The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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(erweitert um ein gutes Ende)
Es ist überall der gleiche Trott, in Leipzig, Berlin, ganz Deutschland, der Welt und wahrscheinlich überall. Verbrechen, Leid, Terror, Kinderarbeit, Volkswagen und CDU.
Aber als ob das nicht reichen würde, geht es jedes Jahr aufs Neue wieder los, alles wiederholt sich und bringt das ewig gleiche Schema von grün behangenen Bäumen, bunten Blüten, morgens eher, abends länger hell … es wird Frühling.
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Wie mich die Gesellschaft als Punching-Ball missbraucht
Man sollte nicht nachts um 1 Uhr noch auf die Idee kommen, zwei Kannen Kaffee trinken, das wissen Steffen und ich spätestens jetzt ganz genau, da wir nach der Lesung in dem kleinen Backstagekabuff sitzen und gegen die Müdigkeit ankämpfen. Wie wir den Slam am Abend überstehen sollen steht in den Sternen.
«Wollen wir uns noch ein wenig die Messe angucken?», frage ich.
«Ja.», sagt Steffen.
Ohne jede Bewegung bleiben wir sitzen.
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Warum ich eigentlich ganz normal bin
Steffen und ich stehen im Shuttle-Bus, der uns zum Messegelände bringen soll. Während er sich über die dreisprachige Ansage der Haltestellen amüsiert, habe ich Angst. So müssen sich Tokio-Hotel-Fans fühlen, denke ich: unverstanden, hilflos, eingeklemmt zwischen Teenies und deren Eltern, gefangen in einer fremden Welt.
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„Hallo? — Hallo?!“
„Na endlich!“
„Wie jetzt?“
„Du rufst eine Woche lang an —“
„Eine Woche lang! Das waren doch — höchstens — Sechs Tage! Oder sechseinhalb!“, stammelte ich.
„— wagst aber kein einziges Wort zu sagen, sondern legst schon nach dem ersten Klingeln wieder auf, sodass mich tagtäglich hunderte Anrufe in Abwesenheit erwarten!“
„Aber ich hatte gedacht, die Nummer wäre unterdrückt.“
„Ist sie nicht!“
„Oh.“
„Ja, oh!“
„Du weißt, wer ich bin?“, fragte ich zögernd und wissend, wie idiotisch diese Frage eigentlich war.
„Dazu muss man nach so vielen Versuchen nicht einmal mehr clever sein. Niemand hat meine Nummer, außer so einem Verrückten, den ich bei der Immatrikulationsfeier getroffen habe.“, erklärte sie.
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Glücklicherweise wohnte ich schon seit einiger Zeit mit Johannes und Jana zusammen, anderenfalls möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie es womöglich allein geendet hätte. Man hört es ja immer wieder, wenn man sich mit Dutzenden von Schreiberlingen umgibt. Dass es ein Tanz auf schmalen Graden und gefährlich sei. So war ich, ohne es zu bemerken, in den Sumpf der Schreibwut abgerutscht.











