The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Am Hauptbahnhof angeschaut werden,
oder es zumindest ständig glauben.Unterwegs sein.
Keine Zeit haben.
Mit dem ICE gern durch Gohlis fahren,
dabei die staunenden Blicke der Weiterfahrenden betrachten.Die Zwickauer Straße für literarische Szenarien ungeeignet finden.
Immerzu die Sache mit der Mail-Adresse erklären müssen.
Beim Public Viewing euphorische Menschen in den Kneipen viewen.
Das Plastikblumenarrangement vor der HGB nicht verstehen.
Angst vor Sushi haben.
Nach Hause laufen und die Quietschgeräusche aus Schlafzimmerfenstern zählen.
Das Klemmbrett so schön hoch halten.
In Franken Franken fotografieren.
Versuchen, Kaffee-Derivate in Lützschena zu trinken.
In Stötteritz falsch abbiegen. Immer.
Die Fußgängerunterführung bei <schwedisches Möbelhaus> meiden.
Blogger in südvorstädtischen Videotheken sehen.
Die Stimmung an das Wetter koppeln.
Auf Häuserdächern bis zum Clara Park laufen,
Schuhe verlieren.Kennen contra Verstehen stellen.
Anger-Crottendorf sehen, weiterfahren.
Dasitzen.
Sorgen.
Durchhalten.
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Es ist ein verfrühter Sommertag, der nur auf dem Kalender noch zum verspäteten Frühling gehört. In der Straßenbahn ist es heiß, die Fenster sind kreisrund beschlagen und schwer atmend überlege ich, welche der Mitfahrenden ohne Weiteres dazu fähig wären, jemandem sämtliche Knochen zu brechen und welche von ihnen es schaffen könnten, jemanden psychisch zerbrechen zu lassen.
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“Mir is langweilig, immer nur Lusitzen und Dösen.”
“Mach doch irgendwas, Kreuzworträtsel oder so.”
“Hm, ich Lößnig so gern Kreuzworträtsel.”
“Aber ich Connewitz!”Gebanntes Zuhören und Gesten, die man nicht beschreiben möchte.
“Und, wie Wahren?”
“Schleußig, Reudnitz…”
“Rehboch keen Scheiß! Kannst och nur Möckern.”
“Ich Meusdorf och ne, warum. Weniger Stahmeln vielleicht, mach’ Liebertwolkwitze, die Cleuden dich besser.”
“Naja, ich Mölkau grad, dass der ne so Dölitz.”
“Aber was Gohlis —”
“Wo Lindenau fahr’n wir eigentlich?”
“Leipzig.”
“Hm, Leutzsch mir ein.”
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Da stehen wir wieder. Da stehen wir wieder, schwenken Kippe und Cabernet, Joint und Jaèn Blanco.
Weil es gemacht werden muss.
Wo früher billiger Schnaps war, ist heute billiger Wein. Wir hängen uns in den Hälsen, hängen mal hier, mal dort, Hauptsache nicht an uns selbst und erzählen davon, wie es ist, ausprobieren zu müssen, seine Grenzen auszuloten und etwas erleben zu wollen.
Weil wir davon Ahnung haben.
Das weiße Rauschen in den Ohren verfliegt nicht länger. Es bleibt. Und avanciert zum Unterton unseres gesamten Alltags. Auf dass es uns ewig daran erinnert, wie es ist, zu suchen vorzugeben und eigentlich gar nichts finden zu wollen.
Weil wir nicht wissen, was das überhaupt sein sollte.
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Unter den Kameras am Bahnhof über innere Sicherheit debattieren.
Nachts chic Burger essen gehen.
Im Kino Nachos durch die Reihen reichen.
Von Barkeepern nach Texten gefragt werden,
aber nur ein Blog nennen können.Mittags schnell mal zur Apotheke rennen.
Auf dem Augustusplatz Hochsprungwettbewerbe gewinnen.
Rückwärts auf einem Bein über Pfützen springen,
dabei hinfallen und nass werden.Vorm Morrisson’s nicht von Gesetzeshütern kontrolliert werden.
Auf dem Fockeberg Sonnenaufgänge anschauen.
In Sommerfeld Sommer und Felder suchen.
Nach Wahren fahren.
Und nach Knautkleeberg.
Beides skurril finden.
Die Buchmesse erst recht.
Und die Gieszer16 überhaupt nicht finden.
Verdunstenden Regen auf der Karli einatmen.
Sich dabei Frühling fühlen.
Und die immer wiederkehrende Traurigkeit streicheln.
Nachts am Fenster Flugzeuge sehen,
sie aber für UFOs halten.Wolken wegpusten, Sterne angucken.
Mit dem Fahrrad durch Straßenbahnschienen rutschen.
Da sein.
Da bleiben.











