The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Die Flüchtigkeit der Themen. Die Härte der Themen. Die Brachialität derselben.
    Dass die meisten ihren Zauber bereits bei der Beschäftigung mit ihnen verlieren, ist zwar ein leicht zu erkennendes Qualitätsmerkmal, aber nichtsdestotrotz weit mehr Splitterbombe, alles zerfetzend und zersetzend, was man sich mühselig bereitgelegt, was drei Blicke in einen Opal bedeuten, sobald man es erst einmal angefasst.

  • Glücklicherweise wohnte ich schon seit einiger Zeit mit Johannes und Jana zusammen, anderenfalls möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie es womöglich allein geendet hätte. Man hört es ja immer wieder, wenn man sich mit Dutzenden von Schreiberlingen umgibt. Dass es ein Tanz auf schmalen Graden und gefährlich sei. So war ich, ohne es zu bemerken, in den Sumpf der Schreibwut abgerutscht.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Wikipedia: Georg TraklErinnert man sich zurück, was einem im Deutschunterricht an Namen alles untergekommen sein sollte, so müsste auch der Name Georg Trakl darunter sein. Wahrscheinlich glitt er, wie so viele andere, ganz einfach durch die Siebgitter des Gedächtnisses und verschwand irgendwo in der Vergessenheit. Viel zu oft mag dies zu Unrecht geschehen, gerade bei einem wie dem Lyriker Georg Trakl, dessen zweiundneunzigster Todestag heute zur Kenntnis genommen werden soll.

    Hineingeboren in eine gutbürgerliche Einzelhändlersfamilie im Eisenwarengeschäft kam Trakl am Abend des 03. Februars 1887 in Salzburg auf die Welt. Als fünftes Kind der Familie, nach Wilhelm, Gustav, Maria und Hermine, folgten ihm noch drei und vier Jahre später die für Georg überaus bedeutende Grete und Fritz.

    Da die Mutter den Kindern wenig Zuneigung entgegen brachte, wurde das Kinderfräulein Marie Boring ab Georgs drittem Lebensjahr eine Art Mutterersatz für alle Kinder. Sie lehrte sie die französische Sprache, das Klavierspielen und schärfte ihre Freude an den Künsten. Insbesondere Georg wurde besonders stark von ihr beeinflusst, gewann er doch durch sie später Aufmerksamkeit auf französische Lyrik.

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  • Was man den Augen eines und einer jeden Trakl sehen kann, ist die Verlorenheit, in diese Welt hineingeboren worden zu sein. Nicht, überhaupt geboren zu sein. Aber umso mehr die bittersüße Strapaze eines Lebens in tiefdunklen Pupillen.
    Ich habe das Gefühl, es hat das richtige Ende für alle genommen. Die schönsten Vögel werden eingefangen und gehen elend zu Grunde.

  • Was für Befördrung hofft ich wohl von dir,
    Der keine Rent als seinen muntern Geist,
    Um sich zu nähren und zu kleiden, hat?
    Weswegen doch dem Armen schmeicheln? Nein,
    Die Honigzunge lecke dumme Pracht,
    Es beuge sich des Knies gelenke Angel,
    Wo Kriecherei Gewinn bringt. Hör mich an: [...]

    Hamlet in William Shakespeares “Hamlet”

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    Dumm sein und Arbeit haben: das ist das Glück.

    Gottfried Benn

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    Es [ist] ein so namenloses Glück, wenn einem die die Welt entzweibricht. O mein Gott, welch ein Gericht ist über mich hereingebrochen. Sagen Sie mir, daß ich die Kraft haben muß noch zu leben und das Wahre zu tun. Sagen Sie mir, daß ich nicht irre bin. Es ist steinernes Dunkel hereingebrochen.

    aus einem Brief Georg Trakls an Ludwig von Ficker

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    Die Gleichung A=A ist Ausdruck der Unerfahrung des Seins und Daseins. Die äquation Nihil = Nihil ist sinnlos und widervernünftig. Nur eine Kleinigkeit ist zu bedenken: Es gibt den Freitod. Gibt ihn, wie zu zeigen veruscht wurde, als Antwort auf den échec, als Widerrede gegen das Leben, das seinen eigenen échec in sich brigt, das seine eigene Verneinung ist, also: Affirmation und Negation zugleich und darum absurd, nicht weniger absurd als der Freitod, der nur deshalb als “zweifach absurd” bezeichnet werden darf, sogar muß, weil der ihn Vollziehende bis zum Ende mit einem Teil seiner Person in die Lebenslogik, die er verneint, da er ja sich selbst schließlich negieren wird, engeschlossen bleibt.

    Jean Améry: “Hand an sich legen”

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    Es ist schade, daß Sie mit hohlen Nüssen um hohle Nüsse spielen.

    Jarno in Goethes “Wilhelm Meisters Lehrjahre”

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    [Den Becher] halten und füllen zugleich -
    Besser, du ließest es sein!
    [Die Klinge] betasten und schärfen zugleich -
    Das dauert nicht lange!
    Voll Erz und Juwelen die Halle -
    Niemand kann sie bewahren.

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    Stolz auf Reichtum und Ehre
    Schafft selber sich Unheil.
    Sein Werk vollbringen
    Und sich zurückziehen:
    Also des Himmels Weg.

    Lao-tse: “Tao Te King”, Kapitel 9

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    Ich kann nur diejenigen lieben, die angesichts ihres Lebens eine gewisse Ohnmacht zeigen.

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    Der Mensch ist zweifelsohne ein außergeöhnliches Phänomen, aber kein Erfolg.

    Émil M. Cioran

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    Frank, du hast immer die falschen Bücher gelesen.

    Karl in Sven Regeners “Herr Lehmann”

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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