The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Der dicke Weihnachtsmann verteilt großzügig winzige Probepackungen einer Gesichtscréme an Kleinkinder. Als das erste Kind bemerkt, dass der freundliche Mann von weit her auf diese Sache mit den Wünschen gar keine Lust hat, weil er dafür nicht bezahlt wird, flippt es aus und dreht vollends frei.
    Währenddessen wird Santa in bar entlohnt und flieht sogleich zur nächsten Bahn. Bald ziehen einige Mütter genervt die immer noch um sich tretenden Bälger in die Tiefgarage zum Auto zurück. Eine murmelt etwas von Jedes Jahr derselbe Mist. Vielleicht nehmen sie auf dem Rückweg noch eine Familienpackung Créme mit. Schließlich ist bald Weihnachten.

  • Ich komme jeden Tag an einer Tagesklinik vorbei, genauer gesagt an einer Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Morgens stehen schon die ersten Autos vor den Toren. Darin sitzen dann besorgt dreinblickende Mütter, niemals Väter, die ihre Töchter oder Söhne den Tag über dort abladen und dann zur Arbeit fahren oder sonst irgendetwas tun. Mal davon abgesehen, dass ich solche Häuser nicht leiden kann, sehen die Insassen dort nicht sonderlich gesünder oder kranker aus als die, die allmorgendlich apathisch am Zaun vorbei taumeln. Allein strahlen sie eine unglaubliche Langeweile und Gleichgültigkeit aus, denn sie haben ihren Stempel weg. Niemand, der sie dort sieht, wird sie unvoreingenommen beurteilen, besonders nicht die, die genau darauf bedacht sind. Sie wägen so lang ab, bis sie entweder überhaupt keine Meinung mehr, oder nur noch falsches Mitgefühl, oder noch schlimmer, tolle Sprüche für sie übrig haben. Ein reiß dich mal zusammen! oder Kopf hoch! hilft keinem von ihnen.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Seid ihr Huren oder Stricher? Vom Konsum gelähmt, für die Gesellschaft geschaffen!

    gesehen im Studentenwerk zu Potsdam

    Was den Europäern, allen voran den Deutschen anlastet, ist ihre Verbohrtheit auf Genauigkeit. Wer aber hätte tragischsten Melancholiker hervor bringen können als solch ein Land und dessen Brüder? Ein deutscher kann zwar nicht mit Worten umgehen, jedoch umso besser klagen.

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    Jede Windung meines Hirns birgt tiefe Schluchten. Jede klaffende Gasse zwischen zwei Wänden von Neuronenhaufen ist ein Grab, in das ich meine Träume werfe.

    #

    This guy was made of steel, has burned in fire and drowned in the sea,
    now he’s sitting in front of this mirror and says he is me …

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WILLKOMMEN!

Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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