The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Manchmal kann man sich schon sehr niederträchtig vorkommen, noch jung zu sein. Beispielsweise wenn man an einem Dienstagmorgen auf dem Nachhauseweg von einer Party den kürzeren Weg über die innerstädtischen Märkte nimmt.
    Zuerst ist es überhaupt ein kleines Kunststück, sich einen Weg durch die dicht gedrängten Massen von Leuten zu drängen, die durchweg über sechzig Jahre alt sind. Leute, die die Wege blockieren und sich gegenseitig vorhalten, wie schlecht das Leben, wie kurz die Zeit und wie teuer der Spargel ist.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Jede Nachricht von einer Geburt trägt anscheinend zwangsläufig ein wenig einer von einem Tod in sich. Erneut ein nach Expansion strebendes, aber ungefordert aufgetretenes Bewusstsein, erneut das, was man Leben nennt. Eine Aneinanderreihung von Momenten, die sich hoffentlich zu etwas Erträglichem zusammenkitten lassen. Jedoch dass Beginn immer ein Stück weit schon Ende ist, muss man erst einmal verkraften können.

  • So ist das eben. Hier floskelt jemand durch die Gegend, dort muckiert sich ein Anderer darüber. An dieser Stelle besteht eines Menschen Leben aus Arbeit und dem Rest, an anderer wird versucht, es als Ganzes so erfüllt wie nur möglich zu gestalten. Wieder hier ist Philosophie blodes Reden, anderswo eine Passion. So ist das, und so bleibt das. Zwei Könige, der eine breit geliebt, der andere kleinlaut verehrt, ungleich bedeutet, ungleich bedeutend, zu Unrecht, wenn sie doch einer sein sollten.

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    Was sind Euphemismen, wenn nicht alle Worte? Was ist Gefühl, wenn nicht jedes Lied, von dem sich keiner traut, es zu kritisieren und es besser in eine Ecke stellt? Was ist Emotivismus, wenn nicht das Absagen der Vernunft gegenüber? Was ist real, wenn alles zu negieren geht? Was ist Wichtigkeit, wenn Negationen vom Gefühl abhängig sind, die einer Vernunft nicht länger entsprechen? Die Ketten aus Propositionen hängen so zusammen, wie sie sich zerreisen lassen. Und dann sind sie fast wertlos.

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    Vielen Menschen fällt es offensichtlich schwer, sich durch den Dreck aus Floskeln, Tradition und Konfession, in dem Sie seit ihrer Geburt stecken und der ihnen täglich immerdar eingeflößt wird, an die Oberfläche zu wühlen - keine Oberfläche der Objektivität, höchstens der übersicht, die aber noch lange nicht objektiv ist - und zu denken.

WILLKOMMEN!

Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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