vorbei, genauer gesagt an einer Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Morgens stehen schon die ersten Autos vor den Toren. Darin sitzen dann besorgt dreinblickende Mütter, niemals Väter, die ihre Töchter oder Söhne den Tag über dort abladen und dann zur Arbeit fahren oder sonst irgendetwas tun. Mal davon abgesehen, dass ich solche Häuser nicht leiden kann, sehen die Insassen dort nicht sonderlich gesünder oder kranker aus als die, die allmorgendlich apathisch am Zaun vorbei taumeln. Allein strahlen sie eine unglaubliche Langeweile und Gleichgültigkeit aus, denn sie haben ihren Stempel weg. Niemand, der sie dort sieht, wird sie unvoreingenommen beurteilen, besonders nicht die, die genau darauf bedacht sind. Sie wägen so lang ab, bis sie entweder überhaupt keine Meinung mehr, oder nur noch falsches Mitgefühl, oder noch schlimmer, tolle Sprüche für sie übrig haben. Ein reiß dich mal zusammen! oder Kopf hoch! hilft keinem von ihnen.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Attitüde. Attitüde. Attitüde. Wieviel verändert sich im Laufe der Zeit an einem menschlichen Charakter? Ich sage, so wie ich es bei mir und nur mir sehe, alles. Ich kenne nicht den, den ich auf Bildern sehe und zweifle immer zu an dessen Gestalt, der mir im Spiegel gegenüber steht.

    These people …

  • Das Markenzeichen eines Träumers - die Träne, die im Winkel seines Auges perlt und ihn vom Aufwachen an begleitet, bis er dereinst wieder nach Hause kommt.

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    Auf welche Momente sollte man zählen, auf jene, in denen mein zerfetzt am Boden liegt oder auf diese, in welchen man erhobenen Hauptes einfach abbricht?

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    Jeder Krieg und jede Katastrophe sollte auch als eine Art irreligöser Segen verstanden werden. Denn zu keiner Zeit, im Alltag ganz besonders, wird dem Einzelnen so dankbar für seine Hilfe entgegen gekommen, nie ist man so hilfsbereit und mitfühlend, als das man sich dazu aufraffte zusammen zu kommen, resp. einander überhaupt als Existierende zu bemerken.

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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