The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Das Dumme an dissoziativen Persönlichkeitsstörungen ist, dass Krankheiten genau das zusammen bringen, was nicht zusammen gehören will.

  • “Sir, Sir, wir sind wirklich in der Hölle hier!”

    “Mir doch scheißegal. Eure Aufgabe ist, zu sein und nicht zu suchen!”

    “Was, wenn wir schreien und mit den Armen rudern?”

    “Euch wird niemand hören.”

    “Ach?”

    “In der Tat.”

     

    Die Welt übertönt sich selbst mit einem Fiepen, Bildermonotonie und Endlosschleife. Erst wenn man die Schaufensterpuppen versteht, denen junge Frauen durch die Glasscheiben hindurch verschwommen missgünstige Hasstiraden entgegen bringen, versteht man es. Man ist außerhalb, eine Art Kriegsmüdigkeit. Die Granate ging direkt neben einem hoch. Das bisschen Blut im Ohr, nunja. Schonmal ohne Orientierung über das Schlachtfeld gelaufen?

  • Wer seine Kindheit, besser noch gesagt sein Kindsein, dem Erwachsenwerden oder Erwachsensein überlässt, entscheidet sich für ein Leben, das sich nur insofern vom Tod unterscheidet, dass die organische Maschine um ein gestorbenes Bewusstsein noch zu arbeiten weiß, als das sie ebenso tot ist. Inwiefern es, das Leben für sich, aber bitterer werden sollte bleibt offen, vielleicht ist dem nur bei Druckabfall in der Kabine des Dahindämmerns so. Dann jedenfalls wäre es mit Sicherheit so.

  • [...] beim Zerreissen von Lebensläufen. Vergangenheit und Zukunft verschwinden dadurch nicht.

  • Die Nacht habe ich wieder harrend verbracht. Ich wartete darauf, dass der Schlaf meinen Bewusstsein endlich den erlösenden Schlag geben würde und mich nicht mehr denken lassen möge. Abschalten, ein Abstraktum, dem ich noch nie einen Wert beimessen konnte. Ich kenne es einfach nicht, ständig knirschen die kleinen, grauen Rädchen zwischen den Schläfen, halten den matten Generator am Leben, der im Takt einer Kalashnikov die Impulse durch meine Glieder rasen lässt. Vielleicht hülfe das Licht, so jedenfalls wäre nicht alle Kraft auf das Vorgestellte gerichtet, sondern auch ein wenig an die Sinneseindrücke vergeben.

    Das kleine Mädchen Schlaflosigkeit ist auch wieder dabei, hockt wie eh und je dort unten am Bettrand und jauchzt gelegentlich, wenn wieder eine Stunde leise und gebückt aus dem Zimmer schleicht. Sie streichelt wie eine gütmütige alte ein Frau ihr noch verbliebenes Kätzchen, meine Beine und summt dazu ein Schlaflied, von dem sie immerzu wusste, dass es nicht mildern auf mich wirkt. Je schneller die Stunden gehen, umso aufmerksamer werde ich und horche auf, wenn sie ganz sacht die Fasern der dünnen Teppiche im Flur aufeinander drücken. Von irgendwoher krächzt parallel dazu ein Hund und treibt sie an.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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