The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Selbst mit den Industriegebieten meint es die Sonne im ankligenden Herbst jedes Jahr aufs Neue gut. Sie lässt viele kleine Photonen auf den fallenden Blättern reiten, die rot und violett leuchten, wenn sie sich schon früh am Tage auf den Weg nach der anderen Seite macht.
Noch genießt man die morgendliche Kälte und den Raureif auf der Windschutzscheibe. Noch schaut den Atemwolken fasziniert hinterher. Man fühlt sich fast schon als Gast einer kleinen Theatergruppe, von deren Perfektion und Leidenschaft die große zerstörerische Welt nichts weiß. Ans Fenster gelehnt lässt man sich morgens bei der Toilette etwas mehr Zeit.

Denn bald schon wird man es verfluchen, andauernd den Eiskratzer benutzen zu müssen und die Stimmung des Tages davon abhängig machen, ob man es ohne Krämpfe in den Fingern länger als fünf Minuten an der frischen Luft aushält.
Trotzdem ist es jetzt egal. Es sieht so aus, als wäre der Loch Lomond direkt vor der eigenen Haustür. Und die eigene Haustür wäre fest im Arden House verankert. Doch in Wirklichkeit ist es nicht einmal Wasser, das dort spiegelt. Es ist auch kein Herrschaftshaus, aus dem man kommt, sondern die überteuerte Altbauwohnung in der Innenstadt. Eigentlich ist es schön, wieder den grau melierten Mantel tragen zu können, der in der orangenen Mittagssonne noch viel zu warm ist. So schwer wie er ist, wird er bald zur Last, sicherlich.
Aber noch ist es ja egal. Noch ist es etwas Neues, das viel zu hübsch anmutet, als das man es verscheuchen möchte.
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Von jeher war ich fasziniert von dieser Stadt. Die Schornsteine der Fabriken schienen in der Nacht ihre Plätze zu tauschen und so jeden Tag an anderer Stelle aufzutauchen. Alles war einem stetigen Wandel unterworfen. Der Atem meiner postkapitalistischen Zeit schlug sich in dicken Rauchsäulen am Horizont in den Himmel. Sie verwanden sich inenander wurden von immer mehr aus den dicken Betonrohren nach außen gehusteten Teilchen in die Höhe gedrückt.
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Damals lebten wir fast wie in einem Dorf. Man kannte seine Nachbarn und die Nachbarn der Nachbarn, die ganze Straße, die zwei, drei Kreuzungen und sprach die Gemüdeverkäufer mit Du an. Ich hatte meine ganze Kindheit in einer konstanten Umgebung verbracht und kannte schon mit fünf Jahren jeden Riss in den Fassaden der alten Einfamilienhäuser. Wenn die Bäume langsam ihr Laub verloren und über den gesamten Boden der kleinen Wäldchen ein buntes Laken auslegten, spielten wir in den großen Blätterhaufen. Nur die Straßenschilder erzählten davon, dass unsere kleine Idylle eigentlich ein Teil einer Großstadt war.
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Meine Aussagen kennzeichnen meine Wirklichkeit. Hypochonder in beiden Bedeutungen und stoischer, als mir lieb ist.
Die Welt verkleinert sich, verdichtet sich zu einem kleinen Ball, und die Nächte, denen sie gehört, spielen Fussball mit ihr - Schlaf ist das Heiligtum der Unterjochten.
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Heute vor 11 Jahren starb einer der wohl stärksten und kritischsten Geister des vergangenen Jahrhunderts - Émil Cioran. Ihm zu Ehren dieser Eintrag heute.

Nachher werden noch ein paar seiner besten Aphorismen hier aufgeschrieben sein, bis dahin nur dieser ganz besondere:Wer um seine Melancholie zittert, weil er Furcht hat, von ihr zu genesen, mit welcher Erleichterung wird der feststellen, dass seine Befürchtungen schlecht begründet sind, dass sie unheilbar ist!
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Ich soll einen Text über den Schmerz schreiben. Ich weiß genau, was ich darüber zu sagen habe - aber warum sollte ich es sagen? Warum nicht im Stillen leiden wie die Tiere?
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Der Mensch ist zweifelsohne ein außergewöhnliches Phänomen, aber kein Erfolg.
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Um einen weder dummen noch verlogenen Trauerbrief zu schreiben, müsste man ein Genie sein.
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Je älter ich werde, umso mehr gewöhne ich mich an die düsteren Realitäten (Selbstmord, Abscheu vor der Geburt etc.) ohne jeden Hintergedanken an Kummer oder Trostlosigkeit. Ich stelle mir das Irreparable ohne Traurigkeit vor. Ich stecke bis zum Hals in der objektiven, evidenten, unpersönlichen Trostlosigkeit. Tränen aus ewig trockenen Augen.
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Man schreibt nur leidenschaftlich, echt, wenn man in die Enge getrieben ist. Der Geist arbeitet unter Druck. Unter gewöhnlichen Umständen liegt er still, er langweilt sich und langweilt die Anderen.
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Es leuchtet ein, dass Gott eine Lösung war und dass man nie wieder eine ebenso befriedigende finden wird.











