The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • [...] aber die meiste Zeit über hatte es gar nicht daran gelegen, zu empfindlich, sondern weit mehr noch zu unempfindlich gewesen zu sein.

  • Zwischen all der Ruhelosigkeit immer ein Wunsch nach Ruhe.
    Im Unsteten immer ein wohlig warmes Gefühl ob des Stetigen.
    Dem Chic des Ausgefallen das Spießbürgerliche entgegen setzen.
    Und beides brauchen.

  • anfänger
    anfänger
    anfänger
    sagen sie
    immerzu
    wenn du zweifelst

    diese globalisierte welt
    mit prioritätspisse
    mit berufsblödsinn
    mit mobilitätsmist
    mit corporatekacke
    mit skillsscheiße
    mit abilityarschlecken
    und glücksgegnern

    und die stadt verliert
    eine ihrer säulen
    die tage werden spröde oder
    nur ich

    und falsch steigt die Sonne
    in den himmel
    während es dunkel bleibt
    in mir

    und wie sollte man tun
    wenn alles wegbricht
    als sich einzulassen oder
    einfach abzuwarten

    und wie nicht ängstlich sein
    wenn es so gut ist
    dass es wie geträumt ist
    nur echt

    und du kommst zurück
    wie der frühling
    hast ihn im gepäck oder
    er dich

    ja
    ja
    ja
    es drauf ankommen lassen
    trotz angst
    gerade deshalb

  • Wenn einem eine Woche wie ein Jahr vorkommt und jeder Kilometer wie eine Reise zum Mond, so muss ein Monat bereits ein Leben sein. Ein Monat, aber in Voraussicht auf ein ganzes Jahr zerbröselt jede Hoffnung zu schmerzlich schwärzlichem Staub.

  • „Hallo? — Hallo?!“
    „Na endlich!“
    „Wie jetzt?“
    „Du rufst eine Woche lang an —“
    „Eine Woche lang! Das waren doch — höchstens — Sechs Tage! Oder sechseinhalb!“, stammelte ich.
    „— wagst aber kein einziges Wort zu sagen, sondern legst schon nach dem ersten Klingeln wieder auf, sodass mich tagtäglich hunderte Anrufe in Abwesenheit erwarten!“
    „Aber ich hatte gedacht, die Nummer wäre unterdrückt.“
    „Ist sie nicht!“
    „Oh.“
    „Ja, oh!“
    „Du weißt, wer ich bin?“, fragte ich zögernd und wissend, wie idiotisch diese Frage eigentlich war.
    „Dazu muss man nach so vielen Versuchen nicht einmal mehr clever sein. Niemand hat meine Nummer, außer so einem Verrückten, den ich bei der Immatrikulationsfeier getroffen habe.“, erklärte sie.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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