The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • “Langweilt dich der Sommer irgendwie?”
    Julia steht in der Tür, nachdem sie, wie sie es immer macht, nur kurz angeklopft und danach gleich die Tür aufgerissen hat. Sie schaut mir in den Rücken mit ihrem durchdringenden Blick, ich hocke am Schreibtisch, in der Linken eine Zigarette balancierend und auf die wenigen Zeilen des Vormittags schauend.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Wie vielversprechend ist es, einfach drauflos zu laufen, wenn Explosivität noch längst keine Extraordinarität garantiert und sich Besonderheiten keineswegs durch persönliche Dynamik allein ködern lassen?

    Vielleicht ist es dann genau das, was die Zerstörten von den Sich-Zerstörenden unterscheidet: Aufrichtigkeit, ohne sich zum Spielball der eigenen Umgebung charikieren zu lassen. Ist es das, was standhaftes Zerbrechen von barer Dramatik unterscheidet und letztlich rar macht.

  • Da stehen wir wieder. Da stehen wir wieder, schwenken Kippe und Cabernet, Joint und Jaèn Blanco.

    Weil es gemacht werden muss.

    Wo früher billiger Schnaps war, ist heute billiger Wein. Wir hängen uns in den Hälsen, hängen mal hier, mal dort, Hauptsache nicht an uns selbst und erzählen davon, wie es ist, ausprobieren zu müssen, seine Grenzen auszuloten und etwas erleben zu wollen.

    Weil wir davon Ahnung haben.

    Das weiße Rauschen in den Ohren verfliegt nicht länger. Es bleibt. Und avanciert zum Unterton unseres gesamten Alltags. Auf dass es uns ewig daran erinnert, wie es ist, zu suchen vorzugeben und eigentlich gar nichts finden zu wollen.

    Weil wir nicht wissen, was das überhaupt sein sollte.

  • Leben als Freizeitpark. Was haben die Fahrgeschäfte genützt, wenn sie einen innerlich nie auf diese Höhe heben konnten, aus denen ihre Wagen in die Tiefe rasen?

  • Leben als Strichliste. Wie schmerzlich wird jemand, der an Punkt angelangt ist , der ausweglos scheint, feststellen müssen, dass Gesehenes wenig Gewicht gegenüber Erfahrenem hat, dass ein Foto sich gut in einem Rahmen macht, aber ohne dazugehörige Erfahrung schlicht bedrucktes Papier ist.

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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