The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • [...] denn vielleicht geht es gar nicht darum, sich zu vergleichen und zu messen, sondern vielmehr darum, mit dem, was man Anderen zum möglichen, aber nichtsdestotrotz ebenso fraglichen Vergleichen anbietet, zufrieden sein kann.

  • Ich habe meinen Fernseher aus dem Fenster geworfen,
    aus dem fünften Stock, auf dem Asphalt geborsten und
    die berstende Brachialität war der Knaller,
    die gesplitterte Fresse von Aiman Abdallah.

    Weg von Love Shack, weg von Love, Sex, und Love Dreck,
    weg von Big Brother, von Talk Shows: “Bin 14, warum bin ich schwanger?”,
    weg von Gerichtsshows, von Super Nanny: “Was ist bloß mit meinem Kind los?”
    weg von Giga, MTViva, weg von Neun Live Quiz-Titten-Fieber,
    weg von Medical Detectivs, von RTL 2, CSI-Brei
    und ROFL TV, dem 20:15 Uhr-GAU.

    Fehlt nur der Computer, aber gut arbeiten tut er
    ja drum müsste ich vielmehr das Internet töten,
    recht wär’s, super wenn’s die da oben verböten,
    denn es lenkt ab, heißt die Strippe gepackt und
    herausgerissen aus des Steckplatzes Nabel.
    Doch scheiße, Wireless LAN hat keine Kabel.

  • Sich oder das, was man zu sein glaubt, wiederzuerkennen zwischen all jenen, die man die ganze Zeit über ist, zwischen denen man wechselt, die sich überlagern, angreifen, zerstören und viel zu oft vor allem widersprechen. All dies kann wahrscheinlich erst dann möglich werden, hat man sich auf ein vorherrschendes Selbstbild geeinigt. Aber eben dann gäbe es die gesamte Fragestellung nicht länger. Ein unbefriedigender Zirkel, wenn der das Gelöst-Sein eines Problems gleichzeitig in der eigenen Lösung begründet liegt. Insbesondere dann, wenn das Problem schwerwiegend ist.

  • “Glück und Ahnungslosigkeit, denkt Schilf, sind Synonyme, liebe Physikerfrau.”
    Juli Zeh - Schilf

    Schon bald, nach der ersten Erhellung, schält sich die Ernüchterung wie eine junge Knospe aus den Starren des Sozialen, zuverlässig und auf ihre Weise anmutig. Wir aber sind gestraft, einander zunehmend uninteressant zu werden, wenn wir es nicht vermögen, uns einige Mysterien zu bewahren.

  • Ich habe eine Marktlücke entdeckt. Das sei ein guter Grundstein für eine Firmenneugründung, säuselt so mancher Ökonom.
    Ich habe entdeckt, dass sich die Kaufentscheidung für oder gegen ein Buch schon mit dem Lesen des Titels derart beeinflussen lässt, als dass dieses über Erfolg (=Kauf) oder Misserfolg (=Nicht-Kauf) zu entscheiden vermag.

    Zum Illustration:

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

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WILLKOMMEN!

Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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