The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Wieder
da zu sein und da zu bleiben.Vorneweg,
rauf runter,
hoch und hoch hinaus.Mit dem
Kopf gegen die Wand
in sie hinein
und wieder mit aller Kraft heraus.Alles zerfetzen
und auf
verbrannter Erde Paläste errichten.
Darin leben,
lieben,
leben lieben lassen lenken.Kein kalter, dunkler Ort.
Aufzusteigen, auferstehen.
Bist du
ganz unten
schmeckt jede Stufe
nach oben
nur noch süßer.Zwischen Porzellanbeck‘saugen
aufgerissen,
verdreht vom schönen Taumel,
blaublauer Wintermorgenrückkehr,
weißen Zähnen,
diesem Lächeln,
deinem Haltmichhaltmichfestgesicht,
all den bunten Glücksgedanken -
es wird gut.
Und es macht Spaß.Dich an meiner Hand zu spüren.
Lebensballett.
Anzukommen, endlich da zu sein.
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Aufzusteigen. Auferstehen.
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Ich sitze zurückgelehnt auf dem Beifahrersitz des kleinen Autos, einen Fuss gegen das Handschuhfach gestemmt. Frontalaufprall, Trägheit. Ich stelle mir vor, wie es wohl aussieht, wenn sich das Schienbein mitten durchs Gesicht bohrt.
Extra morgens NIL gekauft, um mir selbst gegenüber besonders intellektuell zu wirken. Zurückgelehnt, den Kopf im Nacken und warmen Fahrtwind auf den Wangen, der mit jeder Minute dunkler wird. Ein Totempfahl der Überschwänglichkeit, Funken sprühend Fensterscheiben.Dass wir heute bloß nicht ankommen.
Teufel werde ich tun und nach Wild Ausschau halten. Versuchen vielleicht, aber keinen Erfolg haben. Ich bin doch gar nicht da!
Es ist so aberwitzig, dass ich aus dem Lachen gar nicht mehr heraus komme und dabei Zentimeter um Zentimeter in meinem eigenen Dunkel versinke. Zehn, zwanzig davon, wen kümmert es? Die Crux des Körpers ist doch, dass er wie parfümiertes Ziegenleder ist. Zäh jedenfalls. Und manchmal ein bisschen lieblich riecht.Aufstehen, drüber hinwegkommen.
Die Lichter dort vorn sehen wie ein Jahrmarkt aus. Blau rotierend und gelb, blutrot. Wenn ich jetzt hier wäre, hätte ich Lust dazu, mit aller Kraft auf die Amaturen zu schlagen. Oder mich abzuschießen wie eine Feuerwerksrakete. Zu explodieren wie sie. In fünfzig Metern Höhe. Ob die sich freuen, wenn man sie zündet?
Der Jahrmarkt. So echt, dass man fast Angst haben müsste, nicht direkt in irgendein beliebiges Festzelt zu brettern und 35 Hühnerschenkel knabbernde Männer mit befederten Hüten über den Jordan zu schicken.
Ich bin der Cliffhanger.Oder auch nicht. Scheißegal!
Einfach nur unterwegs sein.
Vielleicht gar nicht ankommen.
Kleine Metallfetzen auf der Straße. Reifenteile geborstenes Glas. Die Bullen, das Blau, die Lichter und das Gummi. Viermal überschlagen. Ein Mann mit zerrissener Nase und tränenden Augen am Straßenrand. Die Frau nebenan.
„Der sicherste Platz im Auto ist mittig auf der Rückbank.“: Das Kind mit gebrochenen Armen und Beinen, verdreht wie die eines uralten Yogi. Bewusstlos und glücklich, den sichersten Platz gehabt zu haben.Komm, wir gehen. Weiter. Der Stolz, die Selbstachtung. Anzukommen.
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John hat einen lustigen Namen.
Globalisierungstechnisch ganz weit vorn. Er könnte ihn englisch aussprechen, Dschonn, oder amerikanisch, Dschaaahn, aber er besteht darauf, dass man ihn deutsch ausspricht.
“Klingt mir zu italienisch!”, meint er und grinst, “Molto bene!”Manchmal sitzt er, an einer Bratwurst knabbernd, vorm Supermarkt und feuert reihenweise Weisheiten in die Welt hinaus:
“Ist doch alles Scheiße mit der SDP, mit der SCU, mit der ganzen scheiß SPDCU!”“Hält doch kein Schwein auf Dauer aus, was die Anzugaffen da ausklamüsern!”
“Dass die auch überhaupt keinen Durchblick haben, die Affen!”
Seine abgewetzten Nikes pellen sich wie seine braungelbe Haut in breiten Fetzen. DieTrainingshose steckt in dicken Wollsocken, sein Gesicht ist verlebt und vom dichten Bart fast völlig verhüllt. Neben sich hat er zwei, drei Flaschen abgefülltes Glück stehen.
Er versteht sich gut mit dem Wurstverkäufer.
“Na, John, schon wieder im Kleister?”
“Alles im Kleister, Meister!”Ich bringe ihm gern ein Bier mit, wenn er danach fragt.
“Feine Geste, feine Geste!”
Wir kennen uns und lernen uns jedes Mal neu kennen.
Weshalb wir uns nie verabschieden.
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Wenn einem erst einmal die Welt entzwei gebrochen ist und man jahrelang vor dem Splittern gesessen hat in der Hoffnung, man könnte das Bild wieder zu einem funkelnden Ganzen frührer Tage zusammen setzen, so ist die letztendliche Gewissheit, dass es nicht verfangen wird, doch nur ein Tropfen Öl in längst hoch lodernde Flammen.
Das Schlimmste am Scheitern ist dessen so enge Verwandschaft mit der Resignation.











